Profimannschaft 26.07.2016, 16:24 Uhr
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KAYODE ERWARTET SPARTAK STÄRKER ALS KUKESI

Der FK Austria Wien und Spartak Trnava haben ihre Generalprobe vor dem Hinspiel zur dritten Runde der UEFA-Europa-League-Qualifikation im Gleichschritt absolviert. Vor dem ersten Duell am Donnerstag (19:00 Uhr/live ORFeins) im Happel-Stadion gewannen beide Klubs in der nationalen Meisterschaft am Sonntag 2:1.

© Bildagentur Zolles KG Kayode erwartet Spartak stärker als Kukesi

Während sich unsere Veilchen in St. Pölten durchsetzten, drehten die Slowaken vor den Augen eines violetten „Beobachters“ im mit 6.200 Zuschauern besetzten eigenen Malatinskeho-Stadion gegen Dunajska Streda ein 0:1-Rückstand dank eines Elfers (33. Min) in ein 2:1 um.

Seit Montag werden unsere Veilchen im burgenländischen Trainingszentrum VIVA in Steinbrunn von Trainer Thorsten Fink und seinen Assistenten detailliert auf die Aufgabe vorbereitet. „Ich habe den Gegner vorher nicht gekannt, wusste nicht, wie er spielt“, bekannte unser Torjäger Larry Kayode ein.

Er schätzt jedenfalls den Vorjahrsvierten (16-6-11/49:41 Tore), der in der nationalen Titeljagd nach Runde zwei mit vier Punkten den dritten Tabellenplatz einnimmt, stärker ein als zuletzt den FK Kukesi. „Aber ich glaube auch, dass wir besser als die Slowaken sind, das wollen wir zeigen und sie schlagen“, sagt Kayode.

Mit Heimsieg wäre vieles leichter

„Wenn wir das erste Spiel gewinnen, dann wird das zweite Match etwas leichter für uns“, vermutet der Nigerianer. Dass die entscheidende zweite Partie in der Fremde steigt, wertet er als „maximal kleinen Nachteil“.

Man müsse vor eigenem Publikum hochkonzentriert ins Spiel gehen, um die Basis für den angestrebten Aufstieg ins Play-off (Auslosung 5.8/Spiele 18. und 25.8.) zu legen. „Ich werde alles versuchen, um der Mannschaft zu helfen. Das Beste wäre durch Tore“, so der 23-Jährige.

Jeder müsse für jeden kämpfen, das sei das Wichtigste. „Wir spielen guten Fußball. Wenn wir an die zuletzt gezeigten Leistungen anschließen, dann hoffe ich, gehen wir auch nach den ersten 90 Minuten gegen Spartak als Sieger vom Platz“, gibt sich Larry zuversichtlich.

Man darf gespannt sein, ob unserem pfeilschnellen Stürmer im fünften Pflichtspiel der Saison sein vierter Treffer gelingt. Das Visier hat er jedenfalls in St. Pölten mit der wichtigen 1:0-Führung durch sein fünftes Kopftor schon einmal eingestellt.

Rotpuller: „Chancen gegen Slowaken voll intakt“

Dass es in der NV-Arena ein violettes Happy-End in Minute 96 gab, erfreute alle im Hinblick auf Spartak. „Ein guter Liga-Start ist immer ganz wichtig, der bringt etwas Leichtigkeit in die Sache. Doch es geht immer weiter, das nächste Spiel ist immer das Wichtigste“, betont Abwehrchef Lukas Rotpuller. Er schätzt die Chancen gegen die Slowaken als „voll intakt“ ein und stuft Spartak „möglicherweise höher ein“ als die Albaner.

„Es liegt an unserer Leistung, die muss in erster Linie passen. Wir haben gut regeneriert und uns auf diese Aufgabe konzentriert. Es ist wieder etwas drinnen für uns“, meint der Burgenländer, der hofft, dass diesmal durch den frühen Beginn mehr Zuschauer als gegen Kukesi (4.312/21:05 Uhr) den Weg in den Prater finden werden.

„Das wäre wünschenswert, können wir aber nur mit Leistung und Siegen beeinflussen. Wir müssen den Fokus ganz auf unser Spiel richten. Wenn mehr kommen sollten, würde uns das sehr freuen“, sagt der Burgenländer, der mit der Austria nach dem Meistertitel im Herbst 2013 auch schon einmal in der Qualifikation zur Champions League zum Einsatz kam.

Das war in der dritten Runde gegen den isländischen Klub FH Hafnarfjördur (1:0 in Wien). In der „Millionenliga“ spielte er dann nicht. „Ich schaue nicht in die Vergangenheit, nur nach vorne. Man will immer spielen, seine Leistung abrufen können. Wenn das nicht so ist, muss man das wie damals akzeptieren“, gibt sich „Luki“ als Sportsmann.

Es ist für ihn keine Frage, dass man im Europacup so weit wie möglich kommen möchte. „Wenn ich mit der Austria erstmals in der Gruppenphase spielen könnte, wäre das schön“, lässt der Innenverteidiger mit dem Kämpferherzen wissen.

Kayode: Verspätet aus Urlaub zurück – und trotzdem voll da

Sieht man von unserem EM-Torhüter Robert Almer ab, der wegen der Einsätze in Frankreich länger frei hatte als alle anderen Austrianer, stieg Kayode wegen einer Erkrankung verspätet in die Vorbereitung ein. Ein Virus aus seinem Nigeria-Urlaub zwang ihn zum Pausieren. Und trotzdem ist er schon wieder der alte.

„Ich habe nach dem Virus intensiv geschuftet, war fleißig und voll engagiert“, erinnert er sich an die harte Zeit nach seiner Rückkehr aus Afrika. Der Aufwand hat sich gelohnt, wie man sieht. Obwohl er nur in den letzten drei von acht Testspielen (1 Tor gegen 1860 München) mitwirkte, ist „Larry“ in Form.

Das bewies er gleich im ersten Pflichtspiel der Saison, in dem er daheim gegen Kukesi das Goldtor zum 1:0-Sieg durch Filipe Pires auflegte. Danach folgte der Doppelpack im Rückspiel in Albanien und setzte sich zuletzt in St. Pölten fort. Vielleicht gelingt ihm am Donnerstag gegen Spartak sein nächster wieder Entscheidendes.

Zur Erinnerung: 2015/16, seiner ersten Saison in Wien, war Kayode hinter Alex Gorgon (19 Tore/8 Assists) Austrias zweitbester Liga-Torschütze (13/9). Er könne nicht zu 100 Prozent versprechen, ob er seine Marke übertreffen wird. „Ich weiß es nicht, das weiß nur Gott. Ich möchte der Mannschaft helfen“, meint der zweifache Familienvater.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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