Profimannschaft 22.10.2015, 13:33 Uhr
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KEHAT ERWARTET "INTERESSANTES DERBY"

Roi Kehat ist in den ersten zwölf Runden der tipico Bundesliga von Trainer Thorsten Fink stets für den Matchkader des FK Austria Wien nominiert worden. Der Israeli kam dabei mit einer Ausnahme auch immer zum Einsatz.

© Bildagentur Zolles KG Kehat erwartet "interessantes Derby"

Auch im Derby, das am Sonntag (16:30 Uhr) im Happel-Stadion seine 315. Auflage erlebt. Gegen Rapid wirkte unser Offensivspieler am 12. August beim bitteren 2:5 in der Generali-Arena das einzige Mal über die volle Distanz mit.

Kehat brennt natürlich wie alle im violetten Lager auf Revanche. „Das wird ein interessantes und schwieriges Spiel. Der Gegner verfügt über eine starke Mannschaft, aber wir haben ebenfalls ein gutes Team, sind derzeit gut drauf“, meint er.

„Wollen immer gewinnen, so gehen wir in jedes Spiel“

Als Austria will man immer gewinnen. Mit dieser Erwartung gehen wir in jedes Spiel. Roi Kehat

Als Austria wolle man gewinnen. „Mit dieser Erwartung gehen wir in jedes Spiel. Ich hoffe, wir können wieder drei Punkte machen“, sagt der Linksfuß, nachdem die Veilchen zuletzt drei Siege in Serie eingefahren und so Selbstvertrauen getankt haben.

Der 23-Jährige ist mit seinen bisherigen Einsatzminuten vor dem Wiener Gipfeltreffen, in der der Dritte den Zweiten empfängt, happy und zufrieden. „Ich bin in den jüngsten zwei Spielen in der Startelf gestanden und ich hoffe, es geht so weiter und wir gewinnen weiter.“

Im ersten Saison-Derby war Kehat im linken Mittelfeld (4-2-3-1) aufgeboten worden, zuletzt beim 2:1 in Altach (Austria-System 4-1-4-1) und beim 2:1 gegen SV Grödig daheim (4-2-3-1) kam er im zentralen, offensiven Mittelfeld immerhin 84 bzw. 86 Minuten zum Zug. 

Man sei gut in die Saison gestartet und habe oft gepunktet. Die Violetten haben nach dem ersten Drittel der Liga-Saison schon elf Zähler mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Im Derby soll dieser Trend anhalten, wollen wir vor dem Stadtrivalen bleiben.

Kehat, der 2013/14 „Youngster der Saison“ war und israelischer Cupsieger wurde, hat es vor seinem ersten Auslandstransfer zuletzt für Hapoel Shmona Kiryat in 55 Liga-Matches auf 20 Tore gebracht. In Österreich wartet er noch auf seinen Premieren-Treffer. Vielleicht gelingt er am Sonntag.

Über den größten Unterschied zur Israel-Liga

Als größten Unterschied zwischen der obersten israelischen und der österreichischen Liga nannte er die „bessere Physis und das höhere Tempo“ in der tipico Bundesliga. „In Israel gibt es vielleicht mehr Techniker, aber dafür ist das Spiel hier um einiges schneller“, befand Kehat.

Der Legionär, der beim 3:0 in der ersten Samsung-ÖFB-Cup-Runde gegen SV Oberwart seinen ersten Pflichtspiel-Assist geleistet hat, gehört jener Spezies von Fußballern an, die die feine Klinge bevorzugen. Zu seinen Stärken zählen Kreativität, Dynamik, Passspiel und Torabschluss.

Und er macht kein Hehl daraus, in welchen Bereichen er noch zulegen muss. „Im körperlichen Bereich und in der Geschwindigkeit, das wird mir helfen, um für mehr Torgefahr zu sorgen“, hofft der 31-fache Nachwuchs-Teamspieler, der seinen Wechsel nach Favoriten nicht bereut hat.

Vor Transfer Damari-Kontakt und Hochzeit

Bevor sich Kehat für die Austria entschied, hatte er mit seinem Landsmann Omer Damari öfters gesprochen. „Er hat mir den Verein als guten Platz für meine Entwicklung empfohlen, hier könne ich ein besserer Spieler werden“, verriet der Neue von den Gesprächen mit dem Ex-Austrianer.

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Roi hat nach Österreich übrigens Vertrautes mitgenommen. Seine Frau Gil, die er Ende Mai geheiratet hat. „Sie ist auch hier, wir sind glücklich. Es gefällt uns sehr gut, die Leute sind nett. Wir haben schon viel von der Stadt gesehen“, erzählt der Jung-Ehemann, der im Sommer keine Zeit für Flitterwochen hatte.

Versäumtes will das Ehepaar im Dezember in der Karibik oder den USA nachholen. Das „Flittern“ im Sommer hatten einerseits sein Debüt in Israels A-Nationalteam (1:3 auswärts in der EM-Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina) und andererseits der Transfer nach Wien verhindert.

Roi über EM-Quali aus zweierlei Sicht

Im Wettlauf nach Frankreich landete Israel in der Gruppe B auf dem vierten Platz, vier Punkte hinter dem Playoff-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina, Belgien gewann vor Wales. „Wir hatten uns Rang drei zum Ziel gesetzt und sind mit drei Siegen in den ersten drei Spielen auch sehr gut gestartet, haben dann aber zu selten gepunktet”, sagt Kehat.

Und so hofft er jetzt, dass es das nächste Mal klappt. Ein Neuaufbau des A-Teams in Israel ist nach dem Scheitern nicht ausgeschlossen. Roi als junger, aufstrebender Kicker, der sich in Englisch verständigt, aber schon einige Wörter und Sätze Deutsch spricht, möchte sich in den Reihen der Austria dafür aufdrängen.

„Ich glaube schon, dass ich das Potenzial habe, in der Startelf der Nationalmannschaft zu stehen. Ich werde alles dafür geben“, kündigt der topmotivierte Violette an, der sich in seiner Wahlheimat Österreich über das gelöste EM-Ticket für Frankreich 2016 mitfreut.

„Was die österreichische Mannschaft in der starken Gruppe G geschafft hat, ist wirklich sehr bemerkenswert. Sie hat eine tolle Qualifikation gespielt und besitzt durchaus das Zeug, bei der Endrunde in die K.O.-Phase zu kommen“, streut Kehat, dessen Lieblingspart der „Zehner“ ist, der rot-weiß-roten Auswahl Blumen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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