Profimannschaft 13.05.2016, 11:14 Uhr

GORGON-VERSPRECHEN AN FANS: „WERDEN NOCHMALS ALLES GEBEN!“

Für das letzte Heimspiel vor dem zweijährigen Ausbau der Generali-Arena hat Alexander Gorgon ein Versprechen für die Fans des FK Austria Wien abgegeben. „Wir wollen uns so verabschieden, wie es sich gehört: Mit einem Sieg“, sagt der Wiener vor der 36. Runde der tipico-Bundesliga am Sonntag (17:30 Uhr) gegen SK Sturm Graz.

Gorgon-Versprechen an Fans: „Werden nochmals alles geben!“

Die Veilchen, die am Mittwoch mit dem mit Abstand höchsten Sieg ihrer Geschichte in Ried (5:0) den dritten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation ins Trockene brachten, werden „nochmals alles raushauen vor dem Urlaub“, wie es „Gogo“ formuliert. Schließlich gehe es für jeden auch um Stolz und Ehre.

„Wir wollen alle mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause starten.“ Gerade gegen den SK Sturm, der im Fernduell mit Admira Wacker noch um den vierten Platz unbedingt einen Sieg benötigt, hat die Austria in den vergangenen Jahren ja nicht so viele Siege (nur einen in den jüngsten neun Spielen/1-4-4) gefeiert.

Die Erleichterung, dass Rang drei schon in Ried fixiert wurde, ist im Austria-Lager überall riesig und spürbar. „Dass es wirklich so souverän werden würde, hätten wir uns nicht gedacht. Dafür sind wir nun umso stolzer auf diese Leistung“, sagt „Gogo“.

Gorgon ist froh, dass diesmal das Gewinnen-Müssen in der letzten Runde gegen Sturm nicht auf der Austria lastet wie das 2012 und 2014 der Fall war. Damals hatten wir jeweils den dritten Platz und den Europacup-Startplatz verpasst. „Wir wollten uns ein weiteres solches Finale ersparen“, gesteht der 27-Jährige.

Hätte sich zum dritten Mal so eine ultimative Steirer-Hürde im „Kampf um Europa“ aufgebaut, wäre der Offensivgeist trotzdem davon überzeugt gewesen, dass diese auch überwunden worden wäre. So wie es jetzt ist, ist es natürlich allen lieber, gestand der Torjäger, der mit seinem sechsten Saison-Doppelpack in Ried beigetragen hat, dass alles schon entschieden ist.

Der Aufholbedarf in der Statistik gegen die Grazer bestätigt Gorgons Gefühl, dass die Austria gegen diesen Gegner oft sehr gute Spiele gemacht, aber dabei eben nichts Zählbares herausgeschaut hat. Das soll zu Pfingsten anders werden, auch mit Hilfe des derzeit blendend aufgelegten Alex. Obwohl dieser in seinen 17 Spielen gegen die Grazer (3-7-7) erst einmal traf.

Er freue sich bereits auf die Partie, denn er habe im letzten Spiel noch etwas vor, kündigt er an und macht daraus überhaupt kein Geheimnis. Als Angriff auf den in der Schützenliste mit zwei Toren Vorsprung auf ihn an der Spitze liegenden Jonatan Soriano (RB Salzburg) wollte es der Austrianer, der seine Saisonbestmarke schon um neun Goals übertroffen hat, jedoch nicht bezeichnen.

„Es wäre eine schöne Geschichte, wenn ich als Mittelfeldspieler mit Jonny gleichziehen könnte“, sagt unser Eigengewächs. Gelingt es „Gogo“ den verletzten Spanier, einzuholen, dann wäre er nach Jacob Jantscher und Steffen Hofmann der erst dritte Mittelfeldspieler, der sich Schützenkönig der Bundesliga nennen darf.

Derzeit hält unser Eigengewächs bei 19 Treffern (davon sechs Doppelpacks/insgesamt elf). An eine solche Ausbeute hätte er nie zu denken gewagt. „Es hat sich plötzlich sehr vieles ergeben oder Larry (Anmerk.: Kayode) hat viele Elfer herausgeholt, die ich verwandelt habe. Mein langjähriger, guter Freund, der Grüni (Grünwald), hat mir oft genug bei Toren attestiert“, dankt unser Nummer 20.

In dieser Saison, die im Sommer 2015 mit einem Umbruch der Mannschaft begonnen hat, wäre letztlich eben doch sehr vieles richtig gelaufen – mannschaftlich gesehen und für einzelne auch, resümiert Gorgon, der in Ried verriet, dass er nach dem Sturm-Spiel den FK Austria Wien in Richtung Ausland verlassen werde.

Bevor die Saison zu Ende ist, möchte er noch Taten auf dem Rasen gegen Sturm sprechen lassen. „Wir können befreit ins Spiel gehen. Ohne Druck können Sachen gelingen, die normaler Weise nicht so funktionieren“, hofft der zweifache Familienvater und sieht den Gegner unter Zugzwang. „Die Grazer müssen gewinnen, um im Kampf um Platz vier noch eine Chance zu haben, dadurch könnten für uns vielleicht mehr Räume vorhanden sein.”

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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