Profimannschaft 11.12.2015, 06:56 Uhr

GORGON ÜBER DAS HEIMSPIEL UM DIE WINTERKRONE

„Wir wollen im letzten Heimspiel des Jahres ein bisschen etwas gutmachen.” Mit dieser von Alex Gorgon ausgegebenen Devise nimmt der FK Austria Wien am Samstag (16:00 Uhr) in der Generali-Arena die 20. und letzte Runde 2015 gegen SCR Altach in Angriff.

Gorgon über das Heimspiel um die Winterkrone

Von einer Rehabilitierung für den enttäuschenden Auftritt in Wolfsberg mit dem 0:2 will der Wiener nicht sprechen. „Dazu waren wir in dieser Saison zu erfolgreich. Ich denke vielmehr, jeder wird verstehen, dass es so einen Ausrutscher geben kann.“
 
Nach dem WAC-Match hatte „Gogo“ die Leistung als „eines Herbstmeisters nicht würdig“ bezeichnet, die dann diese Woche anhand von Videos analysiert wurde. Da habe man auf der Leinwand vor Augen geführt bekommen, welche Fehler begangen worden seien.
 
Der Rückblick war ein kurzer. Dazu der Wiener, der den derzeit verletzten Robert Almer als Kapitän vertritt: „Es hilft nicht, wenn man sich im Sport zu lange mit Misserfolgen aufhält. Wir müssen nach vorne und auf Altach daheim blicken!“
 
Will sich der Herbstmeister aus Favoriten auch zum „Winterkönig“ küren, dann muss in der 20. Runde der tipico Bundesliga ein voller Erfolg her. Weil sich die Violetten nicht auf den Ausgang des Verfolgerduells am Sonntag zwischen Salzburg und Rapid verlassen können.
 
Also gilt die volle Konzentration natürlich wie immer der eigenen Aufgabe, die keine leichte wird. Denn die Vorarlberger kommen mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck, das 3:0 in Grödig vorigen Samstag war erst der zweite Auswärtsdreier in der laufenden Meisterschaft.

Austrias Heimserie: Noch keine Niederlage

Damit die violette Heimserie gegen die Mannschaft aus dem „Ländle“, die gegen uns in Wien noch kein Liga-Match gewonnen (7-2-0) und zuletzt auch im ÖFB-Samsung- Cup-Achtelfinale am Verteilerkreis verloren (1:2) hat, bedarf es im Vergleich zur Darbietung in Wolfsberg einer Steigerung.
 
Was muss der Spitzenreiter also tun, um den Tabellenachten in Schach zu halten? Gorgon zählt auf: Um den Matchplan umsetzen zu können, müsse das Positionsspiel klappen, man sich zwischen den Linien gut bewegen, sicheres Ball- und Passspiel zeigen und die Chancen nützen.
 
„Nicht so wie in Ried, wo wir eigentlich Möglichkeiten für mehrere Spiele hatten“, mahnte der Rechtsfuß Konzentration ein. Die Austria müsse die Chancen konsequent verwerten und ihre Heimstärke ausspielen. In der Generali-Arena haben wir erst eine Niederlage kassiert und sind seit jenem 12.8. in sieben Spielen (4-3-0) ungeschlagen.

„Gogos“ Torrekord basiert auf mehreren Säulen

Das ist zum Teil auch ein Verdienst von Gorgon, der nach 19 Runden schon bei elf Toren hält und damit seinen persönlichen Rekord aus der Saison 2012/13 (10 Treffer in 31 Liga-Spielen) übertroffen hat. Das „Gogo“-Hoch, das sich in der Schützenliste mit Rang zwei dokumentiert, basiert auf mehreren Säulen.
 
„Wenn die Mannschaft funktioniert, kann man als einzelner besser glänzen und dazu kommt, dass ich konstant fit bin. Ich habe keine Verletzungen gehabt, wirklich jede Woche von Montag bis zum Spiel immer trainieren können“, führt der zweifache Vater wesentliche Gründe an.
 
So sei er immer im Rhythmus geblieben, erklärt das Eigengewächs „Die Tore kommen von alleine, wenn man wirklich hart dafür arbeitet - im Training und im Spiel. Das sind die Faktoren, die dazu beitragen, dass ich momentan erfolgreich bin“, meinte der Offensivspieler vor seinem 120. Liga-Einsatz (bisher 39 Tore).

Gorgons positive Herbstbilanz

Und da mit dem Jahresende auch immer die Zeit für Bilanzen naht, zog Gorgon gleich sein Herbstresümee 2015. Es fällt auch mit einem Blick auf die Tabelle positiv aus. „Unsere aktuelle Platzierung hätten uns vor Saisonbeginn nicht viele Leute zugetraut“, glaubt der 27-Jährige.
 
Die Austria wäre vor der Saison ein großes Fragezeichen gewesen. Man habe nicht gewusst, ob die vielen Änderungen von Anfang an greifen würden, vermutet unser Mann mit der Rückennummer 20 auf dem Trikot, der bisher in allen 19 Liga-Spielen in der Startelf stand. Es ist zwar noch nicht alles gut, die Richtung aber stimmt.
 
„Zum Glück sind wir sehr gut in die Saison gestartet“, erinnert sich „Gogo“ an die Anfänge unter dem neuen Trainer Thorsten Fink. „Dass wir vor dem letzten Spiel 2015 ganz oben stehen und uns mit einem Sieg die Winterkrone aufsetzen können, ist schon überraschend. Wir wissen, welcher Aufwand dahintersteht, es kommt nicht von ungefähr.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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