Profimannschaft 08.10.2015, 07:36 Uhr
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ERFOLGSHUNGER ALMERS UND CO HÄLT IM EM-QUALI-FINISH AN

Das lange ersehnte Ziel des heimischen Fußballs, erstmals eine EM-Endrunde auf sportlichem Weg zu erreichen, ist seit dem 4:1 in Schweden Realität. Trotz des bereits fixierten ersten Platzes in der Gruppe G hat Österreich in den letzten zwei Quali-Spielen weiter Hunger nach Erfolgen!

© Bildagentur Zolles KG Erfolgshunger Almers und Co hält im EM-Quali-Finish an

„Unser Siegeswille ist ungebrochen“, versichert Julian Baumgartlinger, einer von zehn Spielern im 23-Mann-Kader mit Austria-Vergangenheit vor den Partien am Freitag in Montenegro (20:45 Uhr) und am Montag gegen Liechtenstein (18:00 Uhr/beide live ORFeins/Happel-Stadion).

Der „Mainzer“, der im Sommer 2011 von Favoriten in die deutsche Bundesliga wechselte und nun vor seinem 40. Länderspiel steht, Austrias Torhüter Robert Almer, der in Schweden mit 603 Minuten einen ÖFB-Rekord an Pflichtspielen ohne Gegentor aufstellte, und Kollegen wollen unbedingt ungeschlagen den Wettlauf nach Frankreich 2016 beenden.

Österreich hat in der Geschichte erst zweimal eine Ausscheidung mit Weißer Weste beendet. Das war beide Mal für ein WM-Turnier: 1958 (vier Spiele) und 1978 (sechs). Nun ist also die Realisierung des „Hattricks“ möglich. Almer und Co sind ganz nahe dran, ein weiteres Kapitel des Erfolges zu schreiben.

Aber Vorsicht, vor allem in Podgorica, wo die rot-weiß-rote Auswahl ein Hexenkessel erwartet, wird es nicht leicht werden. Nicht so sehr von der Atmosphäre her. „Eine beeindruckende Kulisse sind wir gewöhnt. Der Gegner hat in Wien gezeigt, dass er nach vorne gefährlich werden kann“, erinnerte sich Baumgartlinger an das 1:0 vom Oktober.

Grundsätzlich wolle man den eingeschlagenen Weg weitergehen, wichtige Punkte holen und so eine gute Ausgangslage für die EM schaffen. Dass die Auswahl auf Rang elf der FIFA-Weltrangliste aufscheint, ist für Koller eine Momentaufnahme, eine Duftmarke, die seine Spiele gesetzt hätten.

„Wir sind auf das Tagesgeschäft fokussiert, gehen sehr konzentriert in die Spiele. Es gibt keinen Grund nachzulassen. Wir werden Spielfreude, Willen, Einsatz zeigen, wir wollen gewinnen, um bei der Auslosung in Topf zwei zu bleiben“, gibt Koller die Marschroute vor.

Vorausgesetzt, es gibt keine Verletzungen in den Trainingseinheiten bis zum Anpfiff, wird der Schweizer daher auch die bestmögliche Elf aufbieten und auf personelle Experimente verzichten. Das ist gut so, denn Montenegro verfügt laut Koller nicht nur über vier großgewachsene Abwehrleute, sondern über einen „sehr robusten Kader“. Da lautet die Devise: „flach und schnell“ kombinieren.

Mit Erfolgen in Montenegro und daheim gegen Liechtenstein wäre das rot-weiß-rote Märchen perfekt. Auch wenn diese nicht gelingen sollten, würde das der guten Stimmung im Prater-Oval keinen Abbruch tun. Über 48.000 Zuschauer werden die Koller-Truppe für die erfolgreiche EM-Qualifikation gebührend feiern. Es ist Party-Time angesagt! Frankreich wir kommen!

Dass alle in dieser Quali erzielten 16 Treffer Österreichs von offensiven Spielern erzielt wurden, wird die defensive Abteilung im Finish anspornen. Dazu meinte Koller, der nach den beiden Spielen mit den ÖFB-Spitzen über eine etwaige Vertragsverlängerung sprechen wird: „Es ist keinem defensiven Spieler verboten, ein Tor zu machen!“

Wie sagte Baumgartlinger diese Woche: „Genießen können wir dann, wenn wir alle Aufgaben erfolgreich erledigt haben! Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer einem noch markanten statistischen Wert: Ein Sieg in Podgorica wäre der siebente auswärts in Folge – das hat es auch noch nie gegeben.
 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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