Profimannschaft 15.04.2016, 08:19 Uhr
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FRIESENBICHLER: „DERBY BLEIBT DERBY – EGAL, WAS VORHER WAR!“

Für das 317. Wiener Gipfeltreffen am Sonntag (16:30 Uhr) im Happel-Stadion zum Abschluss der 31. tipico-Bundesliga-Runde dürfte unser Coach Thorsten Fink in der Offensive eine Verstärkung mehr zur Verfügung haben.

© Bildagentur Zolles KG Friesenbichler: „Derby bleibt Derby – egal, was vorher war!“

Kevin Friesenbichler, der am vorigen Samstag beim unglücklichen 0:2 gegen den SV Grödig wegen einer Grippe mit Bronchitis hatte passen müssen, meldete sich zurück. Am Dienstag schwang er sich im Fitnessraum auf den Ergometer, am Mittwoch stieg er ins Training ein.

„Normalerweise sollte am Sonntag nichts im Wege stehen, letztlich entscheidet der Trainer“, sagt der Steirer, den mit dem Prater und dem Gegner positive Erinnerungen verbinden. Am 25.10.2015 in der 86. Minute für Philipp Zulechner eingewechselt, schoss er drei Minuten später mit seinem ersten Saisontor die Veilchen zum 2:1-Sieg.

„Das war perfekt. Aufgrund des Tabellenstandes würden wir jetzt wieder so einen Erfolg brauchen. Wir haben ein super Spiel mit der tollen Unterstützung unserer Fans gemacht. Genau das Gleiche versuchen wir wieder zu bringen und wollen natürlich unbedingt gewinnen“, sagt der Angreifer.

Der Stadtrivale ist fünf (0-3-2/3:8 Tore), die Austria vier Runden (0-2-2/1:5) sieglos. Das Derby steht für beide Klubs also im Zeichen der Wiedergutmachung. Man könne es nennen wie man wolle, meint „Friese“, dieses Spiel habe seine eigenen Gesetze, es gehe ums Prestige.

„Werden alles in die Waagschale werfen!“

„Wer die Derbys gewinnt, ist die Nummer eins in Wien und wir wollen auswärts gewinnen. Dass es nicht leicht wird, wissen wir. Wir werden alles in die Waagschale werfen“, verspricht der „Vater“ unseres jüngsten Triumphs um die Vormachtstellung in der Stadt.

Dass unsere Veilchen trotz vieler guter Torchancen in Altach (0:2) und zuletzt daheim gegen Grödig seit 296 Minuten einem Treffer hinterherlaufen, mag auch mangelndes Glück als Grund haben. „Vielleicht denkt man darüber zu viel nach“, glaubt der 21-Jährige, der seit Sommer 2015 bei der Austria ist.

Bilder des letzten Auswärtsderbys

Man müsse vielmehr einfach weiterarbeiten, im Training – auch wenn das nicht leicht sei – diese Situationen vor dem Tor simulieren, meint Friesenbichler, nach dessen Meinung vor dem gegnerischen Tor „noch mehr Konsequenz und Konzentration“ erforderlich ist.

„Klappt es, dann werden auch die Treffer wieder kommen.“ Das Quäntchen Glück spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Das war den Veilchen insbesondere gegen die Grödiger nicht hold.

Gegen Rapid kam unsere Nummer neun in allen drei Saison-Derbys nach der Pause zum Einsatz. Vielleicht sticht er diesmal wieder als Joker – wie am 25. Oktober.

„Friese“ ist Austrias Jokertor-König

Als solcher schoss der Linksfuß drei unserer fünf von eingewechselten Spielern erzielte Treffer. In der Bundesliga (25 Einsätze) brachte es Fiesenbichler bisher auf drei Tore und drei Assists, im ÖFB-Samsung-Cup (3) auf fünf Goals und eine Vorlage.

Stichwort Cup: Ein positives Resultat im Derby täte den Veilchen auch im Hinblick auf die kommenden Aufgaben gut. Am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) steht auswärts der Cup-Semifinal-Hit gegen RB Salzburg auf dem Programm, ehe es zum Abschluss der englischen Woche nach Mattersburg (23.4./16:00 Uhr) und am 1.5. (16:30 Uhr) daheim gegen Salzburg um Punkte geht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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