Europacup 04.08.2016, 12:01 Uhr
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AUSTRIA KÄMPFT IN TRNAVA AUCH GEGEN STATISTIK

Wie zuletzt in der tipico Bundesliga gegen Mattersburg, als ein 0:1 in ein 3:1 gedreht wurde, möchte der FK Austria Wien am Donnerstag (18:30 Uhr) im Drittrunden-Rückspiel der UEFA Europa League auswärts gegen Spartak Trnava einen 0:1-Rückstand aufholen.

© Bildagentur Zolles KG Austria kämpft in Trnava auch gegen Statistik

Vor einer Woche im Hinspiel in Wien (Tor Tambe/46. Min.) hatten unsere Violetten viele Chancen vergeben. In der Slowakei müssen Tore her, ein Erfolg mit zwei Treffern Differenz würde zum Einzug ins Play-off, die letzte Hürde vor der Gruppenphase, bedeuten.

Im Europacup noch nie Hinspiel-Heimniederlage wettgemacht

Geht es nach der Statistik, dann darf man sich auf eine schwierige Aufgabe einstellen, wie ein Blick in die Europacup-Geschichte zeigt. Denn noch nie schafften unsere Mannschaften in K.o-Spielen den Aufstieg, wenn sie das Hinspiel daheim verloren hatten.
 
Steaua Bukarest (1967/68/Cupsieger) 0:2 (h),1:2 (a)
Dynamo Kiew (1969/70/Cupsieger) 1:2 (h),1:3 (a) und (1981/82/Meistercup) 0:1 (h),1:1 (a)
Dinamo Minsk (1995/96/UEFA-Cup) 1:2 (h),0:1 (a)
FC Porto (2002/02 UEFA-Cup) 0:1 (h),0:2 (a)
Olympique Marseille (2003/04 Champions League-Quali/3. Runde) 0:1 (h),0:0 (a)
Borussia Dortmund (2003/04/UEFA 1. Runde) 1:2 (h),0:1 (a)

Im Mitropacup allerdings einmal schon

Im Mitropacup ist es allerdings einmal geglückt. 1967/68  gab es nach einem 1:2 im Wiener Stadion gegen Atalanta dann in Bergamo einen 2:0-Erfolg und damit den Aufstieg in Runde zwei, in der allerdings Ujpest Dozsa (2:2 h, 1:4 a) eine zu hohe Hürde bedeutete.

Duell mit Kosice und Steaua als Vorbilder

Zwei Ergebnisse sollen aber auch nicht unerwähnt bleiben. Die Austria erreichte im Cupsiegerbewerb 1977/78 nach einem enttäuschenden 0:0 im Weststadion gegen Lok Kosice im Achtelfinale auswärts ein 1:1 (Tor Morales) und eliminierte damit zum ersten Mal im Europacup einen Klub aus der Slowakei, dem 2005/06 im UEFA-Cup mit MSK Zilina (2:1 a,2:2 h) noch ein weiterer folgen sollte. Dass damals unsere Violetten bis ins Pariser Endspiel marschierten, sei auch noch in Erinnerung gerufen.     
 
Spartak Trnava schließlich kassierte in der Europa-League-Qualifikation 2012/13, ebenfalls in Runde drei, nach einem 1:0-Sieg in Bukarest im folgenden Heimspiel gegen Steaua am 9. August eine 0:3-Schlappe. Übrigens noch mit dem aktuellen Trainer Miroslav Kahan als Spieler. Der 107-fache slowakische Internationale (40), einst auch Profi bei Betis Sevilla, Besiktas (er bestritt für die Türken fünf Champions League-Spiele), Mainz und Wolfsburg, ist in dieser Saison mit seinem Team in acht Pflichtspielen (5-3-0) noch ungeschlagen. In fünf EL-Quali-Spielen (4-1-0) und drei Meisterschaftstreffen (1-2-0).

Trnava 1:1 in Ruzomberok, aber in 8 Pflichtspielen unbesiegt 

Am Sonntag trennte sich Spartak in Runde drei der nationalen Meisterschaft auswärts von MFK Ruzomberok 1:1. Jirka brachte die Gäste in der 31. Minute in Führung, Chrien gelang aber schon acht Minuten später für die Hausherren der Ausgleich. Mit fünf Punkten fehlen Trnava zwei Zähler auf den aktuellen Spitzenreiter Zilina.

Priorität hat derzeit die Europa League

Der Fokus der Mannschaft aus der Universitätsstadt 55 km nördlich von Bratislava ist derzeit aber voll auf die Europa League gerichtet. Rund 15.000 Tickets sollen für das Rückspiel bereits verkauft sein. Das Stadion wurde nach Anton Malatinsky benannt.

Malatinsky arbeitete als Trainer auch in Österreich – drei Saisonen von 1968 bis 1971 bei der Admira (Ränge 8, 10, 7 bei 15 bzw. 16 Klubs), später beim SC Eisenstadt (81/82) und in St. Pölten (84/85), die jedoch nicht erstklassig waren.

Spartak spielte in Ruzomberok mit folgender Mannschaft:
Jakubech – Godal, Gressak, Hladik, Conka – Eder (46. Bello), Oravec – Gagnon (52. Schranz), Kostal (68. Halilovic), Jirka – Yao

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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