Akademie 15.11.2016, 09:52 Uhr
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„DIE GROßE FUßBALLERISCHE QUALITÄT IM KADER WAR AUSSCHLAGGEBEND“

FK Austria Wien U15 ist Herbstmeister. Trainer Roman Stary spricht im Interview u.a. über den sehr guten Jahrgang, die hohe Kaderdichte, und die härtesten Gegner.

© amaspics.at „Die große fußballerische Qualität im Kader war ausschlaggebend“
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2:2 gegen Red Bull © amaspics.at

FK Austria Wien U15 (hier geht's zum Kader) fixierte am Samstag mit einem 2:0-Sieg über den direkten Konkurrenten Admira Wacker Mödling den Herbstmeister-Titel in der ÖFB-Jugendliga. Trainer Roman Stary erzählt uns im Interview mehr über das Akademie-Team, das sehr viel Potenzial hat und vielversprechend für die Zukunft ist.

Herbstmeister mit 24 Punkten aus elf Spielen. Sieben Siege, drei Remis und nur eine Niederlage. Ich nehme an, dein Resümee fällt sehr positiv aus?

Roman Stary: Wir haben schon gewusst, dass das ein sehr guter Jahrgang ist. Da muss man vor allem auch den Nachwuchs-Trainern gratulieren, die da im Vorfeld tolle Arbeit geleistet und eine starke Mannschaft geformt haben. Das ist für die gesamte Austria-Familie eine Auszeichnung. Wir sind ja ein bisschen holprig gestartet, aber danach hat das schon sehr gut gepasst. Ich bin aber davon überzeugt, dass in dieser Mannschaft noch mehr steckt. Die Jungs haben viel Potenzial. Wenn wir da in der Winter-Vorbereitung gut arbeiten und die starken Trainingsleistungen umsetzen können, dann wird das eine tolle Frühjahrs-Saison.

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Hart umkämpft © amaspics.at

Zum Abschluss gab es das Spitzenspiel gegen die Admira – gegen einen starken Gegner – ihr habt mit 2:0 gewonnen und damit den Herbstmeister-Titel fixiert. Die Tordifferenz ist um einen Treffer besser als jene von St. Pölten (punktegleich auf Platz zwei). Wie zufrieden warst du mit der Leistung im entscheidenden Match?

Auch die Admira hat eine sehr gute Mannschaft. Da das St. Pölten-Match schon vorher war, wussten wir ja, dass wir einen Sieg mit zwei Toren Unterschied brauchen, um an die Spitze zu kommen. Es war auch durchaus etwas zusätzliche Nervosität zu spüren. Die Mannschaft hat es dann im Match gut umgesetzt. Insgesamt war es ein Spiel auf sehr hohem fußballerischen Niveau. Der Sieg war schlussendlich hochverdient, aber die Admira war auch immer gefährlich.

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4:1 gegen AKA Burgenland © amaspics.at

Die U15 ist ja immer der neue Jahrgang unter den Akademie-Teams. Du hast schon angesprochen, dass der Start etwas holprig war. Wie schwierig ist es da, sich zu finden?

Man muss dazu sagen, dass wir in diesem Fall jetzt sehr viele Spieler aus unserer U14 übernommen haben. Der Stamm ist gleichgeblieben. Das war schon ein Vorteil gegenüber einigen anderen Landesverbänden, die aus dem ganzen Bundesland Spieler zusammensuchen und eine neue Mannschaft formen müssen. Wir hatten 16 bestehende Spieler – nur sechs sind neu von anderen Vereinen aus Wien dazugekommen.

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2:0-Sieg gegen Sturm © amaspics.at

Was sind die Stärken des FK Austria Wien U15 Teams?

Definitiv die hohe Qualität im gesamten Kader. Die Dichte ist unheimlich hoch. Die Wechselspieler sind sehr stark – und wir müssen auch Spieler daheim lassen, die sonst bei 90 Prozent der anderen Teams zum Stamm gehören würden. Fußballerisch ist das schon auf einem sehr hohen Niveau.

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Tor für die Veilchen © amaspics.at

Wer waren im Herbst die härtesten Gegner und auf wen müssen wir im Frühjahr am meisten aufpassen?

Auf Red Bull muss man immer aufpassen. Da sie in der letzten Runde verloren haben, liegen sie nun vier Punkte zurück. Für mich sind sie aber trotzdem Verfolger Nummer eins. Wir haben uns eigentlich vor allem gegen jene Gegner schwergetan, die sich hinten reingestellt und auf Konter gespielt haben. Gegen St. Pölten haben wir zum Beispiel nur 1:1 gespielt – das war eines unserer schlechtesten Spiele. Auch gegen Linz und WAC haben wir uns schwer getan. Gegen tief stehende Gegner müssen wir auf jeden Fall noch zulegen.

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0:0 im Derby © amaspics.at

Welches System wird in der U15 bevorzugt gespielt?

Wir spielen meistens mit drei Stürmern – also in einem 4-3-3-System. Wir wollen sehr offensiv spielen und den Gegner früh anpressen und selbst viel Ballbesitz haben – genauso wie man die Austria sehen will. Das nehmen wir uns vor.