Profimannschaft 25.11.2016, 16:00 Uhr
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DE PAULA ÜBER EX-KLUB WAC: „GEFÄHRLICHE MANNSCHAFT!“

Der 32-jährige Spanier arbeitet hart an seinem Comeback. David de Paula spricht über seine Verletzung, den Weg zurück und den nächsten Gegner der Veilchen - Sonntag, 14:00 Uhr: WAC-FK Austria Wien.

© Bildagentur Zolles KG De Paula über Ex-Klub WAC: „Gefährliche Mannschaft!“

Vergangenen Samstag hat Richard Windbichler nach neunwöchiger Verletzungspause (Muskelbündelriss) daheim gegen SV Ried sein Comeback (2:0) gegeben. Im Hintergrund arbeitet mit David de Paula ein anderer Langzeitblessierter intensiv an seiner Rückkehr.

Dazwischen fand der Spanier Zeit, einen Ausblick auf das kommende Spiel des FK Austria Wien gegen seinen Ex-Klub Wolfsberger AC am Sonntag (14:00 Uhr) in der 16. tipico-Bundesliga-Runde zu werfen. „Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft“, warnt der 32-Jährige.

De Paula, der eineinhalb Jahre (Sommer 2012 bis Winter 2013) für die Kärntner gekickt hatte, verfolgt die „Wölfe“ mit einem Auge noch heute und hat dabei ein Auf und Ab konstatiert. „Sie sind heuer vielleicht ein bisschen inkonstant.“

Sie hätten „in dieser Saison nicht diese Kontinuität, diese Kompaktheit, diese Homogenität“, trotzdem müsse man aufpassen, hellwach sein, vor allem in der Lavanttal Arena, meint der Legionär, der natürlich seinen aktuellen Mitspielern fest die Daumen drückt.

Austria gegen „Wölfe“ mit positiver Bilanz

Die Wolfsberger führen als Sechster die untere Hälfte der Tabelle an, haben zwölf von insgesamt 19 Punkten vor eigenem Publikum (3-3-1/14:6 Tore) geholt und dabei nur eine einzige Niederlage (1:2 SCR Altach am 1.10.) kassiert. Zuletzt setzte es aber bei Admira ein 1:4.

Andererseits gab es auch nur einen „Nuller“ (3-2-1) für die Austria in den jüngsten sechs Liga-Duellen mit dem WAC! Diese und eine andere Bilanz - zuletzt fünf Siege aus den vergangenen sechs Liga-Runden - gilt es fortzusetzen, um sich in der Spitzengruppe weiter festzusetzen.

Baske lobt Finks Rotationen in den englischen Wochen

„Wir sind für drei Punkte auf alle Fälle gut“, ist De Paula überzeugt. Daran ändert auch die Belastung des UEFA-Europa-League-Spiels am Donnerstag gegen Astra Giurgiu nichts. Das 1:2 gegen die Rumänen muss weggesteckt werden.

Egal, wer auch immer in Kärnten zum Einsatz kommt und auf wie vielen Positionen Cheftrainer Thorsten Fink Änderungen in seiner Elf vornehmen wird. „Er rotiert sehr viel und gut, das brauchen wir auch in den vielen englischen Wochen“, betont De Paula.

„Alle Spieler in unserem Kader können starke Leistungen bringen“, betont der flexibel einsetzbare Barca-Fan. Fink und sein Betreuerstab verstehen es blendend, nach kräfteraubenden Partien wie gegen die Astra die richtige Mischung zu finden.

"Die Heilung braucht Zeit - das muss ich akzeptieren"

Stichwort Astra Giurgiu: Als De Paula im Happel-Stadion auf der Tribüne saß, wurde er an seine Verletzung erinnert. Diese hatte er im Hinspiel in Bukarest bei unserem 3:2-Auftaktsieg erlitten. „Ich habe den Ball weggeschossen und ein Gegner hat mein Bein getroffen“, erzählt er.

Das passierte in der 37. Minute des ersten Gruppenspiels am 15. September. Seinen letzten Einsatz in der nationalen Liga hatte „Depa“ fünf Tage davor gehabt. Der Gegner hieß damals im Happel-Oval übrigens WAC und wurde 4:1 abgefertigt.

Die Verletzung, ein Haarriss im rechten Wadenbein, wird der Baske nie vergessen. „Ich habe in meiner Karriere noch keine so schwere Blessur gehabt und so eine lange Pause machen müssen wie jetzt.“

Das Zuschauen vor dem TV oder von der Tribüne aus ist für unsere Nummer 23 fast unerträglich: „Die Heilung braucht Zeit, das muss ich akzeptieren, aus fertig“, sagt De Paula über seinen Weg zurück, den er mittlerweile fast zehn Wochen geht.

„Ich fühle mich schon sehr gut“, berichtet der Rekonvaleszente nach einer weiteren MR-Kontrolle. Er begann diese Woche mit leichtem Lauftraining und hofft, bald auch mit dem Ball arbeiten zu können. Bisher trainierte De Paula individuell mit Reha-Trainer Christian Puchinger und „daneben habe ich auch privat viel gemacht“.   

Mit seinem Einstieg ins Mannschaftstraining und dem Comeback wird sich der Iberer noch etwas gedulden müssen. De Paula, der bisher 111 Liga-Spiele, davon 60 für die Violetten (7 Tore/5 Assists) bestritt, hofft aber spätestens im Frühjahr -  vielleicht auch schon früher - mithelfen zu können, dass wir wieder unter die Top-Drei in der Liga und damit in den Europacup kommen.  

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 26
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 12 8
10. SKN St. Pölten 11 2
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