ÖFB-Cup 02.06.2015, 14:43 Uhr

OGRIS: "WIR SIND VORBEREITET!"

Auf der Tribüne des Klagenfurter Wörthersee-Stadions, in dem am Mittwoch (20:30 Uhr) das 80. ÖFB-Samsung-Cup-Finale zwischen FK Austria Wien und RB Salzburg stattfindet, werden an die 2.500 violette Fans erwartet. Unter ihnen befinden sich auch prominente Daumendrücker. Andi Ogris vor seinem letzten Spiel als Chefcoach: "Wir sind vorbereitet!"

Ogris: "Wir sind vorbereitet!"

Mit dabei sind einige. Wie unser neuestes Veilchen, der künftige Trainer Thorsten Fink, und unser oberster Violetter, Klubpräsident Wolfgang Katzian. Daneben werden AG-Vorstand Markus Kraetschmer und Sportdirektor Franz Wohlfahrt Platz nehmen. Katzian machte allen im Austria-Lager Mut und sagte: „Wir besitzen eine Chance, die wollen wir nützen!“
 
Der Cup habe seine eigenen Gesetze, hofft Katzian auf eine Fußball-Weisheit. „Wir haben in dieser Saison schon bewiesen, dass wir gegen die Salzburger gut spielen und auch gewinnen können. Wenn unsere Veilchen kämpfen bis zum Umfallen, warum soll es nicht im Finale auch so sein?“
 
Nach Meinung des Präsidenten könnte es nach der durchwachsenen Liga-Saison noch ein erfolgreiches Happy End in Violett geben. „Mit einer Trophäe wären wir der einzige Klub in Wien mit einem Titel, das wäre ja nicht so schlecht“, sagte Katzian vor dem Anpfiff der finalen Partie.
 
Sportdirektor Franz Wohlfahrt sieht in einem gewonnenen Cup-Finale ebenfalls die Chance, die Saison einigermaßen positiv zu beenden. „Unser Spieljahr ist in der Liga nicht gut verlaufen. Wir könnten viel, aber nicht alles reparieren mit dem Erreichen des internationalen Bewerbs“, betonte der Kärntner.
 
Es würde sehr schwierig sein, gegen die Salzburger zu gewinnen, ist der Ex-Goalie durchaus Realist, aber: „Ich bin mir sicher, der Mannschaft ist bewusst, wie wichtig dieses Spiel für uns ist und sie dementsprechend auftritt.“ Dazu brauchen Suttner und Co die Unterstützung der Fans von den Tribünen.
 
Trainer Andreas Ogris, der als Spieler fünfmal Meister wurde und dreimal den ÖFB-Pokal in die Höhe stemmte, hat an Cup-Endspiele durchwegs positive Erinnerungen. Es seien nicht viele Niederlagen dabei gewesen, antwortete er auf die Frage nach seinen Erfolgen in solchen K.o-Spielen.
 
Nach der Generalprobe am Sonntag (1:1) in der Generali-Arena war der Ex-Stürmer mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden und resümierte: „Wir sind für Mittwoch vorbereitet. Wir werden gefordert sein, werden alles geben, um erfolgreich zu sein. Die Mannschaft weiß, um was es geht und alle Spieler werden top engagiert sein!“
 
Markus Kraetschmer, Vorstand, freut sich nach einem Jahr Unterbrechung „extrem“, wieder beim Finale dabei zu sein. „Dass wir uns diese Chance erarbeitet haben, ist riesig. Nun heißt es nochmals Vollgas geben“, meinte der Ex-Banker. So wie die Mannschaft am Sonntag aufgetreten sei, glaubt er, dass sie nochmals alles hineinwerfen werde.
 
Alle würden es nochmals zeigen wollen, ist der 43-Jährige fest überzeugt: „Jene Spieler, die neue Wege gehen werden und jene, die bleiben. In dieser Saison hat dieses Europacup-Feeling gefehlt. Das kennen viele nicht, dahin wollen wir zurück“, meint Kraetschmer.

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Natürlich sind für ihn die Salzburger als Cup-Titelverteidiger, der auch wieder Meister geworden ist, Favorit. Aber die bisher starken Auftritte im Cup mit 22:0 Toren und in den vier Liga-Spielen der Saison würden der Austria-Familie Hoffnung machen, betonte Kraetschmer mit einigem Optimismus.

„Wir haben die Salzburger auswärts schon geschlagen, in Wien beim 2:4 ein tolles Match gesehen, dabei 2:0 geführt, in Salzburg beim 1:3 lange dagegengehalten und zuletzt beim 1:1 daheim ein spannendes und ausgeglichenes Match erlebt“, erinnert sich der Vorstand, „es wird ein schweres Spiel, aber ich denke, dass wir eine Chance besitzen.“

Dass der neue Trainer Thorsten Fink seine Mannschaft im Finale erstmals live im Stadion sehen wird, sollte für unsere Akteure zusätzlicher Ansporn sein. „Sein Kommen zeigt, wie er brennt“, meinte Kraetschmer. Fink wird in Kärnten, wo es intern auch schon weitere Planungsgespräche gibt, im Hintergrund bleiben. Der Fokus soll ja voll auf das Finale gerichtet sein.

Herbert Prohaska, Austrias und Österreichs Jahrhundert-Spieler, tut dies auch, traut seinen Nachfolgern durchaus eine Überraschung zu. „Die Salzburger sind großer Favorit, aber wenn die Austria so verteidigt, auftritt und so spielt, dann besitzt sie sicher eine Chance“, sagte der einstige Regisseur am 29. April nach unserem 3:0 im Halbfinale in Wolfsberg als ORF-Experte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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