Profimannschaft 19.11.2015, 13:35 Uhr
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WINDBICHLER: „FANS EIN ENORM WICHTIGER FAKTOR“

Vor zwei Wochen waren es auch die Fans, die die Mannschaft zum Ausgleich gegen Salzburg gepusht haben. Am Samstag (16:00 Uhr) zum Auftakt der 16. tipico-Bundesliga-Runde gegen Admira Wacker soll der 12. Mann erneut ein wichtiger Faktor sein.

© Bildagentur Zolles KG Windbichler: „Fans ein enorm wichtiger Faktor“

Richard Windbichler und seine Mitspieler hoffen, dass möglichst viele den Weg an den Verteilerkreis finden werden. „Wenn die Stimmung weiterhin so toll ist, dann könnten wir noch bessere Leistungen als bisher bringen“, sagt der Ex-Admiraner.

Eine Atmosphäre wie gegen die Salzburger hat der Defensivmann außer in einem Derby überhaupt noch nicht erlebt. „Die Kulisse beflügelte, wir wollten unbedingt noch den Ausgleich machen. Die zweite Luft haben wir auch unseren Fans zu verdanken“, meint „Richie“.

Mittlerweile, so der 24-Jährige, herrsche zwischen den Fans und den Spielern wieder eine enge Verbindung. „Diesbezüglich sind die Anhänger und die Mannschaft auf einem guten Weg“, ist der frühere Admira-Kapitän überzeugt.

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Windbichler: „Sie haben es heuer geschafft, sehr kompakt zu stehen" © Bildagentur Zolles KG

Das wird gegen seinen Ex-Klub, der auf dem fünften Tabellenplatz rangiert, auch notwendig sein. Windbichler, der bisher achtmal in unserer Startelf stand, kennt die Niederösterreicher in- und auswendig und nennt als deren größte Stärke das Konterspiel vor allem in Auswärtspartien.

„Sie haben es heuer geschafft, sehr kompakt zu stehen, sie lassen wenig zu. Sie haben gute Umschaltspieler, die über Schnelligkeit verfügen. Da gilt es, die Konter frühzeitig zu unterbinden, am besten noch in der gegnerischen Hälfte“, warnte der U20-WM-Teilnehmer von 2011.

Sechs Runden (5 Siege, 1 Remis), mit dem Samsung-Cup sogar acht Pflichtspiele ohne Niederlage haben den Violetten eine gesunde Portion Sicherheit verliehen. Erfolge machen bekanntlich stark! So soll es bleiben gegen die vier Runden sieglose Admira.

Und so verwundert die Antwort von Windbichler auf die Frage, wer nach der 16. Runde die Tabelle anführe, nicht sonderlich: „So selbstbewusst sind wir, sagen wir Austria Wien!“ Vor dem Wochenende liegen unsere Veilchen drei Punkte vor den Salzburgern und acht Zähler vor Admira.

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Thorsten Fink könnte Richard Windbichler auch gegen die Admira wieder aufbieten © Bildagentur Zolles KG

Das Duell mit seinem Ex-Verein empfindet der geborene Wiener „nur ein bisschen“ besonders. Er sei prinzipiell nicht so ein emotionaler Typ, dem ein solches Spiel nahegeht. „Es ist aber schon etwas anders, da ich doch meine Freundschaften zu den Admira-Spielern pflege“, gesteht er.

Doch am Samstag höre sich die Freundschaft für 90 Minuten auf, das sei logisch, versicherte „Richie“ und fügte unmissverständlich hinzu: „Es zählen nur drei Punkte für uns, da bin ich guter Dinge!“ Sein Wort in Fußballgottes Ohr.

Unser Mann mit der Rückennummer 3 ist überzeugt, dass die Fans auch wieder Tore zu sehen bekommen werden. „Man braucht sich nur unsere offensiven Spieler anschauen, wie viel Qualität in ihnen steckt. Von dem her wird es überhaupt kaum vorkommen, dass wir in einem Match kein Tor schießen.“

Es könne natürlich immer passieren, aber die Wahrscheinlichkeit sei sehr gering. In der Liga ging die Austria heuer erst ein einziges Mal leer aus (19.9. in Graz 0:2). Übrigens zwischen Austria und Admira gab es seit dem 17.11.2001 oder in 14 Jahren in 35 Liga-Partien kein torloses Remis!

Im ersten Saisonduell mit den Südstädtern (1:0 auswärts am 20.5.) hatte Windbichler anstelle des gesperrten Lukas Rotpuller an der Seite von Vanche Shikov die zentrale Verteidigung gebildet. Shikov kehrte als Torschütze vom madzedonischen Nationalteam (4:1 daheim gegen Montenegro) heim.

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Diesmal könnte das „Pärchen“ trotzdem wie zuletzt im Derby, in Mattersburg und gegen die „Bullen“ Rotpuller - Windbichler heißen. Dazu sagt Letzter: „Ich glaube, wir haben in den vergangenen Wochen einen guten und erfolgreichen Job gemacht. Ich kann nur auf mich schauen und meine Leistung bringen. Sollte ich spielen, werde ich das wieder tun.“

Trainer Thorsten Fink kündigte am Donnerstag an, voraussichtlich keine Umstellungen vornehmen zu wollen.

Sollte der „ausgeruhte“ Windbichler sein insgesamt 114. Bundesliga-Spiel (6 Tore), sein zwölftes im violetten Dress bestreiten, dann könnte er ja auch sein erstes Pflichtspieltor für die Veilchen schießen. Ist das gegen die Admira der Fall, dann bliebe “Richie“ sicher bescheiden: „Ich bin sowieso nicht der große Jubler.“

Nach zwei freien Tagen am Wochenende und der Rückkehr der Teamspieler lief der Countdown für das Admira-Spiel diese Woche voll an. „Während der durch das Länderspiel bedingten Pause ging das Training normal weiter, aber es stand auch ein bisschen Spaß im Training auf dem Programm“, erzählt Windbichler.

„Wir haben im Moment ja ganz gut lachen, da wir in einer sehr guten Ausgangsposition sind. Wir genießen es und wollen jetzt an unsere Leistungen anschließen“, sagt der Rechtsfuß im Hinblick auf die kommende Aufgabe.

Die Akkus sind in der zweiwöchigen Liga-Pause aufgeladen für das Finish des Jahres mit drei Heim- und zwei Auswärtsspielen, in denen noch 15 Punkte zu holen sind. Wie viele Zähler die Violetten noch machen werden, darauf wollte sich „Richie“ nicht festlegen.

„Wir sind eine Mannschaft, die keine großen Töne spuckt, sondern sich von Spiel zu Spiel konzentriert. Samstag sind wir sicherlich Favorit, diese Rolle wollen wir bestätigen“, gibt Windbichler die Austria-Devise aus.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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