Profimannschaft 28.01.2016, 09:06 Uhr
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ROBERT ALMER STEHEN WICHTIGE WOCHEN BEVOR

Die letzte Phase auf seinem Weg zum Comeback absolviert Robert Almer wieder in Wien. „Es ist alles im Soll, alles im Zeitplan“, berichtet unser Kapitän über seine Fortschritte nach der schweren Knieverletzung, die er sich am 25. Oktober beim 2:1- Derbysieg im Happel-Stadion zugezogen hatte.

© FK Austria Wien Robert Almer stehen wichtige Wochen bevor

Almer lässt sich aber auf keine Prognosen ein, wann er wieder das Tor des FK Austria Wien hüten wird. „Es dauert sicher noch zwei bis vier Wochen, bis man einmal wieder das Vertrauen bekommt, sich an die Belastung heranzutasten“, sagt der 31-Jährige, dessen Freude auf Fußball von Tag zu Tag größer wird.

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Dienstag, 24. Oktober 2017 15:30 Uhr ics Programm: Training (nicht öffentlich) Ort: Steinbrunn
Mittwoch, 25. Oktober 2017 20:30 Uhr ics Programm: FK Austria Wien - Rapid Ort: Happel-Stadion
Donnerstag, 26. Oktober 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn

Bisher war es vorrangig darum gegangen, das linke Knie (Teilabriss des hinteren Kreuzbandes) zu stabilisieren, die Sicherheit wieder zu bekommen. „Da ist laut den Ärzten in München soweit alles gut. Nun fehlt es muskulär noch an einem Zentimeter an Umfang. Und auch die Maximalkraft muss weiter gesteigert werden“, schildert der Steirer.

Statt mit seinen Mitspielern ins türkische Trainingslager nach Belek zu reisen, hatte sich Robert Almer nach Weihnachten und Silvester nochmals nach Herxheim bei Karlsruhe begeben. Dort hatte er von Beginn seiner Reha-Phase durch ÖFB-Pysiotherapeut Mike Steverding fast rund um die Uhr optimale individuelle Betreuung gehabt.

„Es war richtig, ich habe dort sehr viel und sehr gut gearbeitet. Beim Klub gibt es 28 Spieler, um die sich unsere Physiotherapeuten kümmern müssen“, dachte unsere Nummer eins auch an seine Austria-Kollegen. Bei Steverding hatte der Kapitän den Vorteil, dass man sich quasi allein um ihn kümmern konnte.

Es war besonders in der Zeit wichtig, als er mit dem linken Bein sehr wenig machen, aber mit dem Oberkörper und dem rechten Bein sehr wohl üben konnte, um da wenig Muskelmasse zu verlieren. „Das Programm war auf mich abgestimmt. Von da her war es natürlich perfekt. Der Muskelzuwachs in den vergangenen zwei, drei Wochen hat gezeigt, dass es der richtige Schritt war“, versicherte Almer.

Die Vorfreude auf das Comeback ist groß. Für ein Mannschaftstraining ist es aber noch zu früh. Robert Almer

Er ist nun jedenfalls frohen Mutes. Hilfsmittel wie Krücken oder Schiene hat unser Keeper längst in die Ecke gestellt, er schaut nach vorne. „Ich brauche so gut wie gar nichts mehr. Manchmal, wenn die Belastung sehr hoch ist, da trage ich nur noch einen Kniestrumpf, damit keine Schwellung entsteht“, erzählt er aus dem Alltag.

Dass der Routinier nun wieder in Wien stationiert ist, hat auch noch einen zweiten, privaten Grund. Sein Frau Dominique erwartet in Bälde ihr zweites Kind. „Die letzten acht Wochen waren für meine Frau nicht so leicht, wenn man hochschwanger und der Mann zwei Monate fast nur im Ausland ist“, sagt Vater Robert.

Als er Anfang dieser Woche seine aus dem türkischen Trainingslager heimgekehrten Mitspieler wiedersah, strahlten auch Almers Augen. „Die Vorfreude aufs Comeback ist natürlich ebenfalls groß“, gesteht der Rekonvaleszente. Das Training mit der Mannschaft mitzumachen, dafür sei es jedoch noch ein bisschen zu früh, wie er selbst zugibt.

