Bundesliga 22.10.2016, 08:00 Uhr
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HOLZHAUSER VOR DEM DERBY: „MOMENTUM SPRICHT FÜR UNS“

Raphael Holzhauser und der wieder genesene Kevin Friesenbichler, die beide beim letzten Derbysieg entscheidend mitwirkten, analysieren die Ausgangssituation vor dem Match im Allianz-Stadion.

© Bildagentur Zolles KG Holzhauser vor dem Derby: „Momentum spricht für uns“

Mit einer gesunden Portion Zuversicht nimmt der FK Austria Wien am Sonntag (16:30 Uhr/live ORF eins und Sky) das 319. Derby auswärts gegen den Lokalrivalen in Angriff. „Das Momentum in der Meisterschaft spricht für uns“, glaubt Raphael Holzhauser vor dem Wiener Gipfel.

„Wir könnten das erste Derby im neuen Allianz-Stadion mit einem Sieg einweihen“, sagt unser defensiver Mittelfeldspieler vor dem Schlager der zwölften Runde zur tipico-Bundesliga. Ein Dreier würde in Erinnerung bleiben und sei auch unser Ziel, merkt „Rapha“ an.

„Wir werden versuchen, dort auf Sieg zu spielen und den Vorsprung in der Tabelle auf Rapid auszubauen. Jedenfalls wollen wir zumindest die zwei Punkte vor den Hütteldorfern bleiben“, erklärt der 23-Jährige.

Während der Gegner zuletzt aus zwei Liga-Spielen nur einen einzigen Punkt ergattert hat, haben wir im gleichen Zeitraum das Maximum von sechs Zähler geholt und damit den Stadtrivalen von Rang vier verdrängt. „Dieses Überholmanöver war sehr wichtig für jeden Austria-Fan“, so Holzhauser.

Druck lastet auf den Hausherren

An unser jüngstes Erfolgserlebnis in Hütteldorf kann sich der Blondschopf nicht erinnern. Denn das gab es vor seiner Austria-Zeit, am 17.2.2013 in unserem Meisterjahr. Vor 17.000 Besuchern gewannen wir im früheren Hanappi-Stadion dank eines Doppelpacks von Philipp Hosiner 2:1.

„Nach über dreieinhalb Jahren wäre es ja wieder an der Zeit, dort zu gewinnen“, sagt Holzhauser selbstbewusst. Eine Drucksituation sieht er eher beim Gegner. „Sie müssen gewinnen, vor den eigenen Fans offensiv extrem stark sein. Da kommen wir mit unseren schnellen Spitzen zu Konterchancen, die sollten wir dann auch nützen.“

Unseren bisher letzten Sieg über den Erzrivalen behielt der Niederösterreicher hingegen sehr wohl im Kopf, hatte er doch am 25.10.2015 im Happel-Stadion nach der Pause aus einem Freistoß Maximilian Hofmann zu einem Eigentor und damit zu unserer 1:0-Führung gezwungen.

Letzter violetter Derby-Matchwinner wieder fit

„Es ist ja kein Geheimnis, dass wir mit Standards extrem gefährlich sind“, betont Holzhauser. Das zweite Tor im Oktober 2015 ging übrigens auf das Konto von Kevin Friesenbichler. Er war in der 86. Minute von Trainer Thorsten Fink eingewechselt worden und bedankte sich drei Minuten später mit dem Siegestor zum 2:1.

Daran kann sich „Friese“ ganz genau erinnern. „Schön wäre es, würde im neuen Rapid-Stadion das Gleiche noch einmal passieren“, sagt der Angreifer. Er musste zuletzt beim 2:0 in Mattersburg wegen eines Blutergusses in der Wade pausieren, ist jetzt aber wieder fit.

Das erste Zu-Null in dieser Meisterschaft wäre für die gesamte Saison wichtig gewesen. Weil voriges Wochenende vorne in der Tabelle bis auf Leader Sturm Graz alle anderen Klubs unentschieden gespielt und Punkte liegengelassen haben.

Erster Zu-Null-Sieg der Saison war sehr wichtig

„Der Dreier gegen die Burgenländer könnte noch sehr wichtig sein, damit sind wir unserem Saisonziel jedenfalls ein bisschen näher gekommen“, glaubt Friesenbichler vor dem Hit im neuen Rapid-Stadion, in dem die Hausherren von neun Spielen erst eines (0:2 AS Trencin am 25.8.) verloren haben.

„Es wird Zeit, dass die Rapidler daheim wieder verlieren. Wir haben die Qualität, sind momentan auch gut drauf und haben daher gute Chancen, dass wir dieses Derby für uns entscheiden“, meint Friesenbichler. In der Liga hat Rapid noch kein Heimspiel (3-2-0/13:1 Tore) verloren.

Dass der Erfolgsdruck diesmal auf den Schultern der Gastgeber liegt, ist für ihn „sichtbar“. „Beim Gegner läuft derzeit nicht alles zusammen – unter den Fans und im Verein ist etwas Unruhe“, vermutet unser U21-Teamspieler. Trotzdem besitze Rapid ein gutes Team, das man erst einmal schlagen müsse: „Ich glaube aber, wir haben das Zeug dazu!“

Holzhauer pflichtet seinem Mitspieler bei, was die Wichtigkeit unseres 2:0-Erfolges in Mattersburg vor einer Woche betrifft. „Wir wussten, dass es diesmal nicht einfach werden würde gegen den Tabellenletzten. Aber wir haben die drei Punkte mitnehmen können. Das zählt und nachher fragt niemand wie“, sagt der deutsche Ex-Legionär.

Unseren ersten Auswärtssieg in der Liga seit 24. Juli haben in Mattersburg Alex Grünwald und Christoph Martschinko fixiert. Der Kärntner erzielte sein insgesamt 40. Tor in der höchsten Spielklasse, „Tschinki“ seinen ersten Bundesliga-Treffer im Austria-Dress.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 15 34
2. SK Puntigamer Sturm Graz 15 32
3. SK Rapid Wien 15 29
4. FC Flyeralarm Admira 15 22
5. LASK 15 20
6. FK Austria Wien 15 19
7. CASHPOINT SCR Altach 15 16
8. RZ Pellets WAC 15 14
9. SV Mattersburg 15 14
10. SKN St. Pölten 15 4
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