Profimannschaft 04.11.2015, 11:04 Uhr
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VORFREUDE AUF ERSTES CUP-HEIMSPIEL SEIT 2011

Die Spannung vor dem ersten Heimspiel im ÖFB-Samsung-Cup seit viereinhalb Jahren ist groß. Auch deshalb, weil das Achtelfinal-Treffen mit SCR Altach am Mittwoch (18:00 Uhr) in der Generali-Arena das erste als alleiniger Tabellenführer der tipico-Bundesliga seit dem Finish unserer Meistersaison 2012/13 ist.

© Bildagentur Zolles KG Vorfreude auf erstes Cup-Heimspiel seit 2011

„Wir freuen uns alle, dass wir in der Meisterschaft ganz vorne dabei sind, aber natürlich zählt für uns genauso auch der Cup“, sagte unser defensiver Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser nach fünf Siegen am Stück in der Liga. Das 2:1 am Sonntag in Mattersburg war der einzige Auswärtssieg der 14. Runde.

Der Pokal sei der kürzeste Weg nach Europa und da wolle man daheim bestehen, sagte unser von Trainer Thorsten Fink als „Quaterback“ bezeichneter Sechser: „Wir haben ein ganz klares Ziel, wollen in die nächste Runde. Wenn wir unsere Vorzüge wie zuletzt wieder auf den Platz bringen, dann ist der Aufstieg möglich.“

„Rapha“ vergaß trotz allem Selbstvertrauen aber nicht darauf hinzuweisen, dass der Gegner ein sehr unangenehmer sei. „Die Altacher stehen hinten kompakt und haben auch nach vorne, wie mit Aigner und Tajouri, ihre Qualitäten. Sie sind gefährlich, da müssen wir jede Sekunde aufpassen.“

Unser Blondschopf hat im Cup bisher schon zweimal finale Luft geschnuppert. Am 1. Juni 2013 saß er in Berlin beim 2:3 gegen Bayern München auf der Bank des VfB Stuttgart und heuer (3. Juni) gab es als Austrianer im Klagenfurter Endspiel gegen RB Salzburg ein 0:2 (0:0) n.Verl., wobei der Linksfuß jedoch nicht dem Kader angehörte.

Unter Interimscoach Andreas Ogris war damals hingegen Philipp Zulechner in Kärnten ab der 80. Minute im Einsatz. Der Stürmer fiebert Austrias erstem Cup-Heimspiel seit 9.4.2011 (0:4 im Viertelfinale gegen Austria Lustenau) entgegen. Zuhause zu spielen sei immer schön, sagt „Zuli“.

Vor allem dann, wenn man sich eine lange Anreise wie der Gegner erspart. Der Wiener, der auf die Unterstützung der Zuschauer hofft, nimmt seine vorsichtige Zuversicht aus den ersten zwei Saisonduellen mit den Altachern (3:1 daheim, zuletzt 2:1 auswärts): „Wir wollen wieder gewinnen und eine Runde weiterkommen!“

Wenn man die Leistung, wie man sie zuletzt in der Punktekampagne gezeigt habe, wieder abrufe, dann werde man das auch schaffen, ergänzte Zulechner, der in der laufenden Saison im Cup das bisher einzige Mal in Oberwart traf. Als Eingewechselter fixierte er den Endsand zum 3:0.

Im Burgenland war Kevin Friesenbichler noch nicht dabei, dafür steuerte er zum 7:0 in Runde zwei beim FC Wels einen Doppelpack und einen Assist bei. „Wir wollen auch im Cup aufsteigen, so weit wie möglich kommen“, sagt der Goldtorschütze zum 2:1 im Derby, der auch am Sonntag beim 2:1 in Mattersburg seine Beine entscheidend im Spiel hatte.

Unser junger Angreifer gestand vor den drei Heimspielen im Cup sowie in der Meisterschaft gegen RB Salzburg (7.11.) und Admira Wacker (21.11./jeweils 16:00 Uhr), dass er lieber vor eigenem Publikum als in der Fremde spiele.

Als er hörte, dass die Veilchen im Cup erstmals in der Generali-Arena nach 21 Auswärtspartien in diesem Bewerb antreten, war er zusätzlich motiviert: „Dann haben wir ja im Cup etwas gutzumachen!“

Larry Kayode hat wie viele noch nie einen nationalen Cup-Bewerb gewonnen. Einmal hatte er seine Hand schon nahe an der Trophäe, musste sie aber Roi Kehat überlassen. Der Nigerianer verlor 2014 mit Maccabi Netanya gegen seinen jetzigen israelischen Klubkollegen im Dress von Hapoel Kiryat Shmona in der Verlängerung 0:1.

Im Gegensatz zur Meisterschaft hat sich Larry im laufenden ÖFB-Samsung-Cup noch nicht in die Schützenliste eingetragen. Dafür hat es unser Wirbelwind an vorderster Front gegen Cupgegner Altach in den ersten zwei Liga-Saisonspielen auf je einen Treffer gebracht! Um Fortsetzung wird gebeten.