Profimannschaft 28.04.2016, 13:13 Uhr
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"WOLLEN ES SALZBURG SO SCHWER WIE MÖGLICH MACHEN"

Der FK Austria Wien nimmt das Finish der Meisterschaft mit „erlaubtem Doping“ in Angriff. Das 9:0 vor einer Woche in Mattersburg tat im Hinblick auf den Schlager der 33. Runde am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali-Arena gegen Spitzenreiter RB Salzburg Spielern wie Fans richtig gut.

© Bildagentur Zolles KG "Wollen es Salzburg so schwer wie möglich machen"

Bilder des 9:0 in Mattersburg Bildagentur Zolles KG

„Wir haben gesehen, dass wir noch Tore schießen können. Wenn der Knoten einmal aufgeht, dann sieht man auch welche Qualität wir haben“, stellt Raphael Holzhauser fest. Die Mannschaft hat jedenfalls die von Sportdirektor Franz Wohlfahrt geforderte „klare Reaktion“ gezeigt.

Unser Ex-Teamkeeper hatte vor der Partie gesagt, dass man intern öfters Tacheles gesprochen hätte als man so glaubt. „Wir waren uns alle der Situation bewusst“, erklärte der Defensivmann.

Jetzt würden noch vier interessante Spiele auf die Austria warten und „dabei wollen wir den dritten Tabellenplatz mit allem, was wir haben, erfolgreich verteidigen“, kündigt der Niederösterreicher an. Nach den Salzburgern geht es ebenfalls daheim gegen Admira Wacker (7.5./16:00 Uhr), auswärts gegen Ried (11.5./20.30 Uhr) und zuhause gegen Sturm Graz (15.5./17:30 Uhr).

„Gegen Salzburg Fans von Beginn an mitnehmen“

Vorerst kommt es einmal quasi zur Revanche für das 2:5-Aus im ÖFB-Samsung-Cup-Semifinale vor elf Tagen in Salzburg. „Dabei ist es unser Ziel, die Leistung, die wir dort vor der Pause geboten hatten, über einen längeren Zeitraum zu bringen, sie zu bestätigen. Dann ist daheim einiges möglich“, meint Holzhauser in Erinnerung an unseren starken Auftritt in den ersten 45 Minuten im Cup-Treffen.

Die Mannschaft, so „Rapha“, wolle die Fans gleich von Beginn an mitnehmen, begeistern. „Damit sie wieder gute Stimmung im Stadion erzeugen und wir es den Salzburgern so schwer wie möglich machen“, betont der 23-Jährige. Der Mattersburger Befreiungsschlag mit unserem ersten Liga-Tor nach 404 Minuten durch Alex Gorgon sollte als Moralspritze Wirkung zeigen.

Holzhauser und Kollegen wissen, dass die vergangenen Wochen, vor allem das Heimspiel gegen SV Grödig (0:2), für die Veilchen nicht gut waren. „Wir haben uns dabei zwar immer wieder Chancen erspielt, aber da hat uns vielleicht auch das Quäntchen Glück, die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. In Mattersburg war die erste Chance drinnen, haben wir eben fast jede Möglichkeit genützt“, befindet er.

„Das war optimal“, fügt unser 47-facher ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler hinzu. Man darf jedenfalls gespannt sein, was die Egalisierung des höchsten Bundesliga-Erfolges der Violetten im Schlager bewirken kann. Es war aber auch nicht alles schlecht vor Mattersburg. „Wir haben davor auch schon phasenweise guten Fußball gespielt“, sagt Holzhauser.

Nun stimmt auch das Torverhältnis (plus neun) sowie der Abstand zu den hinter uns auf den Rängen vier und fünf liegenden Klubs SK Sturm und Admira. Im Kampf um Endrang drei, der die sichere Teilnahme an der Europa-League-Quali bedeutet, weisen unsere Verfolger fünf bzw. sechs Punkte Rückstand auf.

„Wir haben ganz klar vor der Saison gesagt, dass der dritte Rang unser Ziel ist. Nun haben wir fünf Zähler Vorsprung, doch wissen wir, dass es von Runde zu Runde ganz schnell gehen kann. Daher müssen wir unsere Punkte holen. Dafür werden wir alles tun, um unseren Platz erfolgreich zu verteidigen“, sagt Holzhauser zu aktuellen Situation der Austria.

Wermutstropfen des Mattersburger 9:0: Rotpuller gesperrt

Gegen die Salzburger muss die Austria auf Lukas Rotpuller verzichten. Der Burgenländer hat in Mattersburg die fünfte Gelbe Karte gesehen und ist damit am Sonntag gesperrt. „Das ist natürlich nicht angenehm, aber wir haben andere Spieler, die seinen Platz einnehmen und sich reinhauen werden“.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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