Aber die eine oder andere Übung beim Tormann-Training werde man schon einbauen können, wobei er an „Ball fangen für das Gefühl“ denkt. Noch stehen jedoch der weitere Muskelaufbau und das weitere Herantasten im Vordergrund. Zu „normalen Tormann-Übungen“ sei es nochmals ein großer Schritt.

Best of Belek 2016 FK Austria Wien

„Auch vom Kopf her, da muss man sich überwinden, um die Sicherheit zu haben, dass nichts passieren kann“, schildert Almer, der jetzt noch nicht sagen kann, ob er sein Comeback vielleicht bei den Amateuren geben wird. „Das wird mit dem Trainer besprochen. Bekanntlich weiß man ja, dass ich nicht so oft Spielpraxis gehabt, und dann trotzdem meine Leistung im ÖFB-Team gebracht habe“, merkt er an.

Stichwort ÖFB-Nationalteam: Der regelmäßige Kontakt zu Teamchef Marcel Koller ist während Almers Ausfall nie abgerissen. „Zuletzt habe ich mit ihm vor Weihnachten telefoniert und vom Stand der Dinge informiert. Ich werde mit ihm auch in den kommenden Tagen wieder telefonieren“, erzählt unser Goalie, über den auch Steverding Koller am Laufenden hält.

Lob für Osman Hadzikic

Bei der Austria wurde Almer von Osman Hadzikic in bisher sieben Liga-Spielen und einem Cup-Match vertreten. „Er hat im Herbst seine Sache ganz gut gemacht. Für einen jungen Spieler ist es wichtig, auf höherem Niveau seine Leistung zu bringen. Man lernt auch mit dem Druck von außen, der bei der Austria da ist, umzugehen“, lobt unsere Nummer eins den „Zweier“.

Hadzikic ist froh, dass Almer wieder im Kader zurück ist. „Er hilft nicht nur mir, sondern auch den anderen Spielern. Er ist eine erfahrene Persönlichkeit und dazu ein sehr netter Typ“, sagt „Ossi“ über Almer. Wer den „Einser“ letztlich ab 6.2. vertreten wird, sei die Entscheidung von Trainer Thorsten Fink.

„Ich werde in jedem Training mein Bestes geben, mich beweisen. Ich will wieder spielen“, kündigt Hadzikic, der sich in Belek unter Tormann-Trainer Franz Gruber gemeinsam mit Tino Casali (20) und Patrick Pentz (19) intensiv vorbereitet hat, ehrgeizig und fokussiert an.

An der türkischen Riviera, wo einander unsere drei Goalies in den Testspielen abwechselten, bildeten das Herausspielen und der Spielaufbau auch für unsere Torleute Schwerpunkte. „Wir versuchen, defensiv gut zu stehen und das beginnt schon vorne bei den Stürmern. Steht man hinten gut, dann braucht man oft nur ein Tor zum Sieg“, meint Hadzikic.

Für ihn war in der Vorbereitung auch von Bedeutung, dass in den ersten sieben Tests (5 Siege Siege, je ein Remis und Niederlage) „alle Torhüter Spielpraxis bekommen haben". An das erste Liga-Spiel (6.2./18:30 Uhr in Grödig) denkt der 19-Jährige noch nicht, an die Generalprobe am Freitag (18:00 Uhr) in der Generali-Arena gegen den FC Basel hingegen sehr wohl: „Wir werden alles geben und wollen versuchen umzusetzen, was wir im Trainingslager gelernt und geübt haben. Wir werden uns nicht verstecken!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 12 28
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Rapid Wien 12 22
4. FK Austria Wien 12 18
5. FC Flyeralarm Admira 12 18
6. LASK 12 16
7. CASHPOINT SCR Altach 12 16
8. RZ Pellets WAC 12 12
9. SV Mattersburg 12 7
10. SKN St. Pölten 12 2
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