Profimannschaft 29.07.2016, 11:52 Uhr
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ROTPULLER: „MATTERSBURG GENAUSO WICHTIG WIE EUROPACUP!“

"Das Spiel am Sonntag ist genauso wichtig wie jenes am Donnerstag gegen Spartak Trnava war“, sagt Lukas Rutpuller vor der Heimpremiere des FK Austria Wien in der 2. Runde der tipico-Bundesliga gegen den SV Mattersburg.

© Bildagentur Zolles KG Rotpuller: „Mattersburg genauso wichtig wie Europacup!“

Die Violetten, die gegen die Burgenländer seit neun Liga-Spielen (8-1-0) ungeschlagen sind, wollen in der Meisterschaft den nächsten Schritt setzen. „Wir müssen Unseres abrufen, dann glaube ich, schaut es ganz gut für uns aus“, hofft unser Innenverteidiger gegen seine engeren Landsleute auf den zweiten Dreier im zweiten Liga-Spiel.

So „leicht“ wie im bisher letzten Treffen zwischen den zwei Klubs, das wir auswärts am 23.4.2016 klar 9:0 gewannen (höchster Sieg aller Klubs 2015/16), wird es diesmal nicht. „Nein! Von so etwas träumen wir nicht. Solche Resultate sind oft einmalig. Gegen die Mattersburger ist stets unangenehm zu spielen, sie sind physisch stark, werden uns alles abverlangen“, warnt „Luki“.

Austria-Burgenländer: „Müssen auf der Hut sein“

Da müsse die Austria richtig auf der Hut sein, betont er vor seinem voraussichtlichen 106. Liga-Einsatz (bisher je drei Tore und Assists). Vorige Saison schaffte der Eisenstädter einen persönlichen Rekord in der Meisterschaft (32 Einsätze/2/2). Ob er seine Bestleistung 2016/17 toppen kann, wird man sehen. Das hänge von der Entscheidung des Trainers ab.

Bilder vom Hinspiel gegen Trnava Bildagentur Zolles KG

„Das war zuletzt schon in Ordnung. Natürlich will man so oft wie möglich auf dem Platz stehen und spielen, doch müssen einerseits die gesundheitlichen Voraussetzungen gegeben sein und dazu die Leistungen passen“, sagt der 25-Jährige, der mit den Veilchen in diesem Spieljahr „so viel wie möglich“ erreichen möchte.
 
Genau Ziele wollte unser Abwehrchef nicht näher definieren, sie ergäben sich von selbst, wenn man versuche, das Beste herauszuholen. „Ich will mich nicht auf irgendetwas versteifen. Solche Dinge sind nicht ganz so wichtig. Ich glaube, man muss das Ganze seinen Lauf nehmen lassen“, ist unser Innenverteidiger zurückhaltend.
 
„Es wäre schön, würde der Weg von uns so weitergehen“, sagte Rotpuller nach den ersten vier Pflichtspielen (vier Siege und 13:2 Tore) bzw. nach dem 2:1-Auswärtssieg zum Auftakt der Meisterschaft am vorigen Sonntag in St. Pölten. Diese positive Zwischenbilanz ist auch ein Verdienst unserer defensiven Abteilung im Verbund.

„Luki“ über neuen Hairstyle und neuen Nebenmann

Sehr gut integriert hat sich dabei Rotpullers Nebenmann Petar Filipovic in der Innenverteidigung. „Er ist sehr zweikampfstark, ein Linksfuß, kann das Spiel von seiner Position sehr gut eröffnen. Das passt wirklich gut“, lobt der Burgenländer den im Sommer von der SV Ried verpflichteten Deutsch-Kroaten.
 
Neu ist nicht nur sein Abwehrpartner, sondern auch die gebändigte lange Haarpracht von „Luki“ auf dem Rasen. Neuerdings läuft er mit einem Zopf a la Ibrahimovic, Arnautovic und Co herum. Warum? „Im Sommer bei der Hitze ist es einfacher, damit die Haare nicht ins Gesicht fallen. Es ist angenehmer“, klärt er nach Proben im Training seinen Hairstyle auf.

Austrianer nahmen aus St. Pölten nicht nur drei Punkte mit

Zu den drei Punkten haben unsere Veilchen vom Liga-Start (zum fünften Mal in erster Runde ungeschlagen/4-1-0) in St. Pölten auch positive Eindrücke vom Stadion und der Atmosphäre mitgenommen. „Unsere Fans haben uns dort sehr unterstützt, es war top, wunderbar“, resümierte Rotpuller und fügte hinzu: „Ist es dann auch so bei uns, wäre das ein Vorteil.“
 
Unsere Anhänger in der NV-Arena der NÖ-Hauptstadt hatten bis zu 96. Minute warten müssen, ehe „Joker“ Ismael Tajouri-Shradi nach einem Aussetzer des SKN-Keepers zum 2:1 traf. „Im Großen und Ganzen war unsere Leistung in Ordnung, auch wenn das 2:1 glücklich war“, meinte Rotpuller. Man sei als Mannschaft sehr stabil gewesen, habe den Gegner lange Zeit unter Kontrolle gehabt.
 
Durch den Ausgleich aus einer Standardsituation fand der Aufsteiger dann wieder ins Spiel. „Da hätten wir besser aufpassen müssen. Okay, das ist so, das passiert manchmal“, hakte unser Abwehrmann das zweite Verlusttor der Saison schnell ab. Dass es vorher kein Eckball, wie der „Verursacher“ Christoph Martschinko versicherte, sondern ein Abstoß war, ist da nicht so relevant.
 
„Das sind Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters, die einmal so, einmal anders ausfallen. Fehler sind menschlich und fertig“, erklärte Rotpuller, der jetzt voll und ganz auf die nächste Aufgabe fokussiert ist. Gegen die Mattersburger, die zuletzt in Wien (20.2.2016) einen Punkt (2:2) entführt haben, ist „Luki“ ungeschlagen: Sechs Siege, ein Remis (1 Tor), davon zwei Erfolge mit der SV Ried (2011/12).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 19 44
2. FC Red Bull Salzburg 19 42
3. SK Rapid Wien 19 31
4. FC Flyeralarm Admira 19 28
5. LASK 19 26
6. CASHPOINT SCR Altach 19 25
7. FK Austria Wien 19 23
8. SV Mattersburg 19 18
9. RZ Pellets WAC 19 16
10. SKN St. Pölten 19 7
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