Profimannschaft 11.08.2015, 08:20 Uhr

ERSTES DERBY SEIT FÜNF JAHREN FÜR ALMER

Am Mittwoch (20:30 Uhr) steht der neu formierten Mannschaft des FK Austria Wien der erste Höhepunkt in der tipico-Bundesliga-Saison ins Haus. Die Violetten empfangen in der Generali-Arena Stadtrivale Rapid zum 314. Derby.

Erstes Derby seit fünf Jahren für Almer

Für einige Veilchen ist der Schlager der vierten Runde, in dem es zwischen dem Zweiten und dem Erstem um die Tabellenführung geht, eine Premiere. Für Robert Almer ist es erst das zweite Gipfeltreffen mit den Hütteldorfern und sein erstes vor eigener Kulisse. Der ÖFB-Teamkeeper hütete vor fast fünf Jahren einmal unser Tor gegen Rapid.
 
An den 12.9.2010 erinnert sich der Steirer gern zurück, haben wird doch damals im Hanappi-Stadion durch einen Treffer von Roland Linz (63. Minute) nach Vorarbeit von Julian Baumgartlinger 1:0 gewonnen. Gegen eine Wiederholung dieses Resultats im prestigeträchtigen Match hätte jeder Violetter nichts einzuwenden.
 
„Wie zu jedem Spiel treten wir mit der Erwartung an, dass man als Sieger vom Platz gehen will,“ sagt Almer, obwohl er weiß, dass „der Gegner im Moment gut drauf“ ist. Er versprach: „Wir werden Vollgas geben!“ Der 31-Jährige nimmt nach unserem erfolgreichen Saisonstart (zwei Siege, ein Remis) seinen insgesamt fünften Liga-Kampf gegen Rapid auf.

Wir werden Vollgas geben! Robert Almer

Bisher hat er nämlich in den bisherigen Spielen, in denen er als Profi auch zum Einsatz kam und nicht nur auf der Ersatzbank saß, noch keine Niederlage gegen die Grün-Weißen zu Buche stehen. Mit dem SV Mattersburg feierte er zwei Siege (1:0/heim am 25.11.2006 und 3:2/h am 25.7.2007) und erreichte ein Remis (2:2/auswärts am 17.4.2007).

Teamkeeper: „Derby ist immer hitzig“

Almer, der im Sommer 2011 nach Deutschland gegangen war und im heurigen Sommer zu den Veilchen zurück kam, freut sich schon auf das Derby, das „immer hitzig“ sei: „Es ist für jeden Spieler, speziell in Österreich, wo in den kleineren Stadien nicht so eine Atmosphäre herrscht, etwas ganz Besonderes, wenn man vor ausverkauftem Haus und so einer Kulisse spielen kann.“

Auf die Frage, was für Austria und was für Rapid spreche, wich unser Routinier elegant mit dem bekannten Satz aus, dass Derbys eigene Gesetze hätten. „Wir hoffen auf unsere Fans, dass sie zahlreich kommen und uns unterstützen.“ Rapid habe uns vielleicht ein bisschen etwas voraus, was den Kader betrifft.

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„Weil er schon länger zusammen ist. Wir haben sehr viele Neue, wobei es bei uns in den ersten Runden schon ganz gut geklappt hat. Es wird eine interessante Partie“, meint unsere Nummer 1, die im Heimspiel gegen SCR Altach (3:1) von ÖFB-Teamchef Marcel Koller beobachtet wurde. Über solche Besuche macht sich Almer keine Gedanken und meint, das bekomme man nicht mit, erfahre man erst nachher.

Den violetten Aufwärtstrend, der in der Liga mit den Siegen gegen den WAC (2:0/auswärts) und SCR Altach (3:1/heim) begonnen und sich in Grödig (2:2/a) teilweise fortgesetzt hat, erklärt der 1,94-m-Hüne so: „Es ist eine Vorgabe von Trainer Thorsten Fink viel Ballbesitz und einen sehr ruhigen Spielaufbau zu haben, um mit Nadelstichen dann nach vorne zu kommen.“
 
Man habe nach der Vorbereitung gehofft, dass das System schon greift, dass alle Spieler wissen, was sie auf dem Platz zu tun haben. „Das hat so weit ganz gut funktioniert“, stellt der Goalie fest und merkte an: „Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Der WAC und Altach hatten die Doppelbelastung durch den Europacup, die die Klubs nicht gewohnt waren. Von da her ist es für mich schwer einzuschätzen, wo man leistungstechnisch steht.“

Robert Almer bei einer Sprungkraftübung im Trainingslager.

Auch Holzhauser und Zulechner mit großer Derby-Vorfreude

Wie Almer freuen sich auch Raphael Holzhauser und Philipp Zulechner, die beide im Winter nach Favoriten kamen, auf den Lokalschlager. „Das Derby ist das Highlight der Saison. Wir wollen ungeschlagen bleiben, wollen gewinnen,“ hofft „Rapha“ auf den den dritten Sieg im vierten Liga-Match der neuen Saison.
 
Man spiele zuhause vor den eigenen Fans, in der Generali-Arena sei die Stimmung super. „Da wollen wir zeigen, dass wir die Nummer eins sind. Wir werden topvorbereitet von unserem Trainer ins Spiel geschickt“, kündigte der Niederösterreicher vor seinem dritten Wien-Derby mit der Austria an. Beim 2:1 (h) am 8.3. hatten seine Freistöße zu den Toren von Lukas Rotpuller und Vanche Shikov geführt, zuletzt beim 1:4 (a) am 17.5. wurde er zu Pause ausgewechselt.
 
„Gewinnen wollen“, lautet ebenfalls die Derby-Devise von Zulechner, für den es keinen Favoriten gibt, beide Klubs seien gut gestartet. „Die Rapidler haben eine gute Saison gehabt, den Stamm gehalten und schließen an die Leistung 2014/15 an. Wir versuchen, eine bessere Leistung als zuletzt zu bringen“, meint der Stürmer und erwartet einen offenen Kampf mit einem Happy End in Violett.
 
„Im Kopf könnten wir etwas frischer sein“, glaubt der Wiener zu der Tatsache, dass der Gegner durch den Europacup schon mehrere „englische Wochen“ in den Beinen hat. Er denkt weiters, dass Austrias Aufbruchstimmung eine Rolle spielen könnte. „Man darf sich jedoch auf keine Umstände ausreden – egal, ob positive oder negative,“ sagt der Angreifer vor seinem vierten Liga-Spiel gegen Rapid (1:0/a und 2:2/h mit SV Grödig 2013, 2:1/h mit FAK 2015).
 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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