Profimannschaft 11.03.2016, 08:12 Uhr
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ROTPULLER: "TEAMARBEIT WIRD BELOHNT"

Lukas Rotpuller fällt nicht nur wegen seiner Haarpracht auf. Nein, er lebt als Fußballer auf dem Rasen vor, was Leidenschaft, Kampfgeist, Einsatz und Wille alles bewirken können. Mit dieser Einstellung muss der FK Austria Wien am Sonntag (16:30 Uhr) zum Abschluss der 27. tipico-Bundesliga-Runde auswärts gegen SK Sturm Graz antreten.

© Bildagentur Zolles KG Rotpuller: "Teamarbeit wird belohnt"

Im „Kampf um Europa“ könnte nämlich im Schlager zwischen dem Vierten und dem Dritten der Tabelle schon ein großer Schritt gesetzt werden. „Wenn wir bei Sturm drei Punkte holen, dann schaut es für uns sehr, sehr gut aus, können wir optimistisch in die Zukunft blicken“, spricht unser Innenverteidiger für alle.

Violette Euphorie wäre im Falle des dritten Sieges im dritten Spiel in Folge, der einen Vorsprung von stattlichen 13 Zählern auf die Steirer brächte, aber dennoch unangebracht. „Dann sind ja immer noch 27 Punkte bis zur 36. Runde zu vergeben“, warnt Rotpuller mit Deutlichkeit alle voreiligen Optimisten.

„Graz nicht Lieblingsboden“ unserer Veilchen

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Mittwoch, 26. Juli 2017 17:30 Uhr ics Programm: Training (15 min. öffentlich) Ort: Steinbrunn
Donnerstag, 27. Juli 2017 21:05 Uhr ics Programm: FK Austria Wien - AEL Limassol Ort: Happel-Stadion
Freitag, 28. Juli 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Samstag, 29. Juli 2017 16:00 Uhr ics Programm: Training (nicht öffentlich) Ort: Steinbrunn

„Luki“ und seine Mitspieler wissen zudem, dass ihnen in Graz nichts geschenkt wird. „Und wir wissen außerdem, dass das Stadion vielleicht nicht unser Lieblingsboden ist und wir dort schon lange keinen Sieg eingefahren haben“, ruft der Burgenländer unsere vier Spiele währende Erfolglosigkeit (0-2-2 seit dem 2:1 am 21.9.2013) im Stadion Liebenau in Erinnerung.

Zuletzt hat Double-Gewinner RB Salzburg in Graz mit einem 0:0 überraschend Federn lassen müssen. „Aber jedes Spiel beginnt bei null und abgerechnet wird erst mit dem Abpfiff und da hoffe ich, dass unter dem Strich der Ertrag von drei Punkten steht oder im schlechtesten Fall zumindest ein Zähler mitgenommen wird“, sagt Rotpuller.

Mit je fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Salzburg und unseren Stadtrivalen scheint in der Liga der Titelzug im Gegensatz zum ÖFB-Samsung-Cup ohne die Violetten abgefahren zu sein. Das sieht der Abwehrchef ebenfalls so: „Der Wille, nach oben zu kommen, ist immer wichtig. Doch man muss Realist bleiben.“

Dazu sei der Frühjahrsstart unserer Mannschaft einfach zu wackelig gewesen. „Wir haben zu viel geschwankt. Es ist am besten, wenn wir uns jetzt voll und ganz auf uns selbst konzentrieren. Das ist das Wichtigste“, appelliert Rotpuller an die gesamte Austria-Gemeinde, den Fokus weiterhin auf dem Saisonziel, dem dritten Endrang in der Meisterschaft zu belassen.

Bringen wir weiterhin diese Leidenschaft auf den Platz, dann sind wir auf einem guten Weg und können wir viel schaffen Lukas Rotpuller

„Leidenschaft ist immer wichtig, egal in welcher Ligaphase“

Er hat es zuletzt gegen seinen Ex-Klub SV Ried vorgemacht, worauf es ankommt. „Luki“ brachte es auf die meisten Ballaktionen (83) und die meisten Luftzweikämpfe (13), seine Zweikampfquote (73,7 Prozent) war ebenso ein guter Wert. „Leidenschaft ist immer wichtig, egal in welcher Phase der Meisterschaft“, betont er.

Wenn man diese Tugend an den Tag lege, dann könne man sich nichts vorwerfen, wenn einmal ein Spiel nicht so gut ist oder nicht positiv endet. „Bringen wir weiterhin diese Leidenschaft auf den Platz, dann sind wir auf einem guten Weg und können wir viel schaffen“, denkt der Eisenstädter immer positiv.

Zuletzt gegen Ried haben unsere Veilchen seit längerer Zeit wieder einen Rückstand (0:1) in einen Vorsprung umgewandelt – auch dank des wichtigen Ausgleichstores von Rotpuller zum 1:1! „Das 3:1 war immens wertvoll. Wenn man auf die Tabelle schaut, haben wir einen Polster, den wir uns erarbeitet, erkämpft haben.“

„3:1 gegen Ried war Sieg der Moral“

Der Sieg sei auf Grund der dabei gezeigten großen Moral fixiert worden, begründet unser Abwehrrecke mit der Nummer 33 auf dem violetten Trikot. „Durch solche leidenschaftlichen Spiele kann man einiges bewegen. Wenn man so zusammenhält, so im Team arbeitet, wird man irgendwann dafür belohnt“, ist „Luki“ überzeugt.

Rotpuller und Co dürfen nach der vorletzten „englischen Woche“ der Saison recht zufrieden sein mit dem Vorsprung auf ihren nächsten Gegner. „Aber es geht noch neun Runden und da haben wir noch einiges vor“, ist der Erfolgshunger des Burgenländers, der drei Liga-Tore alle nach Freistößen und dem linken Fuß erzielte, nicht gestillt.

Vorausgesetzt er fällt nicht wegen Verletzung oder Sperre aus, könnte er am 16. oder 17. April im Derby gegen Rapid im Happel-Stadion sein 100. Spiel in der Bundesliga bestreiten. Feiern kann „Luki“ schon am 31. März, nämlich seinen 25. Geburtstag. „Das kann diesmal ein besonderer Monat werden, doch im Grunde ist das nur eine Zahl. Wichtig ist, man fühlt sich halbwegs gut.“ Noch besser geht’s allen mit einem Sieg in Graz.