Profimannschaft 23.10.2015, 13:05 Uhr
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DERBY-SPEZIALIST GORGON: "WAS WAR, ZÄHLT NICHT"

Konzentriert und fokussiert fiebern Spieler, Betreuer und Fans des FK Austria Wien dem Schlager der 13. Runde entgegen. Im Happel-Stadion ist am Sonntag (16:30 Uhr) wieder Derby-Time angesagt! Tickets für unseren Sektor sind bis Samstag, 13 Uhr, an den Kassen der Generali-Arena, am Sonntag ab 15:00 Uhr beim Happel-Stadion (Gästekassa) erhältlich.

© Bildagentur Zolles KG Derby-Spezialist Gorgon: "Was war, zählt nicht"

„Jeder versucht natürlich dieses Spiel zu gewinnen“, sagt Alex Gorgon, der mit neun Toren die Schützenliste der Liga anführt und mit fünf Treffern gegen den Stadtrivalen so oft getroffen hat wie kein anderer im aktuellen Kader der Violetten.

Gorgon und Kollegen haben das erste Saisonderby in unliebsamer Erinnerung und gehen topmotiviert in die Partie. „Das 2:5 zuhause hat sehr wehgetan, nun wollen wir das in einer gewissen Art und Weise wieder gutmachen“, kündigt „Gogo“ an. Er und seine Mitspieler wissen jedoch, dass in einem Derby „bekanntlich immer alles möglich“ ist. „Wir brennen auf eine erfolgreiche Revanche und wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen“, versichert der Offensivgeist.

„Es wird ein paar Mal klingeln“

In den jüngsten acht Duellen (seit dem 0:0 am 11.8.2013) sind immer Tore gefallen, ein Remis gab es zuletzt am 24.8.2014 (2:2 in der Generali-Arena). Man könne davon ausgehen, dass es ein paar Mal klingeln wird, glaubt Austrias Torschütze vom Dienst. Aber es kann genauso gut wieder zu einer Nullnummer kommen. „Wir haben viele Derbys erlebt, die hart umkämpft waren, wo sich fast alles im Mittelfeld abgespielt hat, alles auf Zweikämpfe reduziert worden ist“, meint unser Flügelflitzer.

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Samstag, 27. Mai 2017 16:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Sonntag, 28. Mai 2017 16:30 Uhr ics Programm: FC Admira-FK Austria Wien Ort:
Freitag, 2. Juni 2017 20:00 Uhr ics Programm: Geburtstag Dominik Prokop Ort:
Sonntag, 11. Juni 2017 20:00 Uhr ics Programm: Geburtstag Alexandar Borkovic Ort:

Dass zuletzt sieben Tore fallen würden, hatte sich vorher auch niemand gedacht. Gorgon denkt, dass die Austria in dieser Saison öfter als in den zwei vergangenen Saisonen ihre spielerischen Qualitäten gezeigt habe. „Die Rapidler haben im ersten Liga-Drittel gezeigt, dass sie gut drauf sind – auch wenn die jüngsten Ergebnisse nicht so passten”, zollt der Wiener dem Stadtrivalen Respekt.

„Vorzeichen sagen gar nichts aus“

Die Veilchen treten nach drei Siegen in Serie mit Selbstvertrauen gegen einen Gegner an, der in der Liga zuletzt zweimal verloren und auf den dritten Rang hinter der Austria zurückgefallen ist. Die Vorzeichen für den Hit sehen also nicht so schlecht aus. „Das versucht man vielleicht von außen so zu interpretieren. Ich meine trotzdem, dass es gar nichts aussagt. Denn wenn du in ein Derby reingehst, zählt nicht viel, was davor war oder was danach kommen könnte“, versichert Gorgon.

Dennoch, die vergangenen Erfolgserlebnisse taten der violetten Seele gut. Trainer Thorsten Fink war nach dem 2:1 vorigen Samstag gegen SV Grödig ebenso zufrieden wie Grogen: „Es ist uns aufgegangen, auf diese Leistung können wir auf jeden Fall aufbauen.“ Sehr viele Dinge wären schon sehr in Ordnung gewesen. „Und es ist auch noch nicht oft gelungen, dass wir zur Halbzeit die Weichen zu einem vollen Erfolg gestellt haben“, sagt er und ist der Meinung: „Wir sind im Stande, schon einiges mehr abzurufen und noch besser zu spielen.“

So ist unter anderem vor dem Tor noch mehr Effizienz gefragt. „Es ist nie möglich, in einem Spiel alle Chancen zu verwerten. Es ist wichtig, dass man zu Chancen kommt, sie erarbeitet. Irgendwann werden sie dann auch genützt“, weiß Gorgon.  Er selbst hat diese Erfahrung gegen die Grödiger mit seinem achten Doppelpack in der Bundesliga, dem dritten in dieser Saison gemacht. Beim 1:0 hat das Austria-Eigengewächs sich noch „normal gefreut, weil es ein bisschen ein ‚Eiertor‘ war“, aber bei seinem zweiten Treffer wurden Emotionen frei.

Darum feierte er seine Grödig-Tore unterschiedlich

„Die Geste war ein Zeichen dafür, dass eine Last von mir gefallen ist, da ich ja einige Spiele nicht getroffen habe“, erklärte Gorgon den Jubel, wobei er mit seinen beiden Handflächen über seinem Kopf und Oberkörper symbolische den „Ballast“ abstreifte. Er wollte damit signalisieren, dass ihm nun hoffentlich wieder der Knopf aufgegangen ist, um weiter zu treffen. Kein Austrianer hätte etwas dagegen, wenn Alex am Sonntag sein halbes Dutzend an Toren gegen Rapid voll macht und er mit dem zehnten Saisontor seine bisher beste Liga-Ausbeute (2012/13) egalisiert.

„Gogo“ hätte dreifachen Grund zum Feiern

Er und die Violetten hätten damit vielleicht etwas zu feiern. Aber „Gogo“ hat auf alle Fälle Gründe dafür. Denn am 28. Oktober wird er 27 Jahre und einen Tag vorher ist die Geburt seines zweiten Kindes vorgesehen. Seine einjährige Tochter Mila Angelina bekommt einen Bruder. Dieser wird auf den Namen Mateo getauft werden. Der Vater hofft, dass die Geburt nicht auf den Derby-Tag fällt, sondern dass seine Frau Manuela den Buben schon einen Tag davor oder erst danach zur Welt bringt. „Das wäre besser“, wünscht sich Alex.

Alex Gorgon trägt seit seinem 5. Lebensjahr das Austria-Wappen auf der Brust. Einem Wiener Derby ordnet er alles, ja, ALLES, unter. ⚽

Posted by FK Austria Wien on Freitag, 23. Oktober 2015

Mit einem hochmotivierten @gorgonzola20 ins Derby! #faklive #forzaviola

Ein von FK Austria Wien (@fkaustriawien) gepostetes Video am

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 35 78
2. FK Austria Wien 35 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 35 60
4. CASHPOINT SCR Altach 35 53
5. FC Flyeralarm Admira 35 46
6. SK Rapid Wien 35 43
7. SV Mattersburg 35 40
8. RZ Pellets WAC 35 39
9. SKN St. Pölten 35 37
10. SV Guntamatic Ried 35 35
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