Profimannschaft 21.04.2016, 10:44 Uhr

STARKE ERSTE CUP-HÄLFTE INS LIGA-FINISH MITNEHMEN

Nach einem ansehnlichen Fight um den Einzug ins 81. ÖFB-Samsung-Cup-Finale hat es der FK Austria Wien gegen Favorit RB Salzburg leider nicht geschafft, zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren das Endspiel zu erreichen. Nach einer 1:0-Führung zur Pause schieden die Veilchen am Mittwochabend in der Festspielstadt mit 2:5 (1:0) aus.

Starke erste Cup-Hälfte ins Liga-Finish mitnehmen

Das Resümee von Thorsten Fink brachte es auf den Punkt. „In der ersten Hälfte waren wir besser. In der zweiten Hälfte war Red Bull ganz klar besser, hat das Tempo erhöht und letztlich verdient gewonnen“, sagte der Deutsche und fügte an: Dann habe man die Power und Qualität des Gegners gesehen.

Vor der Pause präsentierte sich der in der Startelf gegenüber dem Derby (0:1) an fünf Positionen veränderte Rekordcupsieger (27 Trophäen) stark verbessert. Da waren Grünwald, Holzhauser und Co mutig, aktiv, aggressiv, leidenschaftlich, kämpferisch und auch spielerisch da. Wir waren gut auf die Aufgabe und den Gegner eingestellt gewesen.

Erstes Tor nach 398 torloses Minuten durch Venuto
Unser erster Treffer nach insgesamt 398 torlosen Minuten durch Lucas Venuto brachte die verdiente 1:0-Pausenführung und vorübergehend Stabilität. „Nach dem Wechsel haben wir uns dann zu sehr rein drängen lassen. Wir haben nicht mehr dagegenhalten, nicht zulegen können“, erklärte Fink den Rückfall in den zweiten 45 Minuten.

Anders als der Gegner hatten die Violetten nach dem Sonntag-Derby einen Tag weniger zur Regeneration auf den Cup-Schlager gehabt. „Wir haben in der ersten Hälfte alles gegeben, was wir können gegen diese starke Mannschaft. Wenn man das durchhalten könnte, dann wäre das eine tolle Sache“, meinte Fink.

Der frühere Bayern-Spieler erklärte, dass seine Truppe das 2:0 erzielen und nach pressen habe wollen, aber die Salzburger wären dann zu präsent gewesen. Der Ausgleich und die 2:1-Führung nach einem abgefälschten Stanglpass kurz nach dem Wechsel innerhalb von nicht einmal drei Minuten leiteten die Wende zugunsten der Hausherren ein.

Auf die Frage, ob er seiner Mannschaft in dieser Phase etwas vorwerfen könne, beantwortete unser Trainer so: „Natürlich kann ich ihr etwas vorwerfen: dass sie nicht weitergemacht hat in der zweiten Hälfte, dass die Tore zu leicht gefallen sind und auch Venuto vor dem 1:2 zu leicht gefallen ist. „Da kann er auch stehenbleiben.“

Ex-Veilchen Ulmer lobte Austria
Andreas Ulmer, der sich gegen den Brasilianer an der Mittellinie durchsetzte und unwiderstehlich, weil unbehindert in den Strafraum gelaufen war und das 2:1 (60.) erzielt hatte, sprach den Verlieren tröstende Wort zu. Das tut für das enge Liga-Finish im Kampf um Rang den den Köpfen gut.

„In der ersten Hälfte“, meinte der Verteidiger mit violetter Vergangenheit, „hat man gesehen, wie gut die Austrianer spielen können, welche gute Mannschaft sie sind. Da war es richtig schwer. Nach der Pause haben wir zwei schnelle Tore gemacht und sind richtig ins Laufen gekommen.“

Am Samstag (16:00 Uhr) zum Auftakt der 32. Liga-Runde in Mattersburg sollten wir das Positive aus dem Cup-Auftritt mitnehmen. „Die Austria hat eine Hälfte lang super verteidigt, ist in Führung gegangen, hat spielerisch etwas geboten. Das hat sie nach dem Ausgleich leider nicht mehr bringen können“, sagte unser Jahrhundertspieler Herbert Prohaska als ORF-TV-Experte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 11 25
2. FC Red Bull Salzburg 11 24
3. SK Rapid Wien 11 19
4. FK Austria Wien 11 18
5. FC Flyeralarm Admira 11 17
6. LASK 11 13
7. CASHPOINT SCR Altach 11 13
8. RZ Pellets WAC 11 12
9. SV Mattersburg 11 7
10. SKN St. Pölten 11 2
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