Profimannschaft 17.08.2016, 08:52 Uhr
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STARKE „WIKINGER“ KOMMEN INS HAPPEL-STADION!

Das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ sollte dem FK Austria Wien im Play-off- Hinspiel zur UEFA Europa League zusätzliche Hoffnung geben. Gegen Rosenborg BK treten unsere Veilchen zum dritten Mal zuerst vor eigenem Publikum an.

© Bildagentur Zolles KG Starke „Wikinger“ kommen ins Happel-Stadion!

Gegen FK Kukesi (1:0/heim bzw. 4:1/auswärts) und Spartak Trnava (0:1/h bzw. 1:0 n.V./5:4 Elfer) in der zweiten bzw. dritten Qualifikationsrunde wurde der Aufstieg jeweils in der Fremde geschafft. Gegen die heimstarken „Wikinger“ wäre es gut, würde der Grundstein zum Einzug in die angestrebte Gruppenphase (26.8. Auslosung) zuhause gelegt werden.

Rosenborg ist überlegener Tabellenführer in Norwegen

Der überlegene Tabellenführer aus der drittgrößten norwegischen Stadt Trondheim (knapp 190.000 Einwohner und an einem Fjord an der Nordmeeer-Küste gelegen) ist in seinem Lerkendal-Stadion eine Macht und steht dazu mitten in der Saison. Die zweitgrößte Arena des Landes, wo am 25. August (19:00 Uhr) das Rückspiel steigt, wurde 1947 errichtet und fasst 21.850 Zuschauer.

Zwei Violette haben dort schon gespielt und zwar unser Cheftrainer Thorsten Fink und unser Sportdirektor Franz Wohlfahrt. Beide blieben dabei sieglos, aber sowohl der Deutsche als auch der Kärntner durften letztlich über den Aufstieg des FC Bayern München (Champions League 1999/2000 1:1/a und 2:1/h sowie 3:1/h und 4:1/a) bzw. der Austria jubeln.

Fink und Wohlfahrt: positive Erfahrungen in Trondheim

„Es wäre schön, wenn es wieder so käme“, lächelt Wohlfahrt in Erinnerung an die erste Quali-Runde der UEFA Champions League 1993/94. Damals musste unser Ex-Teamkeeper im Lerkendal dreimal (1:3) hinter sich greifen, aber dank Walter Koglers Tor im Finish in Wien (81. Min.) gab es u.a. auch für Zsak, Pfeffer, Stöger und Ogris ein Happy End für Violett.

Die aktuellen Aufstiegschancen der Violetten wollte Wohlfahrt nicht in Prozenten einschätzen, sondern sagt realistisch: „Wir sind leichter Außenseiter, schließlich kommt Rosenborg aus der Champions-League-Qualifikation.“ Der Gegner ist 23-facher Meister, neunmaliger Cupsieger und war früher Dauergast (zuletzt 2007) in der Gruppenphase der „Königsklasse“.

„Nordländer diszipliniert, taktisch gut und körperlich stark“

„Da ist eine sehr gute Mannschaft. Wir wissen, dass die Nordländer alle sehr diszipliniert, taktisch gut geschult und körperlich stark sind. Unsere Beobachtungen haben das noch bestätigt“, betont der 52-Jährige. Es würden zwei Topleistungen von uns notwendig sein, um da weiterzukommen, fügte er hinzu.

Die Austria habe gewusst, dass es im Play-off gegen keinen Gegner leicht sein würde. „Der Einzug in die Gruppe wäre sensationell und für alle gut, für den Verein finanziell und für die Entwicklung der Spieler. Fink sprach vom „schwersten und attraktivsten Los“, das man bekommen konnte. „Der Gegner ist sicher Favorit, doch meine junge Mannschaft hat auch gezeigt, wozu sie fähig ist.“

Marko Kvasina, der in Trnava als Joker das Goldtor von Kevin Friesenbichler vorbereitet hat und dann im Elferschießen seinen Penalty eiskalt verwertete, pflichtet unserem Trainer voll bei und glaubt: „Wenn wir angasen und unsere Leistung zeigen, können wir auch gegen Rosenborg gewinnen.“

Ismael Tajouri-Shradi hatte sich gleich nach der Auslosung gemeinsam mit Tarkan Serbest ein bisschen über den „großen Verein mit einem schönen Stadion und tollen Fans“ informiert. „Wir sind top motiviert und wissen, was wir können. Es ist sicher eine schwierige Aufgabe, aber wir wollen unbedingt in die Gruppenphase kommen“, sagt „Isi“.

„Haben Respekt, aber keine Angst“

Vielleicht sei die Austria Außenseiter, „wir haben auch Respekt, aber keine Angst“, sieht der 22-Jährige dem ersten Duell zuversichtlich entgegen. „Wichtig ist, dass wir daheim zu Null spielen, weil es dann auswärts um eine Spur leichter werden könnte“, glaubt der nunmehrige Österreicher.

Lucas Venuto hat sich gemeinsam mit Felipe Pires gleich nach der Auslosung im Internet über den „starken Gegner“ schlau gemacht. „Wir sind für das Hinspiel bereit. Wir müssen intelligent und besser als zuletzt spielen“, erklärt Venuto und Pires sagt: „Wir respektieren den Gegner, für den es in der nationalen Liga sehr gut läuft, aber die beiden Partien müssen erst gespielt werden.“ Felipe wäre es lieber gewesen, zuerst auswärts anzutreten, da im K.o.-Modus ein Auswärtstor quasi doppelt zählt.

Das ungeschriebene Gesetz widerlegen

Venuto, der gemeinsam mit seinem Landsmann auch Olympia in Rio euphorisch verfolgt und dabei nicht nur die schwach ins Fußball-Turnier gestarteten Brasilianer, sondern viele andere Sportarten anschaut, ist die Frage, ob zuerst auswärts oder daheim gespielt wird, derzeit egal. „Wir müssen unsere Leistung bringen und möglichst vorlegen“, meinte er.

Normal sagt man ja, zuerst in der Fremde und dann daheim zu spielen, sei auch wegen der möglichen Verlängerung vor eigenem Publikum ein kleiner Vorteil. Die Violetten haben das gegen die Albaner und vor allem gegen die Slowaken eindrucksvoll zweimal widerlegt. „Ich hoffe, wir können wie gegen Kukesi vorlegen“, fiebert auch Kvasina dem ersten Spiel im Kampf um den Gruppeneinzug entgegen.

Tajouri-Shradi bekennt sich normalerweise zum ungeschriebenen Gesetz: zuerst auswärts, dann zuhause. „Bei uns ist es aber momentan besser, wenn wir das erste Match vor unseren Fans bestreiten. Das hat jetzt zweimal geklappt. Hoffentlich gelingt uns der Aufstieg ein drittes Mal“, beschwört er „Glücksgöttin Fortuna“ und die Hoffnung auf das bekannte Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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