Allgemeine News 25.12.2015, 10:03 Uhr

KRAETSCHMERS JAHRESBILANZ 2015: „IM ZEICHEN DES UMBRUCHS“

Die stillste Zeit des Jahres ist auch die Zeit der Rück- und Ausblicke. Der FK Austria Wien hat zwölf abwechslungsreiche Monate hinter sich. „Das Jahr 2015 stand im Zeichen des sportlichen Umbruchs“, resümiert unser AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Kraetschmers Jahresbilanz 2015: „Im Zeichen des Umbruchs“

Vor allem in der schwierigen Frühjahrssaison, die mit dem enttäuschenden siebten Tabellenplatz und dem verlorenen ÖFB-Samsung-Cup-Endspiel ausklang, war viel los am Verteilerkreis. Letztlich gab es im Advent mit dem Herbstkrone und den zweiten Tabellenplatz einen gelungenen Jahresausklang.
 
Anfang des Jahres war unser Sportvorstand Thomas Parits in den Ruhestand getreten. Mit Franz Wohlfahrt wurde eine anderer Austrianer mit großer Vergangenheit verpflichtet. Der Ex-Keeper und Markus Kraetschmer leiteten dann gemeinsam die Trendwende ein.
 
„Im Sommer ist es uns mit etwas Glück, aber auch viel Geschick und harter Arbeit, vor allem von Franz Wohlfahrt, gelungen, nicht nur Thorsten Fink und sein Trainerteam, sondern auch gute Neuzugänge am Spielersektor zu holen“, erinnert Kraetschmer an den Neustart.
 
Danach habe man einen für alle überraschend guten Herbst gespielt, der „die Krönung im Gewinn des Herbstmeistertitels gefunden hat“. Einziger Wermutstropfen war, dass unsere wiedererstarkten Veilchen im letzten Spiel des Jahres die „Winterkrone“ als Tabellenzweiter nach 20 Runden verpasst haben.
 
„Aber wenn uns jemand im Sommer gesagt hätte, dass wir unter den Top drei mit nur knappem Rückstand auf RB Salzburg, aber vor Rapid überwintern würden, hätten wir das sofort genommen. So fair sollte man bei aller Enttäuschung über die Ergebnisse in den letzten Spielen 2015, wo es nicht mehr so gut gelaufen ist, auch resümieren“, sagt Kraetschmer.
 
Die Zusammenarbeit mit Wohlfahrt klappte im ersten knappen Jahr bestens, obwohl die Funktion als Sportchef für den Kärntner berufliches Neuland gewesen ist - aber er war als Spieler, als Coach, Torwart-Ausbildner und zuletzt als Tormann-Trainer im ÖFB-Nationalteam sehr erfahren. „Gerade aus seiner Zeit im Trainerteam unter ÖFB-Teamchef Marcel Koller hat er viel mitgenommen“, meint der AG-Vorstand.
 
Kraetschmer führt diesbezüglich Führungskompetenz, Führungsstil, Teamfähigkeit an und erwähnt dazu auch das Tätigkeitsfeld außerhalb des direkten sportlichen Bereichs an. „Mit Franz gibt es eine sehr professionelle Zusammenarbeit. Er ist extrem viel unterwegs, hat neue Dinge begonnen - Stichwort Aufbau der Scouting-Abteilung - und tauscht sich sehr gut mit den Trainern und der Akademie-Leitung aus“.
 
Wohlfahrt halte sich aber auch ganz bewusst zurück, versucht eher aus dem Rückraum zu agieren. Er sei sehr fokussiert und überaus ehrgeizig, sagt Kraetschmer über den Parits-Nachfolger und kommt zu dem Schluss: „Das knappe erste halbe Jahr ist sehr positiv verlaufen. Wir sind gut auf Kurs.“
 
Einen „unglaublich positiven Eindruck“ hat der Ex-Banker, der seit 1997 bei der Austria und seit Juli 2008 AG-Finanzvorstand ist, ebenso von Thorsten Fink nach dessen ersten sechs Monaten im Klub gewonnen „Er ist ein absoluter Glücksfall für die Austria“, betont Kraetschmer.
 
Man müsse den Gremien dankbar sein, dass sie die Genehmigung und den budgetären Rahmen zur Verpflichtung von Fink und dessen Trainerteam erteilt hat. „Bei Thorsten Fink merkt man, dass er extrem viel Erfahrung mitbringt, als früherer Spieler von Bayern München und als Coach von Ingolstadt, Basel und HSV“, analysiert der studierte Betriebswirtschaftler.
 
Der Deutsche formuliert sehr klar seine Ziele, sei klar strukturiert und ist auch in seiner Ansprache gegenüber den Spielern und Betreuern sehr klar und immer authentisch. „Ich bin sehr froh, dass wir ihn und sein Trainerteam verpflichten konnten“, sagt Kraetschmer und hebt dabei Franz Wohlfahrt hervor. Dieser habe Fink mit Geschick, Hartnäckigkeit und Fleiß nach Wien lotsen können. Und er glaubt, „dass sich der Trainer hier sehr wohlfühlt, und die Zusammenarbeit im Klub schätzt.“

„Ziele sind klar definiert!“

So wie man den Klub gesamtheitlich entwickeln will, einerseits mit der Ausbildung von jungen Spielern über die Akademie, andererseits mit den infrastrukturellen Bauprojekten, muss der Fokus auch immer auf der Kampfmannschaft liegen. Sie ist die Zugmaschine des ganzen Klubs, betont Kraetschmer immer wieder.
 
„Das haben wir im Frühjahr schmerzhaft erfahren. Ein siebenter Platz für die Austria ist einfach zu wenig! Es muss unser Anspruch sein, eine Top-3 Mannschaft in Österreich zu sein, sonst würde auch die anderen Maßnahmen wenig bis gar keinen Sinn machen. 2015 war demnach das Augenmerk auf die weitere wirtschaftliche Stabilisierung und die Rückkehr zum nationalen Spitzenlevel gelegt worden“, skizziert der Wiener.
 
Der Aufwärtstrend muss 2016 fortgesetzt werden und das definierte Ziel lautet: „Teilnahme an der Qualifikation für einen internationalen Bewerb 2016/17!“ 2016 wird mit Sicherheit kein einfaches Jahr, denn parallel zum Sportlichen läuft der Countdown für das Stadion-Projekt, bei dem im Mai 2016 die konkreten Bauarbeiten beginnen sollen. „Da sind wir ebenfalls sehr gut unterwegs“, versichert Kraetschmer.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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