Profimannschaft 10.03.2016, 12:10 Uhr

STURM FÜR JUBILAR DE PAULA EIN „SCHLÜSSELSPIEL“

Beim 3:1-Heimsieg gegen die SV Ried hat David de Paula sein insgesamt 100. Liga-Spiel in Österreich bestritten. Am Sonntag (16:30 Uhr) auswärts im Schlager der 27. Runde gegen den SK Sturm Graz könnte der Spanier in der tipico Bundesliga zu seinem 50. Einsatz für den FK Austria Wien kommen.

Sturm für Jubilar De Paula ein „Schlüsselspiel“

Der Routinier, der im Jänner 2014 von Wolfsberg nach Favoriten kam, macht sich aus „runden“ Zahlen nichts. „Meine Statistik, von der ich nichts gewusst habe, ist nicht so wichtig. Ich bin wieder voll und ganz auf das Spiel gegen Sturm fokussiert, weil das neuerlich eine sehr wichtige Partie für uns ist“, meint Teamplayer David de Paula.

Er erhebt das Treffen mit den viertplatzierten „Blackies“ zum Schlüsselspiel für die Veilchen im „Kampf um Europa“ und erklärt dies so: „Wenn wir gewinnen, sind wir mit 13 Punkten in der Tabelle schon weit von den Steirern entfernt!“ Natürlich wolle man nach dem 3:0 gegen Admira und dem 3:1 gegen Ried wieder einen Dreier, den „Sieg-Hattrick“.

„Immer konzentriert spielen, kämpfen und Chancen nützen“

Dass sich das beste Auswärtsteam der Liga von vornherein mit einem Remis in Graz begnügen könnte, davon will der 31-Jährige nichts hören: „Wenn man auf einen Punkt spielt, ist es das sehr gefährlich, da im Fußball alles passieren kann. Wir müssen wie immer konzentriert spielen, kämpfen und unsere Chancen nützen.“

Bilder des 3:1 gegen Ried © Bildagentur Zolles KG

„DePa“ war an unseren zwei jüngsten Erfolgen maßgeblich beteiligt. In der Südstadt, wo er zur Pause für Lucas Venuto eingewechselt worden war, bereitete er mit einer Flanke das wichtige 2:0 durch Larry Kayode vor. Und in der Generali-Arena gegen Ried leitete er per Freistoß das 2:1 durch Alex Grünwald ein.

Nicht nur diese zwei Situationen gaben dem Basken Mut, sondern auch sonst war seine Leistung gut. Die lobenden Worte von Trainer Thorsten Fink waren zudem Balsam auf das Fußballherz unserer Nummer 23. Der Deutsche hatte gemeint, der Klub brauche solche Spieler wie De Paula, die Charakter haben, auch wenn sie mal nicht spielen und trotzdem Teamgeist zeigen.

„Lasse meinen Charakter auf dem Rasen sprechen“

„Es ist meine Art, meinen Charakter auf dem Rasen, im Spiel sprechen zu lassen. Das will ich immer. Manchmal habe ich auch nicht gute Momente, doch ich versuche stets, jeden Tag im Training alles zu geben, um für einen Einsatz bereit zu sein“, erklärt De Paula.

Gegen die Rieder kam der Legionär in der Liga erstmals seit 7.11.2015 (1:1 in Salzburg) von Beginn an zum Einsatz und machte erst in der Nachspielzeit auf der rechten Flanke Platz für Jens Stryger Larsen. Gegen den Meister war er übrigens als rechter Verteidiger aufgeboten worden.

„Erfolgserlebnisse sind wichtig, wenn man länger nicht spielt“

Ich habe längere Zeit nicht gespielt, umso wichtiger sind solche Erfolgserlebnisse für mich. David de Paula

„Ich habe längere Zeit nicht gespielt, umso wichtiger sind solche Erfolgserlebnisse für mich. Wenn du alles gibt’s im Training, es jedoch im Spiel nicht zeigen kannst, ist das bitter“, gibt David offen zu. Und ist es dann einmal soweit, dann benötigt man auch etwas Glück. „Ich habe gekämpft und dazu ist Göttin Fortuna ein bisschen zurückgekommen.“

Das 3:1 gegen die „Wikinger“ bezeichnete der Allrounder als „wichtigen Schritt“ näher zum Saisonziel namens dritter Endrang, sprich Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League 2016/17. Leicht ist das Siegen den Veilchen gegen die Rieder nicht gefallen. Nach gutem Beginn musste man das 0:1 hinnehmen.

Erstmals seit längerer Zeit gelang es den Violetten, nach dem Wechsel einen Rückstand in einen Vorsprung umzuwandeln. „Vielleicht waren es die Worte des Trainers in der Pause, die uns nochmals motiviert haben oder das Wissen um die Zwischenstände von Sturm (Anmerk.: 0:1) in Mattersburg und Admira (0:2) daheim gegen WAC“, erzählt De Paula.

Nach den ersten 45 Minuten hatte Fink das System seine Elf von einem 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 umgestellt. „Das war auch gut, wir waren danach besser. Dazu haben wir um die drei Punkte gekämpft. Es war von allem ein bisschen etwas“, vermutet der sympathische Spanier, der für die Austria in der Liga bisher sechs Tore erzielte und vier vorbereitet hat.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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