ÖFB-Cup 19.04.2016, 12:59 Uhr
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FINALPAARUNG 2015 HEUER ALS SEMIFINAL-HIT

Nach dem 317. Wiener Derby ist für den FK Austria Wien vor dem nächsten Schlager! Zu einer Neuauflage der Klagenfurter Endspiel-Paarung 2015 kommt es heuer schon in der Vorschlussrunde des ÖFB-Samsung-Cups. Der Rekordcupsieger gastiert am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) in Wals-Siezenheim beim Cupholder RB Salzburg.

© Bildagentur Zolles KG Finalpaarung 2015 heuer als Semifinal-Hit

Das 81. Finale steigt am 19. Mai (20:30 Uhr) im Klagenfurter Wörthersee-Stadion. Dort mussten sich unsere Veilchen am 3. Juni 2015 vor den Augen ihres neuen Trainers Thorsten Fink 0:2 (0:0), damals noch auf der Tribüne, nach Verlängerung geschlagen geben.

Unsere Veilchen reisen trotz des 0:1 im Derby nicht ohne Zuversicht gen Westen. Auf dem Papier ist zwar der Tabellenführer der tipico Bundesliga Favorit, aber im Gegensatz zur Meisterschaft ist in einem Match vieles möglich. „Es ist zwar das schwierigste Los, aber das passt mir“, sagt Alex Grünwald, der gegen die „Bullen“ in der Liga schon sechsmal getroffen hat.

„Wenn man ins Finale will, muss man jeden schlagen“

Bilder des Viertelfinales vs. LASK Bildagentur Zolles KG

Der Kärntner spricht für viele Violette, wenn er meint: Wenn man ins Finale einziehen und dort gewinnen wolle, dann müsse man ohnehin jeden Gegner schlagen. „Ob im vermeintlichen Finale oder jetzt, ist egal“, erklärt unser Mittelfeldspieler, der glaubt, dass es „sicher ein interessantes Match“ in der englischen Woche wird.

David de Paula, der am Dienstag nach wie vor krankheitsbedingt fehlte, ist der Meinung, dass man in einem Cup-Spiel „immer eine 50:50-Chance“ besitzt. „Natürlich sind die Salzburger sehr stark und haben Heimvorteil. Doch wir wollen auch ins Finale und dann den Pokal gewinnen. Wir werden dafür alles geben“, verspricht unser spanischer Legionär violetten Kampfgeist bis zum Umfallen.

Für Lukas Rotpuller, der am Sonntag im Derby im Happel-Stadion sein 100. Ligaspiel (insgesamt drei Tore erzielt) bestritt, sind Meisterschaft und Pokal ebenfalls zwei verschiedene Paar Schuhe. „Es ist meistens ein komplett anderes Spiel, es kann über 120 Minuten und auch ins Elferschießen gehen“, sagt unser Kämpfer aus Leidenschaft, der diesmal auf ein Happyend hofft.

Friesenbichler mit guten Erinnerung gegen RBS

Der Cup hat seine eigenen Gesetze, auch wenn es auswärts gegen die teuerste Mannschaft von Österreich geht. Kevin Friesenbichler

Bei Kevin Friesenbichler, mit fünf Treffern und einem Assist in drei Partien unser bester Cup-Torschütze dieser Saison, werden positive Gedanken wach. Am 7. November 2015 in der 71. Minute eingewechselt, erzielte er in Minute 79 gegen die Salzburger in der Generali-Arena den umjubelten Ausgleich zum 1:1 (0:1) und einen gewonnen Punkt.

„Der Cup hat seine eigenen Gesetze, auch wenn es auswärts gegen die teuerste Mannschaft von Österreich geht. Es wird natürlich nicht leicht, aber wir werden alles versuchen, um auch dort zu siegen, weil wir den Cup unbedingt gewinnen wollen“, kündigt der Steirer an, der dem Verein zum 28. Pokal-Streich, den ersten seit 2009, verhelfen möchte.

Dominik Prokop, der kürzlich beim 0:2 daheim gegen SV Grödig sein Debüt in der Bundesliga gegeben hat, stimmt in die allgemeine violette Zuversicht mit ein. „Ich sehe sicherlich eine gute Chance für uns. Wir haben eine gute Mannschaft, im Cup ist in einem Spiel alles möglich“, nimmt der Wiener eine Anleihe beim „Lotto“-Werbespruch.

Er glaubt, dass das Team, das die bessere Tagesverfassung habe und den Sieg mehr wolle, gewinnt. „Ich hoffe, das wir das sind und das Finale erreichen“, hält der Offensiv-Youngster eine erfolgreiche Revanche für die Niederlage im Mai 2015 beziehungsweise eine Überraschung seiner Austria für nicht unmöglich.

Die Endspiel-Neuauflage zwischen dem aktuellen Tabellenführer und dem Dritten, der besten Heim- mit der besten Auswärtself der Liga, ist erst das zweite Pokal-Duell der zwei Klubs, seit Mäzen Dietrich Mateschitz die Salzburger 2005 übernommen hat. Die „Bullen“ sind aktuell seit 16 Partien en suite in nationalen K.o.-Duellen erfolgreich.

Jungveilchen gegen Favoriten im Cup schon zweimal siegreich!

Der dreifache Cupgewinner hat im Pokal mit Veilchen jedoch auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Unsere Amateure haben nämlich gleich zweimal vorgemacht, wie man den Favoriten auf die Hörner nimmt und ihn sensationell aus dem Bewerb wirft.

2005/06, in der Premieren-Saison der „Bullen-Ära“, schlugen unsere Jungveilchen, die damals unter dem jetzigen SKN-Trainer Karl Daxbacher in der Ersten Liga spielten, den prominenten Gegner in Runde zwei 1:0. Und drei Jahre später wiederholten sie unter dem aktuellen ÖFB-Teamchef-Assistenten Thomas Janeschitz im Achtelfinale auswärts durch ein 2:1 das Kunststück.