Profimannschaft 10.05.2016, 08:54 Uhr
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IN RIED "DIE SACHE ERLEDIGEN"

Der FK Austria Wien nimmt etwaige Gratulation zum Erreichen des dritten Tabellenplatzes nicht an. Obwohl wir je sechs Punkte Vorsprung auf den neuen Vierten Sturm Graz und Admira Wacker sowie das bessere Torverhältnis aufweisen, ist vor den letzten zwei Spielen der tipico-Bundesliga rechnerisch noch nichts fix.

© Bildagentur Zolles KG In Ried "die Sache erledigen"

„Ganz durch sind wir noch nicht, daher wollen wir auf jeden Fall zumindest einen Zähler aus dem Innviertel mitnehmen, wenn möglich gewinnen – erst dann ist die Sache erledigt“, sagt Rechtsverteidiger Fabian Koch vor der 35. Runde am Mittwoch (20:30 Uhr) in der Keine-Sorgen-Arena gegen Ried und fordert vollste Konzentration.

„Wir werden auf Sieg spielen. Wir gehen das Spiel gleich wie immer an. Wir wollen viel in Ballbesitz sein, uns Chancen erspielen und schauen, dass wir wenige Konter zulassen“, skizziert der Tiroler die violette Marschroute gegen die „Wikinger“.

Die Austria geht jedenfalls mit gesundem Selbstvertrauen nach dem Erfolg zuletzt gegen Admira Wacker (3:1) an die Aufgabe heran. Um den Fokus voll auf den Gegner zu richten und Vollgas geben zu können, gab Trainer Thorsten Fink seinen Schützlingen kurzfristig am Montag frei.

Rieds Klassenerhalt ist gesichert

Der Gegner hatte zuletzt vor eigenem Publikum vier Zu-Null-Siege (5:0) - das 2:0 am Samstag gegen Grödig bedeutete den Klassenerhalt! „Nachdem für die Rieder damit der Druck weggefallen ist, können sie befreit aufspielen“, glaubt Koch, der beim 3:1 gegen die Admira erstmals seit dem Derby (0:1 am 18.4.) durchgespielt hat.

„Wir haben ganz gut gespielt, nach der Pause haben wir den Gegner zu wenige Chancen kommen lassen. Das Gegentor zum 1:2 fiel nach einem Eckball, das kann leider immer passieren. Gott sei Dank haben wir gleich danach das 3:1 gemacht.“

Es wäre schon eine große Erleichterung gewesen, weil man sich für diese Spiel viel vorgenommen habe. „Wir wollten es unbedingt gewinnen, egal wie. Das war schon ein sehr großer Schritt“, gab Koch zu, dass allen ein riesiger Stein vom violetten Herzen gefallen ist. Jetzt ist noch ein weiteres Stück des Weges zu absolvieren.

Vielleicht wieder mit Koch, der beim 3:1-Heimsieg gegen die Rieder am 5. März das wichtige Tor zum Endstand durch Larry Kayode vorbereitet hatte? „Das war damals aber mehr ein ungewollter Assist“, erinnert sich der Rechtsfuß, der gegen die Oberösterreicher am 12.2.2011 (1:0) erstmals auf der Austria-Bank saß.

96. Liga-Einsatz für Koch

Gegen die „Wikinger“ weist Koch eine positive Bilanz mit der Austria auf: In elf Spielen mit Fabian auf dem Rasen gab es je fünf Siege und Remis, die einzige Niederlage war das 2:4 am 29.112015. An Motivation mangelt es dem Abwehrmann mit der Rückennummer 30 jedenfalls sicher nicht.

Jens Stryger Larsen, der wegen der Entfernung eines Weisheitszahns und einer damit verbundenen starken Schwellung Ende voriger Woche gegen die Admira passen musste, geht es inzwischen wieder besser. Der Däne hat auch schon wieder mittrainiert. Ob es aber schon zu einem Einsatz reicht, ist noch offen.

Sollte abermals Koch aufgeboten werden, wäre es für den zweifachen Meister (2010 mit Wacker Innsbruck Erste Liga und Austria 2013) der 96. Liga-Einsatz (bisher 4 Tore/6 Assists) im Austria-Trikot.

Den Unterschied zwischen der tollen Ausbeute im Herbst, der uns den „Halbzeittitel“ bescherte, und dem meist von schwankenden Resultaten begleiteten im Frühjahr erklärt sich so: „Vielleicht hat uns in der einen oder anderen Situation manchmal auch das Glück gefehlt.“

Wo man zum Schluss noch ein Tor habe hinnehmen müssen oder eben keines erzielt habe, in Partien, in denen man eigentlich besser gewesen wäre. „In der Hinrunde haben wir eben auch Glück gehabt und vielleicht gar nicht besser gespielt, aber einfach die Partie und den Vorsprung über die Zeit gebracht“, meint Koch.

Doch nur Göttin Fortuna wird es wahrscheinlich auch nicht gewesen sein. „Wenn man mal in einen solchen Lauf reinkommt, den wir im Herbst gehabt haben, dann ist immer alles leichter. Ich sehe nicht, dass unsere Leistungen brutal geschwankt hätten, von den Ergebnissen ist das leider eher der Fall“, bemerkte Koch.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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