Profimannschaft 02.12.2015, 09:41 Uhr

JUNGPAPA SALAMON: „SIND VOLL AUF STURM FOKUSSIERT“

Analysieren, aufarbeiten und abhaken, so lautete die violette Devise zwischen den Spielen des FK Austria Wien am Sonntag in Ried und dem Abschluss der 18. tipico-Bundesliga-Runde am heutigen Mittwoch (20:30 Uhr) in der Generali-Arena gegen Sturm Graz.

Jungpapa Salamon: „Sind voll auf Sturm fokussiert“

„Die nächsten drei Punkte warten, wir müssen wieder Vollgas geben“, sagt Thomas Salamon vor der zweiten Aufgabe der englischen Woche, die für die Veilchen am Samstag (16:00 Uhr) in Wolfsberg ausklingt.

Durch das 2:4 im Innviertel wurden die Violetten an der Tabellenspitze von RB Salzburg abgelöst. Doch durch das 1:1 der Festspielstädter am Dienstag daheim gegen Schlusslicht WAC haben wir noch eine weitere Möglichkeit auf den inoffiziellen Titel eines Herbstmeisters bekommen.

„Sala“ ist erstmals Vater: Gratulation!
„Grundsätzlich ist dieser Titel auch nicht so bedeutsam. Wichtig ist vielmehr, dass wir uns auf unser Spiel und Sturm fokussieren, gut vorbereiten und alles unternehmen, um einen Dreier zu holen“, verspricht „Sala“, der seit Dienstag stolzer Vater eines Sohnes (Philipp/51 cm, 3,26 kg) ist.

In Ried fand die Austria-Serie von sieben Liga-Spielen in Serie ohne Niederlage ein Ende, gegen Sturm Graz könnten die Hausherren einen andern „Lauf“, der bereits sieben Partien anhält, ihrerseits stoppen. Gegen die „Blackies“ sind die Violetten seit 3.12.2013 (3:2 in Wien) sieglos.

Ob mit Salamon als linkem Verteidiger oder ohne ihn, wird die Fitness von Christoph Martschinko mitentscheiden. Der Steirer musste in Ried wegen einer im Admira-Spiel erlittenen Bänderzerrung im linken Knie erstmals in diesem Spieljahr passen.

„Tschinki“ hatte vor der 17. Runde die ganze Woche nicht voll trainieren können. Am Samstag erfuhr dann Salamon, dass er zum Einsatz kommen wird. Der Burgenländer freute sich über seinen ersten Liga-Auftritt seit dem 24.5.2015, damals ebenfalls in Ried, nur das Ergebnis (2:0-Sieg) war ein anderes.

In der laufenden Saison durfte er vor diesem Sonntag nur zweimal im Cup ran und auch durchspielen. „Als Fußballer trainiert man Woche für Woche, um dann am Wochenende oder unter der Woche, wenn es um Punkte geht, auf dem Platz zu stehen“, gesteht „Sala“.

„Ich habe mich nie hängenlassen, immer Gas gegeben, man muss stets bereit sein und dann seinen Mann stehen.“ Das ganze Trainerteam um Thorsten Fink hat ein Gespür dafür, wie man jene Akteure, die derzeit nicht so oft spielen, bei Laune hält.

„Klima in Mannschaft ist sehr gut“
„Allgemein ist das Klima in der Mannschaft sehr gut. Natürlich sind die Erfolge etwas Positives und auch angenehmer, auch wenn man sich persönlich hinten anstellen muss. Wichtig ist der Mannschaftserfolg, da steckt man gerne auch ein bisschen zurück, was nicht immer einfach ist“, hebt „Sala“ das Teamwork hervor.

Und in diesem Sinne geben alle Kaderspieler, egal ob sie spielen, auf der Bank oder auf der Tribüne sitzen, im Training Gas. „Damit wir alle auch im Rhythmus blieben, bestreiten wir interne Matches oder treten gegen unsere U18 oder die Amateure an“, erzählt der Mittel- und Abwehrmann.

Er gab zu, dass die Spieler die Ungeschlagen-Serie lieber länger gehalten hätten: „Zumindest bis in die Winterpause, da braucht man nicht herumzureden.“ Statt einer Fortsetzung des Laufs brachte Salamon ein „irgendwie komisches Gefühl“ aus dem Innviertel mit.

„Weil es nicht so eine Niederlage war, von der man sagt, man ist 2:4 untergegangen oder man hat keine Chance gehabt“, begründet der Absolvent der Austria-Akademie. In Wirklichkeit hätten die Gäste ihre Möglichkeiten gehabt, das Spiel locker zu gewinnen. „Das war das Bittere an diesem Tag.“

Der Knackpunkt der turbulenten Partie in Oberösterreich mit vier violetten Treffern gegen Aluminium war, als Salamon beim Rückstand von 2:3 eine tolle Fanke schlug, Alex Gorgon per Kopf nur die Stange traf und Roi Kehat den Abpraller an die Latte setzte.

Chancen besser nützen
„Wenn wir nach der Halbzeit aus dieser Doppelchance den Ausgleich gemacht hätten, wäre dadurch sicher nochmals neuer Schwung reingekommen und wir hätten das Spiel in die andere Richtung drehen können“, blickt unser linker Verteidiger auf sein insgesamt 105. Liga-Spiel, das 35. im Austria-Dress (2 Tore/3 Assists) zurück.

Nach vorne sei man eigentlich sehr gefährlich gewesen, nur habe es ein paar Mal um Zentimeter gefehlt. „Hinten haben wir uns zu leicht ausspielen lassen, dem Gegner das Tore schießen leicht gemacht“, befand unsere Nummer 25. Die Moral von der Geschichte: Heute besser machen!