Bundesliga 27.08.2016, 15:00 Uhr
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ALEX GRÜNWALD: „WIR WOLLEN IN RIED NACHLEGEN, ABER …“

Der 10er blickt auf Sonntag. Das Schlusslicht dürfe man nicht unterschätzen. Nach dem Ried-Match (19 Uhr) folgt eine zweiwöchige Verschnauf-Pause.

© Bildagentur Zolles KG Alex Grünwald: „Wir wollen in Ried nachlegen, aber …“

Nach unserem Spiel am Sonntag (19:00 Uhr) auswärts gegen Schlusslicht SV Ried legt die tipico-Bundesliga eine zweiwöchige Pause ein. Wegen des WM-Quali-Starts (Gruppe D) des ÖFB-Teams mit unserem Kapitän Robert Almer in Georgien (Tiflis, Montag/5.9., 18:00 Uhr MESZ) ist der FK Austria Wien erst wieder am 10.9. (Happel-Stadion, 18:30 Uhr) gegen den WAC im Einsatz.

„Natürlich wollen wir vorher in Ried in der Meisterschaft nachlegen“, lässt Alexander Grünwald keinen Zweifel über die violetten Ambitionen im Innviertel aufkeimen. Der Einzug in die Gruppenphase der UEFA Europa League in Trondheim gibt natürlich zusätzlich Selbstvertrauen. Er erwartet jedoch gegen das Schlusslicht, das bisher erst ein Tor (Peter Zulj) erzielt hat, das letztlich gegen Sturm Graz zu den einzigen Punkten (daheim 1:0) reichte, ein „sehr schwieriges Spiel“.

Schlusslicht wird „auf keinen Fall unterschätzt!“

Man wisse, dass es nicht einfach ist, dort zu gewinnen. „Wir werden die Innviertler auf keinen Fall unterschätzen“, betont Grünwald, der gegen Rosenborg BK in Wien und in Trondheim jeweils das erste Tor erzielte. Ziel der Austria in Ried ist es, in der Tabelle weiter aufzuholen. Die Fink-Truppe liegt nach dem Sturz von Spitzenreiter Altach (3:1) nur drei Punkte hinter dem Spitzenduo Sturm und Altach auf Rang fünf.

Deshalb war der Erfolg über die Vorarlberger nicht nur für den Kärntner überaus wichtig. „Wir wollten den Abstand zur Tabellenspitze verkürzen, den Abstand auf Sturm und Rapid gleich halten oder sogar reduzieren. Das ist gelungen“, war der offensive Mittelfeldspieler mit dem nationalen Erfolgserlebnis nach zuvor zwei schmerzhaften Niederlagen (1:4 im Derby und 1:3 in Graz) zufrieden.

Vor allem wenn man berücksichtigt, dass Trainer Thorsten Fink gegen die Altacher im Hinblick auf das erfolgreiche Europa-League-Play-off-Spiel in Trondheim am Donnerstag in der Startelf gleich auf sieben Positionen hatte rotieren lassen. Unser Sieg über Altach erfuhr durch SCR-Coach Damir Canadi im Sky-Interview an Bedeutung: „Das war die beste Saisonleistung über 90 Minuten, nur konnten wir sie nicht in Punkte ummünzen.“

Auf der anderen Seite zog man eine positive Zwischenbilanz. Das erste Ziel, im Herbst noch international dabei zu sein, wurde in Norwegen erreicht. Und man könne sagen, so Grünwald, unser Saisonstart in der Meisterschaft sei mit neun Punkten aus fünf Runden gelungen. „Er ist jedenfalls in Ordnung, weil die Punkteausbeute passt“, ergänzte unser „Zehner“ – und jetzt geht’s zum Schlusslicht.

Bundesliga-Pause gibt Zeit zum Verschnaufen

„Grüni“ und seine Kollegen sind froh, dass nach dem Ried-Auftritt und den vielen „englischen Wochen“ davor, Zeit zum Verschnaufen, zum Krafttanken ist. Das sei sehr wichtig, besonders psychisch, sagt er. „Die vergangenen Wochen waren wirklich sehr anstrengend – körperlich wie mental“, freut er sich auf die kommenden zwei Wochen.

„Wir hatten wenig frei, da ist es gut, dass man eventuell zwei oder drei Tage aus Wien wegkommt, ein bisschen abschalten kann, um dann wieder gestärkt zurückzukehren. Das werden sehr wichtige Tage für uns sein“, freut sich der Routinier nach bereits zwölf Pflichtspielen (9-0-3) seit 14. Juli.

Grünwald: „Fühle mich wieder voll fit“

Grünwald hat seine Rückenprobleme, die ihn in der Vorbereitung länger gebremst hatten, längst abgeschüttelt, er fühlt sich wieder voll fit. „Die drei Wochen, die ich im Training gefehlt habe, merkt man das eine oder andere Mal vielleicht am Schluss von einem Match. Aber ich komme von Tag zu Tag besser in Form. Mittlerweile bin ich von der körperlichen Fitness her wieder bei 100 Prozent.“

Vorausgesetzt Fink lässt in Ried nicht wieder rotieren, winkt dem Linksfuß sein bereits 193. Einsatz in der obersten heimischen Spielklasse. Bisher erzielte er 36 Tore (28 für die Austria, acht für Wr. Neustadt) und leistete zu 38 weiteren Treffern die Vorarbeit. 2015/16 brachte er es auf einen persönlichen Liga-Rekord (33 Spiele mit je neun Toren und Assists).

Vielleicht gelingt „Grüni“ nach seinen Erfolgserlebnissen gegen Rosenborg, am Sonntag gegen die Rieder der erste Scorer-Eintrag in der Meisterschaft 2016/17. Gegen die Oberösterreicher hat er insgesamt schon vier Treffer und fünf Assists zu Buche stehen. Er traf in den jüngsten zwei Begegnungen übrigens je einmal! Vielleicht schafft der Blondschopf nun den „Hattrick“. Das gute Omen: Gegen die Innviertler und die Mattersburger feierte er die meisten Pflichtspielsiege (je 14).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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