Profimannschaft 30.10.2015, 15:39 Uhr
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KAYODE: "WIR SIND TEAMKOLLEGEN UND FREUNDE"

Mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen in Serie, doch ohne Überheblichkeit tritt Derby-Sieger FK Austria Wien am Sonntag (16:30 Uhr) zum Abschluss der 14. tipico-Bundesliga-Runde gegen den SV Mattersburg an. Die Veilchen nehmen gute Erinnerungen aus dem ersten Saisonduell mit.

© Bildagentur Zolles KG Kayode: "Wir sind Teamkollegen und Freunde"

Mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen in Serie, doch ohne Überheblichkeit tritt Derby-Sieger FK Austria Wien am Sonntag (16:30 Uhr) zum Abschluss der 14. tipico-Bundesliga-Runde gegen den SV Mattersburg an. Die Veilchen nehmen gute Erinnerungen aus dem ersten Saisonduell mit.

Gegen die Burgenländer gelang am 15. August in der Generali-Arena mit 5:1 der bisher höchste Erfolg unter Trainer Thorsten Fink. Dabei hat Olarenwaju „Larry“ Kayode seinen ersten Doppelpack (jeweils per Kopf zum 2:0 und Endstand) im violetten Dress geschnürt.

Außerdem hat der Nigerianer das 1:0 „vorbereitet“. Unser Wirbelwind war nur noch durch ein Foul zu stoppen gewesen und Alex Gorgon besorgte den Rest. „Ich bin bereit, wir sind bereit“, sagte der Publikumsliebling vor der Abreise ins Burgenland.

Das gute Gefühl nehmen Larry und Co vermehrt aus dem Duell mit Rapid mit. „Es wird nicht leicht, aber ich glaube, wenn wir so spielen wie im Derby, werden wir gewinnen “, formulierte der Vorbereiter des Derby-Siegestores seine zuversichtlichen Erwartungen.

Kayode war von der Derby-Kulisse und unserer starken Leistung gegen eine Top-Mannschaft begeistert: „Ich bin glücklich, dass uns die Revanche für das Heim-2:5 gelungen ist, wir uns als Team präsentiert haben.“

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Bild aus dem ersten Saison-Duell: Kayode herzt Holzhauser © Bildagentur Zolles KG

Larry sieht Austria „auf gutem Weg“

Die Austria sei auf einem guten Weg, so wie sie derzeit als Mannschaft spiele, könne man auch sechs Spiele ungeschlagen absolvieren. „Wir müssen jedoch zu hundert Prozent weiterhin konzentriert bleiben, wie wir das zuletzt an den Tag gelegt haben“, fordert der Rechtsfuß.

Stürmer fühlt sich als Spitze wohl

Beim 5:1 gegen die Mattersburger kam Kayode übrigens auf dem linken Flügel, hinter Solospitze Philipp Zulechner, zum Einsatz. „Meine Position ist Stürmer. Ich glaube, ich bin vor dem Tor gefährlicher, das hat man gesehen“, befindet der stets gut gelaunte 22-Jährige.

Und wenn er einmal keinen Treffer erziele, ergänzt der Angreifer, dann bereite er eben Tore vor. „Das ist gut für die ganze Mannschaft und auch für mich“, sagt der zweifache U20-WM-Teilnehmer (insgesamt 9 Spiele und 5 Tore/2011 Kolumbien bis Viertel- und 2013 Türkei bis Achtelfinale).

In den bisherigen 15 Pflichtspielen brachte es Kayode auf insgesamt 5 Tore und 6 Assists. Sportdirektor Franz Wohlfahrt bezeichnet ihn als „auffälligen Spieler“, der noch die nötige Ruhe benötige. „Er hat noch ein paar Sachen zu lernen, das bringen wir ihm aber bei“, meint unser Ex-Teamkeeper.

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Ronaldo als Vorbild

Kayode trägt die Rückennummer unseres und Österreichs Jahrhundert-Fußballers. „Ich habe Herbert Prohaska auf Video spielen gesehen. Er war ein wunderbarer, intelligenter, technisch hervorragender Fußballer. Er konnte mit dem Ball alles“, ist Larry bestens informiert.

Sein Vorbild heißt aber Cristiano Ronaldo. „Er ist für mich der Beste der Welt“, schwärmt Kayode von dem Portugiesen in Diensten von Real Madrid. 

Familienrat entschied über Transfer zur Veilchen

Wie es überhaupt zu seinem Wechsel nach Wien kam? „Ich habe meine Familie, meine Frau gefragt. Wir haben uns vor dem Transfer zusammengesetzt, alle Dinge gecheckt und dann entschieden. Die Austria ist ein richtiger großer und traditionsreicher Klub“, nannte der flinke, trickreiche Stürmer die Gründe für Favoriten.

Die Familie Kayode, die bei jedem Heimspiel auf der Tribüne der Generali-Arena fest die Daumen drückt, wird in Bälde um ein Mitglied größer. „Meine Frau erwartet im Dezember ein Kind. Sohn Jason bekommt einen Bruder“, verriet der Papa.

Die Familie sei ihm das Wichtigste im Leben. „Wenn meine Familie glücklich ist, dann bin ich es auch“, lautet das Credo Kayodes. Wenn das Umfeld, besonders in neuer Umgebung, passt, dann stimmt meist auch die Leistung auf dem Rasen. 

Larry, der von Maccabi Netanya kam, befindet sich im Aufwind. Das liegt auch daran, dass er mit Roi Kehat (bis Sommer Hapoel Kiryat Shmona), den er zuletzt als Gegner in Israel kennengelernt hat, jetzt im selben Verein spielt. „Das ist wirklich sehr angenehm, aber ich habe auch mit den anderen Leuten hier nur gute Erfahrungen gemacht. Wir sind Teamkollegen, alle Freunde!“ So soll es sein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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