Austria für Österreich 10.11.2016, 09:41 Uhr
© Bildagentur Zolles KG © Bildagentur Zolles KG

AUSTRIA-QUARTETT KÄMPFT MIT DEM U21-TEAM UM HISTORISCHES

Christoph Martschinko, Dominik Prokop, Kevin Friesenbichler, Marko Kvasina und Co. könnten die erste Teilnahme Österreichs an einer U21-EM-Endrunde fixieren.

© Bildagentur Zolles KG Austria-Quartett kämpft mit dem U21-Team um Historisches

Christoph Martschinko, Dominik Prokop, der der einzige Neuling im Aufgebot ist, Kevin Friesenbichler und Marko Kvasina könnten mit der U21-Mannschaft von Werner Gregoritsch Historisches schaffen. Österreich konnte sich nämlich bis jetzt noch nie für eine U21-EM-Endrunde qualifizieren.

Allerdings stellt sich der ÖFB-Auswahl ein auf dem Papier übermächtiger Gegner in den Weg. Es sind die Spanier, die am Freitag (18:30 Uhr) in der St. Pöltner NV-Arena und am Dienstag (18:00 Uhr) in Albacete als klarer Favorit in die zwei Play-off-Spiele gehen. „Wir haben mit Sicherheit den schwersten der drei möglichen Gegner gezogen“, sagt Friesenbichler.

Friesenbichler: „Wir glauben an unsere Chance“

Spanien sei ein Kaliber, wie es in unserer Gruppe Deutschland gewesen sei. Die DFB-Auswahl gilt derzeit als stärkste Mannschaft dieser Altersstufe und gewann die Gruppe mit dem Maximum von 30 Punkten vor Österreich (22). „Aber es hilft kein Jammern. Es wird nicht leicht, doch in zwei Partien ist vielleicht etwas möglich. Wir glauben schon an unsere Chance, auch wenn sie sehr gering ist“, betont der Steirer.

Für seinen engeren Landsmann Martschinko ist es ein Klassiker, dass Österreich wieder einmal den stärksten der möglichen Gegner gezogen hat. Die anderen wären Norwegen oder Serbien gewesen. „Wir müssen damit leben und alles geben. Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur überraschen“, meint der 22-Jährige.

Der Linksverteidiger, der nach dieser Saison in der U21 nicht mehr spielberechtigt ist, möchte natürlich, dass es mit dieser U21-Mannschaft weitergeht und nicht schon vorzeitig endet. „Ich will unbedingt noch zum EM-Turnier“, betont Martschinko und verspricht dem vierfachen Europameister zwei heiße Tänze um das Polen-Ticket.

Gregoritsch traut seiner Mannschaft viel zu

Für Trainer Gregoritsch wäre eine gegen die Spanier erkämpfte EM-Teilnahme „eine Sensation, auf die man hinarbeiten wird“. Mit dem vorigen U21-Jahrgang hatte man dem iberischen Nachwuchs immerhin auswärts ein Remis abgerungen. „Ich glaube an meine Mannschaft und ihre Qualität, traue ihr viel zu“, erklärt der Steirer.

Der ÖFB-Trainer setzt auf jenen Kader, der den Einzug in die Play-offs geschafft hat. Tarkan Serbest, unser defensiver Mittelfeldspieler, war als fünfter Violetter ins Aufgebot berufen worden, musste aber wegen einer Oberschenkel-Verletzung, die er sich in Altach zugezogen hatte, absagen. Osman Hadzikic, unser derzeitiger Einser-Tormann, steht auf Abruf bereit.

Für das Zwölferfeld der U21-EM in Polen (16. bis 30. Juni 2017) haben sich die Gruppensieger Deutschland, England, Tschechien, Italien, Portugal, Mazedonien, Dänemark, Schweden und die Slowakei direkt qualifiziert. Polen ist als Gastgeber ebenfalls fix dabei. Die EM-Auslosung findet am 1. Dezember 2016 in Krakau (18:00 Uhr) statt.