Bundesliga 28.10.2016, 08:00 Uhr
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ROTPULLER SEHNT SICH GEGEN STURM GRAZ NACH REVANCHE

Christoph Martschinko („Wir haben momentan einen guten Lauf“) spricht von einer 50:50-Chance gegen den Tabellenführer. Lukas Rotpuller geht nach der 1:3-Pleite in Graz mit zusätzlicher Motivation in das Heimspiel, in dem es auch ein Wiedersehen mit einigen Ex-Violetten gibt.

© Bildagentur Zolles KG Rotpuller sehnt sich gegen Sturm Graz nach Revanche

Der Klassiker FK Austria Wien gegen SK Sturm Graz verspricht am Sonntag (16:30 Uhr) im Happel-Stadion ein spannender Schlager zu werden. Unsere Spieler sehen das so und freuen sich schon auf den nächsten Hit.

Sie wollen die Kraft, die der 2:0-Erfolg im ersten Derby im neuen Allianz-Stadion verliehen hat, gegen den überlegenen Tabellenführer mitnehmen. „Dieser Sieg gibt viel Selbstvertrauen. Wir haben im Moment einen Lauf. Das ist sehr wichtig für die nächsten Aufgaben“, meint Christoph Martschinko.

Das erlaubte „Doping“ der jüngsten Auftritte soll auch in unserem ersten Heimspiel seit fast einem Monat (2.10., 2:1 gegen SKN St. Pölten) seine Wirkung zeigen. „Wir haben gezeigt, dass wir auch solche Spiele wie das Derby gewinnen können“, bemerkte der Steirer vor dem Duell mit dem Nummer-1-Klub seines Bundeslandes.

Veilchen bleiben auf dem Boden: „50:50-Chance“

Trotzdem bleiben die Veilchen auf dem Boden. Unser linker Verteidiger spricht von einer 50:50-Chance, „weil der Gegner Tabellenführer ist und ja auch eine breite Brust“ hat. „Mit den Leistungen zuletzt können wir sagen, dass wir zumindest mithalten und auch gewinnen können“, glaubt „Tschinki“, der am Mittwoch im ÖFB-Samsung-Cup (5:4 n.V. gegen ASK Ebreichsdorf) wie sechs weitere Veilchen pausieren durfte.

Die Austria, die sich im Cup nach einer klaren 3:0-Führung nach der Pause schwer tat und über 120 Minuten gehen musste, könnte am Sonntag zwei Fliegen auf einen Schlag erledigen. „Wenn wir gewinnen, bekommen die Blackies nochmal ein bisschen mehr Druck von uns“, glaubt der U21-Teamspieler. Würde der vierte Liga-Sieg in Serie gelingen, hätte man nur noch vier Punkte Rückstand auf die Steirer.

Und damit würden wir gleichzeitig eine gelungene Generalprobe für den Hit in der UEFA-Europa-League-Gruppe E am Donnerstag (19:00 Uhr) gegen AS Roma abliefern. Martschinkos Verteidigerkollege Lukas Rotpuller ist ganz auf Sturm fokussiert und erinnert sich an das schmerzliche 1:3 im ersten Saisonspiel in Graz.

Rotpuller sehnt sich im Schlager nach Revanche

„Dort haben wir kein gutes Spiel abgeliefert. Das wollen wir vor unseren eigenen Fans gut und besser machen“, kündigt der Burgenländer Revanche für den 14. August in der Merkur-Arena wohl wissend an, dass ein „Gegner mit ebenfalls sehr viel Selbstvertrauen und irrsinnigem Schwung“ nach Wien kommt.

Doch müsse es der Anspruch der Austria sein, sagt unser Abwehrchef, der im Cup Kapitän war und ein Tor erzielte, dass man Sturm besiege. „Andernfalls wird es in der Tabelle für uns nach vorne ziemlich weitläufig!“ Der Tabellenführer ist seit zehn Runden ungeschlagen (8-2-0), ist zuletzt nach vier Siegen in Serie mit dem Heim-2:2 gegen Schlusslicht SV Mattersburg (2:2) etwas gebremst worden.

Hingegen wollen unsere Violetten vor allem den Rückenwind vom Derby ins Happel-Stadion mitnehmen. „Unser 2:0 war unglaublich wichtig, es wird den Rapidlern immer in Erinnerung bleiben, dass wir ihnen in ihrem neuen Stadion die erste Liga-Niederlage zugefügt haben. Das tut besonders gut“, resümiert Rotpuller in Bezug auf das Duell um die Vorherrschaft in der Stadt.

Wiedersehen mit fünf Ex-Violetten

Natürlich geben solche Erfolgserlebnisse den Veilchen, die sechs Pflichtspiele ungeschlagen (4-2-0) sind, unheimlich Kraft. „Man weiß, dass alles möglich ist. Wenn wir weiter so hart an uns arbeiten, an uns glauben und vor allem immer wieder unsere Leistung abrufen, dann können wir einiges erreichen“, meint einer unserer Dienstältesten, der am Mittwoch im Cup die Kapitänsschleife trug.

Gegen die Grazer wird er Spieler wiedersehen, die einst mit ihm das violette Trikot getragen haben. Austria-Vergangenheit haben die nunmehrigen „Blackies“ Roman Kienast, Fabian Koch, Marko Stankovic, Sascha Horvath und Philipp Zulechner. „Kontakt habe ich ab und zu mit Roman und Kochi. Wir haben aber alle untereinander ein gutes Verhältnis, wenn wir aufeinandertreffen“, erzählt Rotpuller über seine früheren Mitspieler.