Austria für Österreich 25.03.2016, 13:10 Uhr
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KAPITÄN ALMER AUCH IM ÖFB-TEAM VOR COMEBACK

Seit Montag hat sich Austria-Torhüter Robert Almer, der einzige Spieler im 23-Mann-Kader aus der tipico-Bundesliga, mit dem ÖFB-Nationalteam in Stegersbach (Burgenland) auf die ersten Länderspiele im EM-Jahr 2016 vorbereitet.

© Bildagentur Zolles KG Kapitän Almer auch im ÖFB-Team vor Comeback

„Es gibt keinen Spieler, der sich nicht auf das Team freut“, sagte der zweifache Familienvater. Unser Kapitän, der nach seiner Verletzungspause im linken Knie (Teilabriss des hinteren Kreuzbandes) zuletzt zwei Pflichtspiele für Austria bestritt, steht nun auch in der Nationalelf vor seinem Comeback.

„Wir wollen mit einer guten Leistung ins EURO-Jahr starten“, hofft Österreichs Nummer eins vor den freundschaftlichen Länderspielen am Samstag (17:30 Uhr) gegen Albanien und am Dienstag (20:45 Uhr) gegen die Türkei. Beide Gegner haben sich ebenfalls für das EM-Turnier qualifiziert.

Bis zur Endrunde vom 10. Juni bis 11. Juli in Frankreich ist es zwar noch eine Weile hin, trotzdem versucht unser 26-facher Internationale Robert Almer, der am vergangenen Sonntag seinen 32. Geburtstag feierte, einen Ausblick auf das Turnier zu machen.

Wer kommt für den Titel in Frage? Wie schätzt er die drei Gruppen-Gegner von Österreich ein? Was traut er der Truppe von Marcel Koller zu? Und was sagt er zur Vertragsverlängerung des Schweizers. Zu diese und anderen Themen gibt der Steirer, der zuletzt am 12.10.2015 (3:0 gegen Liechtenstein in Wien) das ÖFB-Tor hütete, im Frage- und Antwortspiel Auskunft und schätzt die EM-Chancen ein.

Was sagst Du zur Vertragsverlängerung von Teamchef Marcel Koller?

Almer: „Wir haben alle gehofft, dass der Vertrag verlängert wird. Weil die vergangenen vier Jahre Superarbeit geleistet worden ist und wir leistungstechnisch einen ziemlichen Sprung gemacht haben. Es ist schön, wenn dieser eingeschlagene Weg auch die kommenden zwei Jahre weitergeführt wird.“

Ist es wichtig, dass ihr Euch nun ohne Spekulationen und Diskussionen auf die EM vorbereiten könnt?

„Ja, weil vielleicht kleine Nebengeräusche hätten auftreten können. Jetzt hat sich das Thema rasch und früh erledigt und wir können in Ruhe in Richtung EM in Frankreich weiterarbeiten.“

Apropos UEFA-Endrunde. Wer ist Dein Favorit auf den EM-Titel?

„Das ist schwer zu sagen, einen wirklichen Favoriten gibt es momentan nicht.“

Wer kommt für Dich als Titelkandidat in Frage?

„Es sind die üblichen Verdächtigen wie Spanien, Deutschland, Frankreich, die großen Fußballnationen. Ich glaube, dass auch die vermeintlich kleinen Teams immer überraschen können. Vielleicht sind auch wir für eine Überraschung gut.“

Was kann Österreich in der Gruppe F mit Portugal, Ungarn und Island erreichen?

„Das ist ebenfalls schwer zu beurteilen, weil wir über die Gegner noch nicht so genau wissen, wie sie spielen werden. Da wird man die Analysen vom Teamchef abwarten müssen. Der Meinung, wir seien mit Portugal Favorit für den Aufstieg, kann ich mich nicht anschließen.“

Warum stehst Du der öffentlichen Einschätzung eher skeptisch gegenüber?

„Man darf die Isländer nicht unterschätzen, die haben in der Qualifikation als Gruppenzweiter die Türkei und Niederlande hinter sich gelassen und scheiterten in der Ausscheidung für die WM 2014 in Brasilien erst im Play-off. Sie haben in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet.“

Und was sagst Du über die Ungarn?

„Sie sind für mich ein bisschen eine Unbekannte. Gegen solche Mannschaften ist es immer schwer zu spielen.“

Wie schätzt Du die Chancen des ÖFB-Teams ein?

„Wie schon gesagt, die vermeintlich kleinen Mannschaften zeigten in den vergangenen Jahren regelmäßig auf. Wir sind von der Größe des Landes her ebenfalls klein. Wir werden natürlich alles versuchen, da weiterzukommen und wollen nicht nur dabei sein. Es ist kein Wunschkonzert, es muss alles zusammenpassen gegen die drei Gegner.“

Eckdaten zur EM und Österreichs Teilnahme:

Österreich hat sich als ungeschlagener Gruppensieger in der Qualifikation erstmals auf sportlichem Weg für eine Euro qualifiziert, nachdem der ÖFB 2008 als Co-Veranstalter der EM mit der Schweiz als Gastgeber automatisch teilgenommen hat.

Die Spiele der Österreicher in Frankreich (Gruppe F): 14. Juni(18:00 Uhr in Bordeaux) gegen Ungarn, 18. Juni (21:00 Uhr in Paris/Prinzenpark) gegen Portugal, 22. Juni (18:00 Uhr in Saint Denis) gegen Island

EM-Modus: Das Turnier wird erstmals von 24 Ländern bestritten. Frankreich wurde neben den 23 Qualifikanten für die Auslosung der Endrunde gesetzt, wobei sechs Vierergruppen gebildet wurden. Die jeweiligen ersten zwei der sechs Vierer-Gruppen sowie die vier besten Drittplatzierten steigen ins Achtelfinale auf, wo es dann im K.O.-System bis zum Endspiel geht.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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