Profimannschaft 21.08.2015, 08:48 Uhr
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WINDBICHLER MELDET SICH VOR SCHLAGER FIT

Erstmals seit fast einem Monat könnten Lukas Rotpuller und Richard Windbichler theoretisch wieder die Innenverteidigung des FK Austria Wien bilden. „Richie“ hat sich nämlich Anfang der Woche fit gemeldet und steht Trainer Thorsten Fink damit für den sonntägigen Hit (16:30 Uhr) der 6. Runde der tipico Bundesliga auswärts gegen Salzburg zur Verfügung.

© Bildagentur Zolles KG Windbichler meldet sich vor Schlager fit

Eine Woche nach der Rückkehr von Rotpuller, der wegen seines Ausschlusses in Grödig im Derby gesperrt und gegen Mattersburg wieder im Einsatz war, hat „Richie“ seinen Muskelfaserriss im linken Adduktorenbereich auskuriert. „Mir geht’s sehr gut, ich bin bereit“, sagt Richard Windbichler vor seinem möglichen Comeback.

Er sei mit dem Heilungsprozess zufrieden gewesen und fühle sich nach dreiwöchiger Pause topfit. „Das habe ich natürlich auch der Arbeit unserer medizinischen Abteilung zu verdanken. Jetzt freue ich mich, der Mannschaft wieder helfen zu können“, ist der 24-Jährige voller Tatendrang.

Die Verletzung hatte sich der Defensivspieler am 26. Juli in Wolfsberg (2:0) ohne Fremdeinwirkung zugezogen. „So eine Verletzung habe ich noch nie gehabt, das war etwas Neues für mich“, erzählt Windbichler und ist froh, nur drei Wochen gefehlt zu haben.

Mit unserer Mannschaft und unserer Form ist alles möglich Richard Windbichler

Vor 13. Liga-Spiel gegen RBS

Der Rechtsfuß, der im Sommer von Admira Wacker geholt wurde, steht vor seinem insgesamt 13. Liga-Spiel gegen die „Bullen“. Mit den Südstädtern hat er zwei Siege (2:1 am 25.9.2011 und 3:1 am 10.11.2013) und ein Remis (4:4 am 18.8.2012) jeweils daheim erreicht. Vielleicht klappt es nun im Austria-Dress erstmals auswärts gegen die Festspielstädter.

„Mit unserer Mannschaft und unserer Form ist alles möglich. Von dem her stehen die Vorzeichen recht positiv“, gibt sich der U20-WM-Teilnehmer 2011 in Kolumbien, der ob seines 13. Spiels gegen die Salzburger überhaupt nicht abergläubisch ist, zuversichtlich. Dass der Gegner erstmals seit unserem Meisterjahr 2013 in der Tabelle hinter unser liegt, ist für Windbichler nicht von Bedeutung.

„Es ist irrelevant, was die aktuelle Tabelle sagt“

Weil erst fünf Runden gespielt sind, sei es irrelevant, was die Tabelle sage. Für „Richie“ ist Fakt, dass die Salzburger nach wie vor die beste Mannschaft im Lande hätten. „Auch wenn sie einen schlechten Ligastart gehabt haben, werden sie im Laufe der Saison Plätze gutmachen“, glaubt der in Wien geborene Niederösterreicher.

Für den Hinterbrühler ist der Double-Gewinner sowohl erster Anwärter auf den Meistertitel, als auch Favorit am Sonntag. „Allein aufgrund dessen, weil die Bullen Serienmeister und eine Heimmacht sind“, meint Windbichler zur Ausgangslage. Die Austria könne dort nur gewinnen, die meisten Experten gingen ja von einem Heimsieg aus.
 

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„Von dem her können wir ohne großen Druck hinfahren und überraschen“, fühlt sich „Richie“ in der Rolle des nicht chancenlosen Außenseiters wohl. Er erwartet, dass der Gegner nicht massiv hinten stehen, sondern wie immer nach vorne spielen wird. „Es wird etwas Anderes als in Grödig und zuhause gegen Mattersburg“, ist er sich sicher.

Daran änderte auch der internationale Einsatz des kommenden Gegners am Donnerstag in der Europa League auswärts gegen Dinamo Minsk nichts. „Nach einigen englischen Wochen, die die Salzburger hatten, ist es sicher kein Nachteil für uns. Nach Weißrussland ist es eine weite Reise. Aber das wird nicht ausschlaggebend sein für den Spielausgang am Sonntag“, meint Windbichler.

Ohnehin geht es um das eigene Spiel. „Der Trainer hat eine klare Philosophie, von Anfang an war klar, dass von heute auf morgen noch nicht alles funktioniert. Wir sind gut unterwegs. Das schreitet nur durch kontinuierliche Arbeit voran.“ Die Automatismen würden früher oder später greifen, ist Windbichler sicher.

„Die Liga ist immer ausgeglichener geworden. Wenn wir wie in Grödig mit 80 Prozent Ballbesitz gegen einen tiefstehenden Gegner dominieren, ist es eben schwierig, sich da durch zu kombinieren“, gibt unser Innenverteidiger zu bedenken. Gegen die Mattersburger lief es mit fünf erzielten Toren zuletzt besser.

Was ihn mit Rotpuller bzw. Grünwald verbindet

Bilder des 5:1 gegen Mattersburg © Bildagentur Zolles KG

Obwohl der Trend unter den Kickern der Kurzhaarschnitt ist, fällt unser Abwehrduo nicht nur wegen der relativ guten Harmonie auf. Sowohl Rotpuller als auch Windbichler haben längeres Haar. Das sei Zufall, er habe den Look schon seit vier Jahren so, sagt „Richie“, der in der Kabine seinen Platz neben Alex Grünwald gefunden hat.

Das kommt vielleicht nicht so von ungefähr. Beide sind nämlich große Eishockey-Fans. „Grüni“ ist als Kärntner KAC-Anhänger und „Richie“ ein NHL-Freak, wobei ihm nach einem Besuch in Kanada die Montreal Canadiens und deren Spieler P.K. Subban ans Herz gewachsen sind. Der Star des Klubs ist mit Kanada 2014 Olympiasieger geworden und das Idol von Windbichler.

Ihm gefällt die Einstellung von Subban zum Beruf. „Er ist ein Führungsspieler, geht voran, wenn es darauf ankommt, er steht über allen drüber, leitet seine Mannschaft zu Erfolgserlebnissen. Es ist für mich sehr beeindruckend, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Er ist ein Vorzeigeprofi“, charakterisiert unser Abwehrmann sein Vorbild als Sportler.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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