Profimannschaft 29.02.2016, 11:28 Uhr

SPORTDIREKTOR WOHLFAHRT: „SCHÖNREDEN GEHT NICHT!“

„Wenn wir es nicht schaffen, die Fehler abzustellen, dann glaube ich, müssen wir uns schon ein bisschen Angst um den dritten Platz machen. Wir müssen hart ins Gericht gehen und ehrlich zueinander sein. Schönreden geht nicht“, erklärte Sportdirektor Franz Wohlfahrt deutlich nach dem 1:4 in Salzburg.

Sportdirektor Wohlfahrt: „Schönreden geht nicht!“

Österreichs Ex-Teamkeeper sieht die violette Situation deshalb so kritisch, weil er es für unbedingt notwendig hält. „Die Jungs müssen das auch wissen. Schließlich wollen wir unser Ziel, nächste Saison international zu spielen, erreichen. Da lasse ich nicht locker“, sagte der Kärntner.

Die Salzburger hätten in der Umschaltphase sehr schnell in der Mitte zentral gespielt. „Darauf haben wir uns nicht einstellen können. Wir haben dazu auch Fehler im Attackieren im Defensivverhalten begangen, das wurde eben bestraft“, nannte Wohlfahrt einen Hauptgrund für die Niederlage.

Für Coach Thorsten Fink hat der Gegner genauer, besser von hinten heraus gespielt, auch kamen die Pässe nach vorne exakter. „Und er hat Spieler zur Verfügung, die Tore machen“, befand der Deutsche, der damit Keita und Soriano, die erstmals 2016 in der Startelf standen, hervorhob.

Fink fand in seiner Analyse trotz des deutlichen 1:4, der ersten Niederlage nach drei Remis gegen den Meister, auch etwas Gutes an seiner Truppe: „Positiv war, dass meine Mannschaft zurückgekommen ist. Wenn in Salzburg aber nicht jeder Spieler 100 Prozent bringt, ist es schwer zu bestehen.“

Sportdirektor Franz Wohlfahrt

Alex Gorgon und Co steckten das schnelle 0:1 weg, glichen aus und gaben sich auch nach dem 1:3 nicht geschlagen. Das Anschlusstor lag noch vor der Pause in der Luft, aber es fiel nicht, weil Lucas Venuto nur die Latte traf und nach dem Wechsel an Walke scheiterte, der den Ball gerade noch von der Linie kratzte.

„Es war das erwartet schwierige Spiel gegen eine gute Austria, die phasenweise gezeigt hat, warum sie die beste Auswärtsmannschaft der Liga ist“, lobte Salzburgs neuer Trainer Oscar Garcia die Veilchen nach dem ersten Liga-Treffen unter seiner Ära. Am 20.4. kommt es im Samsung-ÖFB-Cup-Semifinale an derselben Stelle zur Neuauflage.

Wie allen Veilchen tat die die Niederlage auch Gorgon weh, „weil sie in dieser Höhe ausfiel“. Daran sei man wegen zweier einfacher Fehler im Ballbesitz, die zum 1:3 führten, selber schuld, gestand er. Mannschaftlich könne man zwar viel wettmachen, das sei diesmal aber leider nicht gelungen. Und an die Adresse der Optimisten gerichtet fügte er hinzu: „Einige wollten uns noch weiter oben sehen als wir sind. Deswegen haben wir immer betont, am Boden zu bleiben.“

Obwohl der Erfolg im Herbst einmal da war – der Rekordcupsieger lag nach 18 Runden an der Tabellenspitze und wurde damit Herbstmeister – muss der Fokus mit nun je sieben Zählern Rückstand auf das Spitzenduo noch mehr auf Rang drei gerichtet sein.

„Wir wollen den dritten Platz festigen, das wird schwierig genug“, erklärte „Gogo“ zur Lage der Austria nach den Niederlagen gegen die zwei Titelanwärter Salzburg und Rapid. „Wir sehen uns noch nicht so weit, dass wir vorne ein Wörtchen mitreden können.“

Solche Spiele könne man verlieren, wichtiger werde es sein, dass man nun gegen vermeintlich Kleine drei Punkte holt, betonte Gorgon. Während Austria-Urgestein Toni Pfeffer erwartet, dass „ein Ruck durch die Mannschaft gehen“ müsse, attestierte sein Sky-TV-Expertenkollege Heribert Weber der Austria in Salzburg: „Sie hat alles probiert, was in ihr steckt.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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