Profimannschaft 01.07.2016, 09:59 Uhr

AUSTRIA-BRASILIANER PIRES SETZT SICH HOHE ZIELE

Der FK Austria Wien kann jetzt von sich sagen, aller guten Dinge sind drei! Denn zu Lucas Venuto und Ronivaldo hat Österreichs Rekordcupsieger mit Felipe Pires einen dritten Brasilianer in seinen Kader geholt. Das Trio ist seit dieser Woche im Trainingszentrum VIVA in Steinbrunn vereint.

Austria-Brasilianer Pires setzt sich hohe Ziele

„Dass ich mich jetzt mit zwei Landsleuten in meiner Muttersprache portugiesisch unterhalten kann, freut mich und ist sicher für uns alle nicht schlecht“, strahlt der 21-Jährige, der mit vollem Namen Felipe Augusto Rodrigues Pires heißt, nach den ersten gemeinsamen Arbeitstagen im sonnigen Burgenland.

Der neue Brasilianer, der sechs Brüder hat, von denen aber nur einer ebenfalls kickt, hat aber von allen Veilchen einen überaus positiven Eindruck gewonnen. „Das Kennenlernen der Mannschaft von Cheftrainer Thorsten Fink und allen Betreuern war ein sehr gutes Gefühl“, sagte Felipe, den sie „Piris“ rufen.

Mit den Violetten möchte der Neue sehr viel erreichen. „Ich will mit dem Klub Meister werden, den nationalen Cup gewinnen und die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League schaffen – alles, was möglich ist“, hofft Felipe nach dem dritten Liga-Platz der Austria im heurigen Mai.

21-Jähriger traut Austria besseres Abschneiden als 2015/16 zu
Er glaubt, dass die Mannschaft in der Meisterschaft noch besser abschneiden kann als zuletzt. „Es wird im Kampf um den Titel enger werden“, meint Pires und liegt damit auf einer Linie mit Fink, der in seinem zweiten Jahr als Austria-Trainer vor dem Stadtrivalen landen will und Meister RB Salzburg ärgern möchte, sollte dieser schwächeln.

Dazu könnte natürlich auch Pires seinen Beitrag leisten. „Ich bin technisch stark, ich bin ja ein Brasilianer“, behauptet der Rechtsfuß mit einem Augenzwinkern und Lächeln, um gleich ernst zu sein: „Ich habe einen guten Charakter, arbeite immer, versuche, wenig Fehler zu machen, bin intelligent wie Venuto und ein schneller Spieler.“

Pires möchte sich mit Gorgen nicht vergleichen
„Wir sind zwei unterschiedliche Spielertypen, die man nicht miteinander vergleichen kann. Er ist mehr ein Flügelspieler, ich mehr Stürmer, der auch auf der Zehner-Position eingesetzt werden kann“, erklärt der am 18. April 1995 in Sao Paulo, Geborene über einen möglichen Vergleich mit Alex Gorgon. Daher auch seine Rückennummer 95, abgeleitet vom Geburtsjahr.

Offensiv-Geist bringt Europacup-Erfahrung mit
Eines haben Pires und Gorgon schon gemeinsam, beide haben bereits im Europacup gespielt. Der Südamerikaner als „Bulle“ im Sommer 2015 gegen Malmö FF in der Champions League-Qualifikation (heim 2:0, auswärts 0:3) insgesamt 117 Minuten und im Februar 2015 in der Europa League gegen Villarreal FC (1:2 a, 1:3 h) insgesamt 70 Minuten.

„Das ist natürlich ein Vorteil. Ich weiß wie schwer es ist, international zu bestehen. Trotzdem glaube ich fest daran, dass die Austria nach zwei Jahren wieder die Gruppenphase erreichen wird. Die Europa League ist gut für junge Spieler, die ganze Mannschaft, den Klub und natürlich unsere Fans“, sagt Pires vor dem Zweitrunden-Quali-Hinspiel am 14. Juli im Happel-Stadion (gegen FK Kukesi/Albanien oder FK Rudar Pljevlja/Montenegro).

Der 1,78 m große und 68 kg schwere Legionär, der gut Deutsch spricht und seinen Landsmann Ronaldinho als Vorbild nennt, hat über RB Brasil den Weg nach Europa gefunden. Hier kam er über RB Leipzig nach Österreich (FC Liefering, RB Salzburg). Seit August 2015 gehört er TSV 1899 Hoffenheim, spielte zuletzt – wie nun auch für die Austria – auf Leihbasis beim FSV Frankfurt in der 2. deutschen Liga.

„Wien ist die beste Stadt!“
Jetzt zog es den Offensivspieler wieder nach Österreich zurück, wo er sich sichtlich wohlfühlt. „Die Mentalität der Menschen gefällt mir hier, das Essen ist ebenfalls gut und Wien ist die beste Stadt“, sagt er über sein neues Umfeld.

Seine Freizeit verbringt er meist mit Venuto, mit dem er zu Salzburger und Lieferinger Zeiten eine Wohngemeinschaft bildete. Am liebsten spiele er PlayStation mit seinem Freund .„Ich bin da sehr stark, gegen Lucas gewinne ich immer“, behauptet Pires, der auch gerne Videos von Neymar, Ronaldinho, Messi usw. anschaut, selbstbewusst.

Vor Viertelfinale: „Frankreich oder Italien holt EM-Titel“
Dieser Tage steht natürlich auch die EM in Frankreich auf dem Programm. Auf die Frage vor dem Viertelfinale, wer den Titel holen werde, antwortet Felipe: „Die Franzosen oder die Italiener. Die Gastgeber sind in den vergangenen fünf Jahren immer stärker geworden und die Squadra Azzurra hat gegen Spanien das beste Spiel gemacht, das ich je von ihr gesehen habe!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 20 44
2. FC Red Bull Salzburg 20 43
3. SK Rapid Wien 20 34
4. FC Flyeralarm Admira 20 31
5. LASK 20 27
6. FK Austria Wien 20 26
7. CASHPOINT SCR Altach 20 25
8. SV Mattersburg 20 21
9. RZ Pellets WAC 20 16
10. SKN St. Pölten 20 7
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