Allgemeine News 09.08.2016, 10:41 Uhr

AUSTRIA BEKAM IM ERSTEN VKI-CHECK DIE NOTE „GUT“

Der FK Austria Wien zählt zu den Spitzenklubs in Österreich. Dass die Veilchen auch in Sachen Drumherum zum nationalen Spitzenfeld im Profifußball gehören, ist vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) dokumentiert worden.

Austria bekam im ersten VKI-Check die Note „Gut“

Die Veilchen erhielten in der Studie des 1961 gegründeten Unternehmens als einer von fünf Klubs die Note „Gut“ und 72 von 100 möglichen Punkten. Besser waren im Testzeitraum „Frühjahr 2016“ nur Meister RB Salzburg (96), Aufsteiger SKN St. Pölten (90) und Sturm Graz (86). Dieses Trio bekam jeweils ein „Sehr gut“.

Die Prognose der Prüfer für die nähere Zukunft könnte bei einem der nächsten Checks, die auf Eigeninitiative des unabhängigen VKI in Angriff genommen wird, dem Rekord-Cupsieger ebenfalls die Bestnote einbringen, wie Walter Hager, der VKI-Projektleiter, erklärt.

Experten-Prognose: „Neue Generali-Arena verspricht ein Sehr gut“

„Ich bin überzeugt davon, dass bei der Austria in der neuen Generali-Arena ab 2018/19 ein sehr gut herauskommen wird“, erklärte der Experte im Gespräch mit der Redaktion unserer Homepage www.fk-austria.at.
 
Beim Drumherum sei in der alten Generali-Arena alles gut gewesen. Was dort passiert sei, war bisher schon gut, es gebe nur ein paar Kleinigkeiten. „In den zwei Jahren im Happel-Stadion wird es jetzt ein bisschen schwierig werden, doch danach wird auch die Austria die Bestnote erreichen“, betont Hager.
 
In zwei Teilbereichen zählen die Veilchen schon jetzt zur Spitze. „Ganz besonders positiv aufgefallen ist uns dabei alles, was Social Media, Homepage etc. sowie die Tätigkeiten rund um die Familie und die Kinder im Stadion betrifft“, sagt Hager zu den Ergebnissen der Violetten.
 
Den größten Aufholbedarf sieht der Experte in der Sparte „Gastronomie“. Da könnte man seiner Meinung nach „noch ein wenig mehr machen und von anderen vielleicht ein bisschen etwas abschauen“. Nach VKI-Ansicht würde ein breiteres Sortiment sowie eine bessere Bewirtung der Gästefans guttun. „Der vergitterte Stand im alten Stadion ist da nicht ganz ideal gewesen“, bemerkte Hager.
 
Was die Verköstigung betrifft, hat die Austria schon ab dieser Saison einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Mit „Do & Co“ wurde einer der weltweit führenden Caterer gewonnen. „Das wird viel ausmachen. Die Leute nehmen das an, da bin ich sicher“, lobt der VKI-Projektleiter.
 
„Dass RB Salzburg Erster wurde, ist keine Überraschung, sehr wohl aber überrascht der Zweite SKN St. Pölten“, resümierte Hager das Studienresultat und fügte hinzu: „Die Situation der Vereine ist allgemein besser als ihr Ruf.“ Man wolle mit dem Check dazu beitragen, dass das Produkt Fußball in Österreich noch besser wird“, betont VKI-Geschäftsführer Rainer Spenger.
 
Der „Gesundheitscheck“ der rot-weiß-roten Profiklubs wurde in dieser Form vom VKI erstmals vorgenommen, es gibt nichts Vergleichbares in Europa. „Wir betraten damit Neuland und planen diesen Test in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Das würde Sinn machen“, kündigen Spenger und Hager unisono an.
 
Hager hatte in der Saison 2015/16 zwei Testmannschaften im Einsatz, die jeden Klub einen unangemeldeten, sechs bis sieben Stunden dauernden Besuch abstatteten und dabei fast 210 Kriterien untersuchten. „Die Tester haben sich vor, während und nach dem Spiel alles genau angeschaut“, sagt Hager.

Bundesliga-Vorstand Herovits: „Knapp die Hälfte positiv benotet!“

Der Test macht Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits stolz. „Fast die Hälfte der 20 Vereine ist mit sehr gut oder gut benotet worden“, freute er sich über den „völlig unabhängigem Test“, dessen Ergebnisse auch Auftrag sei, „Maßnahmen die wir setzen, noch besser zu kommunizieren.“
 
Ziel der Bundesliga ist es, bis 2020 einen Zuschauer-Schnitt von 10.000 pro Spiel zu erreichen. Die Klubs arbeiten derzeit hart daran, diese Vision durch verbesserte Infrastruktur in den Stadien Schritt für Schritt umzusetzen. „Dabei werden wir auch die VKI-Ergebnisse analysieren und in dem Prozess berücksichtigen“, sagt Herovits.
 
Der Check sei willkommen gewesen, dadurch sehe man, ob die Klubs auf dem richtigen Weg seien, meint der Liga-Funktionär. In den vergangenen drei Jahren wurden von den Vereinen insgesamt 150 Mio. Euro für Investitionen ihrer Stadien in die Hand genommen.

Service: Den ausführlichen Testbericht gibt es in der August-Ausgabe des Magazins „Konsument“ und online unter www.konsument.at/bundesliga082016.