Profimannschaft 29.07.2015, 14:07 Uhr

GORGON: „TRAINER VERSUCHT UNS VIEL NEUES EINZUIMPFEN“

Was zeichnet den „neuen“ FK Austria Wien zum Saisonauftakt aus? Alexander Gorgon versucht nach den Erfolgen im ÖFB-Samsung-Cup (3:0 beim SV Oberwart) und in der ersten tipico-Bundesliga-Runde (2:0 beim WAC) Antworten zu geben.

Gorgon: „Trainer versucht uns viel Neues einzuimpfen“

Vor der Pflichtspiel-Heimpremiere am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali-Arena gegen SCR Altach fand er gleich mehrere Gründe für den violetten Hype. Das sind einmal etliche neue Spieler, die sozusagen unbelastet von den vergangenen Saisonen ins neue Spieljahr starteten.

„Sie machen sich keine Gedanken, was war. Auch der neue Trainer versucht, uns viel Neues einzuimpfen. Einerseits diese deutsche Siegermentalität, dass man einfach alles geben und zu jedem Zeitpunkt immer gewinnen will und andererseits, dass ohne Teamgeist einfach nichts geht“, erklärt „Gogo“.

Aber er weiß, dass der Teamspirit nicht von heute auf morgen da sein kann, sondern dass er sich erst mit der Zeit entwickelt. „Natürlich sind für einen solchen Teamgeist Erfolge immer sehr hilfreich“, sagt unser Offensivgeist, der den Saison-Auftakt als „wirklich gelungen“ bezeichnete.

Der Cup-Aufstieg sei eine Pflichtaufgabe gewesen, die man trotzdem einmal so bewältigen müsse, wie man es gemacht habe. Und dass die Violetten danach gleich den ersten Sieg in Wolfsberg feierten, war ebenfalls sehr positiv. „Weil wir nicht wussten, wo wir wirklich stehen mit unserer relativ neuen Mannschaft,“ meint der Wiener.

Es ist überhaupt Vieles neu in Favoriten, von den Spielern bis zum Trainer-Team mit Chefcoach Thorsten Fink, Co-Trainer Sebastian Hahn und Athletik-Trainer Niko Vidovic. „Es ist uns gelungen, relativ viel umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind sehr erleichtert, dass es mit einem Sieg in der Liga begonnen hat“, gibt das violette Eigengewächs zu.

Doch die Veilchen bleiben auf dem Boden, heben nicht ab. „Wir haben noch gar nichts erreicht in der Liga“, betont der Rechtsfuß, der jedoch einräumt, dass dieser Beginn Selbstvertrauen gebe. Gorgon hat in der Vorbereitung, im Cup getroffen und war in Wolfsberg sogar der Matchwinner.

Foulelfmeter mit seinem 29. Liga-Treffer für die Austria zur 1:0-Führung verwandelt, 2:0 durch Alex Grünwald mit einer Maßflanke vorbereitet - was macht „Gogo“ gleich zu Saisonbeginn so stark? Ist es die angesprochene deutsche Siegermentalität, ist es seine eigene Fitness?

Auch im Haus Gorgon wird Nachwuchs erwartet

„Vielleicht ist es ein Bisschen von beidem oder weil im Hause Gorgon wieder Nachwuchs erwartet wird, das Töchterchen einen Bruder bekommt“, verriet mit einem Lächeln der Papa, der einen Tag nach dem für 27.10. vorgesehenen Geburtstermin 27 Jahre wird. Am 27.10. werden übrigens die Ortlechners erstmals Eltern.

Das Formhoch von „Gogo“ basiert freilich auch auf anderen Faktoren. „Ich habe zwar ein paar Tage in der Vorbereitung aufgrund von Wehwehchen verpasst, aber ich muss einfach topfit sein, um meine Leistung abrufen zu können. Ich hoffe, dass es in dieser Saison so bleibt wie jetzt zu Beginn“, wünscht sich der Familienvater.

Angenehme Erinnerungen gegen Altach

Mit den Altachern verbindet er positive Erinnerungen. Beim 5:2 am 21.2.2015 in Wien traf Gorgon im Doppelpack. Diesmal erwartet er einen „vor allem taktisch ein bisschen anders eingestellten“ Gegner.

„Die Vorarlberger werden nicht nochmals diesen Fehler machen, gegen uns auf Auf-Teufel-komm-raus zu pressen. Das ist ihnen ein bisschen in die Hose gegangen“, glaubt Gorgon. Vielmehr rechnet er mit einem Gegner, der eher sehr tief stehen und versuchen wird, auf Konter zu spielen.

Am besten für die Austria wäre es, so ein ähnliches Spiel wie in Wolfsburg zu zeigen. „Wo wir von Anfang an da sind, wo wir sofort alle Zweikämpfe annehmen und diese gewinnen, wo jeder einzelne auf seiner Position seinem Gegenspieler überlegen sein will und dass wir geduldig spielen, aber doch so schnell wie möglich das erste Tor erzielen,“ legt Gorgon den Weg zum Sieg in der Theorie fest.

Man wolle gewinnen, es sei in den Köpfen der Austrianer drinnen, jedes Spiel erfolgreich bestreiten zu wollen. „Gegen die Altacher besteht eine gute Möglichkeit,“ meint unser Meister von 2013 vor dem Duell mit dem Europa-League-Starter, der am Donnerstag in Innsbruck gegen Vitoria Guimaraes antrat.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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