Profimannschaft 29.04.2016, 10:45 Uhr
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VENUTO WIRFT DIE TORMASCHINE AN

Die Fußballwelt der Veilchen sieht wieder freundlicher aus. Das 9:0 vor einer Woche in Mattersburg hat dem FK Austria Wien neues Selbstvertrauen verliehen. Ein solches wird für die nächste Aufgabe notwendig sein, gastiert doch am Sonntag (16:30 Uhr) zum Ausklang der 33. Runde der tipico-Bundesliga mit RB Salzburg der Tabellenführer in der Generali-Arena.

© Bildagentur Zolles KG Venuto wirft die Tormaschine an

ollen die Violetten dem Favoriten, gegen den wir zuletzt am 21.September 2014 in Salzburg (3:2) gewonnen haben, ein Bein stellen, müssen wir zumindest ein Tor erzielen. Diesbezüglich haben wir im Burgenland ja schon einmal erfolgreich geübt. Dabei haben erfreulicherweise alle sechs, dort eingesetzten Offensivspieler ins Schwarze getroffen!

Einer von diesem Sextett war Lucas Venuto, der in der 87. Minute nach Vorarbeit von Larry Kayode das 7:0 erzielte. „Das war auch für mich sehr wichtig, weil ich hart dafür gearbeitet habe, um das zu schaffen“, sagt der Brasilianer nach seinem ersten violetten Ligator.

„Will auf diesem Weg weitermachen“

Bilder des 9:0 in Mattersburg Bildagentur Zolles KG

Es dauere in der Regel einige Zeit, bis man seine Kollegen so richtig kennenlernt und man wisse, was der Trainer von einem will, betonte der 21-jährige Flügelflitzer, der Gott dankt, dass ihm der Knoten vor dem Tor geplatzt ist. „Jetzt will ich auf diesem Weg weitermachen“, kündigte der gläubige Lucas („Gott habe ich viel zu verdanken“) weitere Taten an.

Der erst im Jänner vom SV Grödig an den Verteilerkreis gekommene Wirbelwind ist überzeugt, dass der Kantersieg für alle Spieler „gut“ war, er der Mannschaft einen Schub für die letzten vier Runden der Meisterschaft geben könnte. „Wir haben nicht nur viele Tore erzielt, sondern auch stark gespielt. So müssen wir weiterspielen“, betont Venuto.

Für ihn selbst und auch für die meisten Mitspieler war das Torfestival besonders. „Ich habe noch nie in meiner Karriere 9:0 gewonnen“, so Venuto, der sich auf das erste Heimspiel seit dem 0:2 am 9. April gegen Grödig freut. Und was können unsere Fans von dem Hit erwarten? „Dass wir unser Bestes geben werden!“

„Salzburg zu schlagen, ist nicht einfach, aber möglich“

Elf Tage zuvor haben wir uns den „Bullen“ im ÖFB-Samsung-Cup-Semifinale 2:5 geschlagen geben müssen, aber vor der Pause eine gute Leistung geboten und durch einen schnellen Treffer von Venuto bis nach der Pause 1:0 geführt. „Die Salzburger zu schlagen, ist auch bei uns daheim nicht so einfach, das ist ein starker Gegner“, sagt der Südamerikaner.

„Aber wir wissen auch, dass es möglich ist, sie zu bezwingen. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute alles probieren, aggressiv spielen, die Zweikämpfe annehmen und permanent lästig sein“, zählt der Rechtsfuß einige Faktoren auf, die für eine Überraschung gegen den Titelverteidiger notwendig sein werden.

Vor dem Treffen mit den Mozartstädtern weist die Austria als Tabellendritter fünf Punkte Vorsprung auf Sturm Graz und sechs auf Admira Wacker auf. „Wir werden diesen dritten Platz nicht mehr aus der Hand geben, wir wollen unbedingt unser Ziel erreichen. Wir werden in den restlichen Spielen alles geben. Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen“, sagt Venuto.

Für ihn, und nicht nur für ihn, wäre es eine „tolle Sache“, würden die Veilchen nach zweijähriger Absenz wieder im Europacup mitspielen. Mit einem Erfolg kämen wir der „Endstation Sehnsucht“ einen weiteren großen Schritt näher. Ein Sieg gegen die „Bullen“ wäre für Venuto übrigens eine Premiere.

Gegen die Salzburger hat der frühere „Bullen-Akademiker“, der im Herbst 2015 bester Scorer des SV Grödig (7 Tore/2 Assists) war, in sechs Pflichtspielen noch nie gesiegt (0-1-5), jedoch schon zweimal getroffen. Gegen die Mattersburger war er auch sechsmal im Einsatz, hat noch nie verloren (4-2-0) und vier Treffer erzielt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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