Profimannschaft 18.08.2016, 10:55 Uhr

STATISTIK: ROSENBORG KEIN UNBESCHRIEBENES BLATT

Mit dem 23-fachen norwegischen Meister – diesbezüglich nur eine Trophäe weniger als unser Klub – und zehnfachen Cupsieger, zuletzt schaffte er das Double, kommt eine starke und auch prominente Mannschaft am Donnerstag (19:00 Uhr) in den Prater.

Statistik: Rosenborg kein unbeschriebenes Blatt

Elfmal für die Champions League-Gruppenphase (zuletzt 2007) qualifiziert und als Höhepunkt ein Viertelfinale 1996/97, in dem mit einem 1:1 und 0:2 gegen Juventus Turin jedoch Endstation war. In der vergangenen Saison war Rosenborg in der Gruppenphase der Europa-League (G) und schied dort aus.

Fink als Spieler zweimal gegen die Norsker erfolgreich

Das weiß natürlich auch unser deutscher Cheftrainer Thorsten Fink, der einst als Mittelfeldspieler des FC Bayern München auch zweimal gegen Rosenborg antrat. Er kam dabei auswärts über je ein 1:1 nicht hinaus, siegte in München allerdings 2:1 bzw. 3:1 (1999/00 und 2000/01).

Rosenborg in der Meisterschaft 19 Runden ungeschlagen

Auch wenn es Schnee von gestern ist, aktuell trumpfen die Weiß-Schwarzen zumindest in der Meisterschaft auf. Nach 20 Runden (die Punktejagd wird in Norwegen mit dem Kalenderjahr gespielt) führt die Elf aus der mit knapp 190.000 Einwohnern drittgrößten Stadt des Landes nach Oslo und Bergen mit 49 Punkten und hat damit elf mehr als der erste Verfolger, Odds BK Skien, und 13 mehr als Brann Bergen auf dem Konto.

Favoritenrolle bei den Gegnern

Nicht zuletzt auch deshalb schiebt Fink den Skandinaviern auch die Favoritenrolle („ein bisschen“) zu. Denn die „Wikinger“ sind eine erfahrene, sehr heimstarke Mannschaft, gegen die wir „jedoch dennoch positiv abschneiden“ können.

Ein Blick auf die Statistik beweist es: Rosenborg hat in dieser Saison in der Meisterschaft alle bisherigen zehn Heimspiele gewonnen und auch in der Champions League-Quali zweimal zuhause zugeschlagen: Gegen IFK Norrköping (Schweden) mit 3:1 (Gesamtscore 5:4) und gegen Apoel Nikosia mit 2:1. Auf Zypern verloren die Norsker dann jedoch 0:3, wobei sie alle drei Tore in der Nachspielzeit (91. bis 96. Minute) kassierten.

In der Meisterschaft haben sie heuer übrigens erst ein einziges Spiel verloren und das gleich zum Auftakt am 12. März (0:1 in Skien). Seither gewannen die Norweger bei vier (Auswärts-)Remis gleich 15-mal, sind also 19 Runden ungeschlagen (Tor 46:14), wobei sie zuletzt vier Siege feierten.

Den jüngsten am Sonntag mit 3:1 (3:0) im Lerkendal-Stadion gegen Sogndal IL. Midtsjö (15.), Bakenga (37.) und Jonas Svensson (40.) scorten, wobei Svensson in der 75. Minute auch ein Eigentor unterlief. Drei Tage vorher hatte der Leader in Stavanger gegen Viking durch einen Doppelpack des Dänen Christian Gytkjaer, der mit 13 Treffern in der Schützenliste führt, 2:0 gewonnen.

Austria mit positiver Statistik

Vielleicht hilft auch die Statistik: Denn in vier Europacup-Aufstiegsduellen mit norwegischen Klubs behielt die Austria dreimal die Oberhand, schied nur einmal aufgrund der Auswärtstorregel (gegen Viking Stavanger im UEFA-Cup 2005) aus. Vor allem hatte sie aber schon einmal gegen den jetzigen Gegner das bessere Ende für sich.

In der ersten Quali-Runde zur Champions League 1993/94 bezwangen die Violetten (mit unserem jetzigen Sportchef Franz Wohlfahrt im Tor) Rosenborg nach einem 1:3 in Trondheim (Zsak traf mit einem Elfer-Nachschuss) am 29.9.1993 vor 7.000 Fans am Verteilerkreis 4:1, wobei Narbekovas (12.), Schmid (50.), Zsak (74.) und W. Kogler (81.) scorten. Die Norsker hatten in der 32. Minute durch Dahlum zum 1:1 ausgeglichen. In Runde zwei war der FC Barcelona (0:3/a und 1:2/h) eine zu hohe Hürde.

Wohlfahrt, der übrigens auch bei der 0:4-Schlappe gegen die Norweger in einem allerdings bedeutungslosen Testspiel am 11.2.2001 in La Manga (Spanien) im Tor stand, ist überzeugt, „dass uns nur zwei Topleistungen weiterbringen“. Der Einzug in die Gruppenphase wäre sensationell, für den Klub finanziell und für die Entwicklung der Spieler gut.

Austrias Europacup-Abschneiden gegen norwegische Klubs (alle vier Heimspiele gewonnen):
1978/79 (Meistercup/2. Runde): Lilleström SK
4:1 (18.10.78, Prater-Stadion, 24.00 Zuschauer); Tore: Gasselich (2), R. Sara, Schachner bzw. Dokken
0:0 (1.11.78, Osloer Ullevaal-Stadion, 5.600)
Gesamtscore 4:1 für FAK

1993/94 (Champions League Qualifikation/1. Runde): Rosenborg BK
1:3 (15.9.93, Trondheimer Lerkendal-Stadion, 9.600); Tore: Zsak (Elfer-Nachwuchs) bzw. Tangen (Elfer), Leonhardsen, Löken
4:1 (29.9.93, Horr-Stadion, 7.000 ); Tore: Narbekovas, Schmid, Zsak, Kogler bzw. Dahlum
Gesamtscore 5:4 für FAK

2005/06 (UEFA-Cup/1. Hauptrunde): Viking Stavanger
0:1 (15.9.05, Viking-Stadion, 5.000): Tor: Mumbo-Mumba
2:1 (29.9.05, Horr-Stadion, 5.800); Tore: Rushfeldt, Lasnik bzw. Nygaard
Gesamtscore 2:2, Auswärtstorregel entschied für Viking

2007/08 (UEFA-Cup/1. Hauptrunde): Vaalerenga IF Oslo
2:0 (20.9.07, Horr-Stadion, 5.500); Tore: Kuljic, Lasnik
2:2 (4.10.07, Ullevaal-Stadion, 3.800); Tore : Dos Santos, Holm bzw. Kuljic, Acimovic
Gesamtscore 4:2 für FAK

Rosenborg-Trainer Kare Ingebrigtsen (50) schickte am Sonntag in der nationalen Liga gegen Sogndal IL (3:1) folgende Mannschaft (4-4-3) aufs Feld: Kwarasey – Jonas Svensson, Björdal, Eyjolfsson, Skjelvik – Vihjalmsson, Gudi, Midtsjö (61. Stamneströ) – Rashani, Gytkjaer, Bakenga (46. Helland)

Geleitet wird das Spiel in Wien von einem Franzosen
Benoît Bastien wird die Partie pfeifen, der UEFA-Delegierte ist Paul Krähenbühl (Sui), Schiedsrichter-Beobachter ist Nikolai Levnikov (UKR).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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