Europacup 01.11.2016, 12:00 Uhr
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ROTPULLERS APPELL AN DIE FANS: „KOMMT ALLE INS STADION!“

Im Stadio Olimpico saß Lukas Rotpuller wegen seiner Sperre noch auf der Tribüne. Zwei Wochen später wird er mittendrin und nicht nur dabei sein. Unser Abwehrchef gibt am Donnerstag (19:00 Uhr) gegen AS Roma im Ernst-Happel-Stadion sein Europacup-Comeback.

© Bildagentur Zolles KG Rotpullers Appell an die Fans: „Kommt alle ins Stadion!“

Für den Schlager in der vierten Runde der UEFA-Europa-League-Gruppe E, in der die beiden punktegleichen Spitzenreiter aufeinandertreffen, richtet Lukas Rotpuller einen Aufruf an alle Fußball-Interessierten.

„Ich appelliere an alle, ins Stadion zu kommen!“ Denn es sei geil, wenn man die Unterstützung der Zuschauer hat. „Dann ist es für uns Spieler immer leichter, kitzelt man noch ein paar Prozent mehr aus sich heraus. Es wird eine wunderbare Kulisse“, meint unser Abwehrchef.

Die violetten Fans sind derzeit genauso gut drauf wie unsere Mannschaft. Im Vorverkauf wurden bisher über 26.000 Tickets abgesetzt. Damit steht es schon vor dem Anpfiff 1:0 für unsere Veilchen, denn in Rom hatten lediglich 16.478 Besucher den Weg ins Stadion gefunden, wobei über 2.000 aus Österreich kamen.

„Müssen wieder etwas Besonderes abrufen“

Alle Veilchen, die in Rom mit dabei waren, wurden mit einer tollen Aufholjagd unserer Mannschaft von 1:3 auf 3:3 belohnt. „Gegen einen europäischen Top-Klub ein 1:3 aufzuholen, war einfach traumhaft, das wird für immer in Erinnerung bleiben“, ist der 25-Jährige überzeugt.

Im zweiten Treffen mit den Römern muss die Austria alles geben, weiß jeder in der Truppe von Trainer Thorsten Fink. „Wir müssen wieder etwas Besonderes abrufen, um zu punkten. Die Römer werden jetzt wissen, wer wir sind. Vielleicht werden sie noch mehr marschieren und uns besiegen wollen. Wir werden so gut wie möglich dagegenhalten“, sagt Rotpuller.

Die eigenen Chancen, erstmals seit 2004/05 wieder im Europacup zu überwintern, stuft er vor dem Hit im Prater „als realistisch“ ein. Der Rechtsfuß schränkt jedoch ein: „Es stehen noch drei Aufgaben vor uns, die sehr, sehr eng werden.“ Roma sei noch immer der Favorit, aber Astra Giurgiu dürfe man auf keinen Fall unterschätzen.

Martschinko: „Nur von Spiel zu Spiel schauen, nicht weiter“

„Deshalb müssen wir wirklich sehr wachsam sein. Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann bin ich positiv gestimmt, dass wir über den Winter hinaus international spielen können“, betont Rotpuller, der von Christoph Martschinko diesbezüglich Unterstützung erhält: „Ja, im Moment schaut es ganz gut aus, doch wir dürfen nur von Spiel zu Spiel schauen und nicht weiter!“

Rotpuller hat in der UEFA-Europa-League-Quali alle sechs Spiele mitgewirkt, wurde dann im ersten Match der Gruppenphase beim 3:2-Sieg in Bukarest gegen Astra Giurgiu im Finish wegen einer harten Attacke ausgeschlossen und musste beim Heim-0:0 gegen Pilsen und in Rom seine Sperre absitzen.

Nun steht der Burgenländer, der vor einer Woche beim 5:4 im ÖFB-Samsung-Cup in Ebreichsdorf unser Kapitän war, auch im Europacup wieder zur Verfügung. Rotpuller ist kein Mensch, der in die Vergangenheit blickt, er schaut vielmehr nach vorne. Und das ist jetzt das Rom-Spiel, auf das er wie seine Mitspieler ganz fokussiert ist.

Schließlich kann er nun das nachholen, was ihm als Meister mit der Austria bei der Premiere in der UEFA Champions League im Herbert 2013 nicht vergönnt war. Damals war er nach einem Einsatz in der Quali (1:0 gegen Hafnarfjördur/Island) in den ersten zwei Spielen nur auf der Bank und in den restlichen Partien auch nicht im Kader.

Fink und Rotpuller mit Jubiläen

Ein Höhepunkt wird für den U20-EM-Teilnehmer 2011 (Kolumbien) natürlich das zweite Rom-Treffen um die Führung in der Gruppe E, in dem er zum 120. Mal in einem Pflichtspiel für die Austria (6 Tore/3 Assists) antritt. Fink begeht ebenfalls ein kleines, rundes Jubiläum, es ist sein zehntes Europacup-Match als Austria-Trainer (bisher 6-2-1/16:9 Tore).

„Der Trainer hat einen sehr guten Mix gefunden“

Apropos Fink. Rotpuller lobt den Deutschen, wie er mit dem violetten Tanz auf drei Hochzeiten umgeht. „Er macht das super, hat einen sehr guten Mix beim Rotieren gefunden und er lässt seine Jungs auch immer wieder entspannen“, erzählt unser Mann mit der Nummer 33 auf dem Trikot aus dem violetten Alltag.

Fink gibt seinen Mannen in den Länderspiel-Pausen auch immer wieder ein paar freie Tage zur Erholung, zum Laden der Akkus. „Das tut allen gut, weil derzeit die Wochen wieder sehr intensiv sind.“ Nach Roma tritt die Austria noch beim SCR Altach (6.11.) an, ehe die nächste längere Liga-Unterbrechung folgt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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