Amateure 21.07.2015, 14:57 Uhr

ORTLECHNER: „JEDER HIER HAT DAS RÜSTZEUG“

Seit drei Wochen ist Manuel Ortlechner nun fester Bestandteil und Leaderfigur in unserer Amateur-Mannschaft. Einst langjähriger Austria-Kapitän und ÖFB-Teamspieler, hat der 35-Jährige ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Ortlechner: „Jeder hier hat das Rüstzeug“

Mitte Juni war der Deal unter Dach und Fach. Der FK Austria Wien und Manuel Ortlechner entschieden sich für eine gemeinsame Zukunft. Der 35-Jährige bekannte sich auch nach Vertragsende zu Violett, verkündete via Viola TV, „nie mehr gegen die Austria spielen zu wollen“. Sportdirektor Franz Wohlfahrt wiederum erkannte darin die einzigartige Möglichkeit, Ortlechners Erfahrung und Potenzial im Zusammenspiel mit unseren jungen Talenten einzusetzen.

Das Ergebnis: Ortlechner startet ab 5. August als Co-Trainer mit der U14-Mannschaft in die Vorbereitung und steht in selbiger bereits seit drei Wochen mit dem Amateur-Team. Als Spieler, wohlgemerkt.

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Dienstag, 17. Jänner 2017 19:00 Uhr ics Programm: Testspiel gegen ASV Draßburg Ort: Austria Akademie
Freitag, 20. Jänner 2017 18:00 Uhr ics Programm: Testspiel gegen KSV 1919 Ort: Austria Akademie
Dienstag, 24. Jänner 2017 18:30 Uhr ics Programm: Testspiel gegen Sturm Ama. Ort: Mautner Markof Sportplatz

"Ich habe bekanntes Terrain betreten"

Ortlechner: „Es ist ein neues Kapitel für mich. Und nach den ersten drei Trainingswochen kann ich sagen: Ich habe ein bekanntes Terrain betreten. Die Integration fiel eigentlich sehr leicht, die Umstellung zum Profi-Team ist auch nicht groß.“

Der Innenverteidiger erlebe bei den Amateuren keineswegs „eine einfachere Vorbereitung als bei den Profis“. Die Spieler seien physisch in einem sehr guten Zustand, „zudem hat jeder hier unsere Akademie absolviert und das fußballerische Rüstzeug mitbekommen, dass es für einen Profi braucht“.

Unterschiede seien maximal im Detail vernehmbar. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der körperliche Step zwischen einem Amateur- und einem Profi-Team gar nicht mehr so groß ist. Und auch fußballerisch braucht sich hier keiner der Jungs verstecken. Im Gegenteil – die Austria-Schule ist oft klar erkennbar.“

Ich will zeigen, was es heißt, Profi bei der Austria zu sein. Wer davon etwas mitnehmen möchte, kann das gerne tun. Manuel Ortlechner

Neben dem Part auf dem Platz gehe es Ortlechner vor allem darum, vorzuleben, was er schon in seiner gesamten Karriere vorgelebt hat. „Wie ein Profi zu leben, beginnt nicht erst mit dem Betreten des Platzes. Die Trainings-Vor- und Nachbereitung gehört ebenso dazu. Ich will zeigen, was es heißt, Profi bei der Austria zu sein. Wer davon etwas mitnehmen möchte, kann das gerne tun.“

Im Rahmen des Trainingslagers, das letzte Woche in Windischgarsten abgehalten wurde, ergaben sich viele spannende Gespräche mit den Jungen – das Interesse am Austausch scheint von beiden Seiten ausgeprägt.

Individualtraining für mehrere Wochen

Einen kleinen Rückschlag gab es allerdings auch zu verkraften. Ortlechner verletzte sich bei einem langen Schritt im Training. Diagnose: Muskelfaserriss. „Das gehört dazu, ich breche deswegen nicht in Tränen aus.“

Wohlfahrt kündigte zuletzt an, die Amateure und das Profi-Team stärker miteinander verbinden zu wollen – und ließ rasch Taten folgen. Wie es das Schicksal will, trainieren die angeschlagenen Spieler der beiden Mannschaften ab sofort zusammen.

Ortlechner arbeitet daher etwa nicht nur an der Seite der Amateur-Spieler Emre Kilka, Michael Endlicher und Nikola Zivotic, sondern auch immer wieder mit dem einen oder anderen Profi zusammen.

„Unser Reha-Team, bestehend aus den Physiotherapeuten Freddy Siemes und Dominik Jessenk, machen einen tollen Job und kriegen uns, wenn wir so weiter machen, rasch wieder auf die Beine.“

Bis zum Auftakt der Regionalliga Ost bleiben noch knapp eineinhalb Wochen. Am 31. Juli empfangen die Jungveilchen zum Auftakt Rapid ll in der Generali-Arena.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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