Profimannschaft 27.08.2015, 08:51 Uhr

MARTSCHINKO: "WOLLEN ALS ZWEITER IN DIE LIGA-PAUSE"

Der FK Austria Wien geht am Samstag (16:00 Uhr) in der BSFZ-Arena gegen Admira Wacker Mödling mit dem Ziel in die Begegnung, die dann folgende zweiwöchige Länderspielpause als Tabellenzweiter anzutreten.

Martschinko: "Wollen als Zweiter in die Liga-Pause"

„Wir wollen drei Punkte holen“, macht Christoph Martschinko keinen Hehl aus den violetten Ambitionen vor dem Auftaktspiel zur siebenten Runde in der tipico Bundesliga. Den Respekt vor dem Gegner verliert man jedoch trotzdem nicht aus den Augen.

„Die Admiraner machen es derzeit sehr gut. Sie sind im Konter stark, effizient, treffen fast mit jedem Schuss ins Tor. Da müssen wir aufpassen, vorne sind sie gefährlich“, warnt unser linker Verteidiger.

Sein erstes Spiel im Austria-Trikot gegen die Südstädter, die derzeit drei Zähler vor uns liegen, ist das insgesamt zehnte Liga-Spiel von Martschinko gegen diesen Gegner. Dieses „kleine“ Jubiläum ist ihm nicht bewusst, er hätte aber nichts dagegen seine positive Bilanz (6-2-1) auszubauen.

"Tschinki" nähert sich dem Hunderter-Klub

Einst Gegner, nun ist Christoph Martschinko Markus Suttners Nachfolger auf der Linksverteidiger-Position

Der U21-Teamspieler - der abermals nominiert wurde - befindet sich übrigens auf bestem Weg zum „Hunderter“ in der obersten Spielklasse. „Ich weiß, dass es bald einmal soweit sein wird, das war immer ein großes Ziel von mir“, erzählt der 21-Jährige, der bei 96 Liga-Einsätzen (3 Tore/8 Assists) hält.

"Tschinki", wie der im Sommer geholte Linksfuß gerufen wird, hat sich schnell im System von Trainer Thorsten Fink zurechtgefunden. „Das kam eigentlich überraschend, doch ich denke, ich habe es bisher gut hinbekommen, wenngleich noch sehr viel mehr Potenzial drinnen ist“, hat der Neue Lust auf mehr.

Es sei für ihn ja ein ganz neuer Klub, eine ganz neue Spielanlage, meint Martschinko, der vor seinem Austria-Engagement mehr mit der Abstiegszone zu tun hatte, zur Umstellung. Dass er nach seinen Stationen in Wiener Neustadt und Grödig jetzt zu den ersten drei in der Tabelle gehöre, sei natürlich angenehmer.

Steirerblut ist kein Himbeerwasser, da kommt man nicht so leicht vorbei. Der Steirer Christoph Martschinko

„Es ist eine viel bessere Stimmung nach einem Spiel in der Kabine, eine ganz andere Atmosphäre, wenn man gewinnt, nicht verliert. Es ist auch besser zu arbeiten, als wenn du Woche für Woche gegen den Abstieg spielst oder hoffen musst, da unten nicht hineinzurutschen“, wirkt unser Mann mit der Rückennummer 28 auf dem Trikot gelöst.

Martschinko ist gemeinsam mit seinem steirischen Landsmann Robert Almer der einzige im Kader, der bisher in allen sieben Pflichtspiele (inklusiv ÖFB-Samsung-Cup) von der ersten bis zur letzten Minute mitgewirkt hat. „Steirerblut ist kein Himbeerwasser, da kommt man nicht so leicht vorbei“, sagt er mit einem Lächeln.

Über Almer: "Ein absoluter Führungsspieler"

Martschinko hat von unserem nunmehrigen Austria-Kapitän, der in diesem Sommer den Weg aus Deutschland zurück in die Generali-Arena fand, eine hohe Meinung: „Er ist ein absoluter Führungsspieler, ein sehr sympathischer und netter Typ. Er hat schon viel erlebt im Fußball. Er ist für mich als junger Spieler sehr wichtig.“

Mit einem anderen Veilchen spielte Martschinko zuletzt beim 2:2 in Salzburg erstmals im Austria-Dress zusammen auf der linken Seite, was für den Verteidiger nicht Neues war. Mit Marco Meilinger hatte er schon bei den Salzburger Juniors links „ab und zu aufgegeigt“.

Profis» alle Termine
Montag, 24. Juli 2017 16:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Dienstag, 25. Juli 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Mittwoch, 26. Juli 2017 17:30 Uhr ics Programm: Training (15 min. öffentlich) Ort: Steinbrunn

„Meili“ habe seine Aufgabe sehr gut gemacht, ihm defensiv immer geholfen. „Meili ist ein sehr guter Spieler. Ich habe gefunden, dass die linke Seite nicht so schlecht war“, sagte er zur Premiere des Duos am vorigen Sonntag in Salzburg. Den Auftritt in der Festspielstadt sah Martschinko mit Höhen und Tiefen.

„Wir hätten das Spiel gewinnen können, doch ein Punkt dort ist nicht so schlecht“, befand der Linksverteidiger. In der ersten Hälfte habe man sich das Spiel vom Gegner aufzwingen lassen, wäre man sehr unter Druck geraten. „Wir haben da mehr verteidigt als selbst zu spielen. Wir wollten es eigentlich anders anlegen, selbst unser Spiel durchziehen“, bilanzierte der Südsteirer.

Nach der Pause lief es dann besser, ging die Austria abermals schnell in Führung, musste dann jedoch im Finish in Unterzahl wieder den Ausgleich hinnehmen. „Austria kann mehr, unsere Mannschaft besitzt hohe Qualität und ist zu mehr fähig. Jetzt wollen wir einmal auf den zweiten Tabellenplatz und mit diesem in die Liga-Pause gehen, das ist das Wichtigste.“

Wir hoffen, dass „Tschinkis“ Worten in der Südstadt Taten folgen.