Profimannschaft 07.05.2015, 09:26 Uhr
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ROTPULLER: "MÜSSEN ANS ABSOLUTE LIMIT GEHEN"

Der FK Austria Wien könnte in den kommenden zwei Spielen der tipico Bundesliga das Zünglein an der Waage im Kampf um den zweiten Tabellenrang und damit auch um den zweiten Startplatz für die Champions League-Qualifikation 2015/16 spielen.

© Bildagentur Zolles KG Rotpuller: "Müssen ans absolute Limit gehen"

Am Samstag (16:00 Uhr) empfangen unsere Veilchen den SK Sturm Graz in der Generali-Arena und eine Woche später, am 17. Mai (Sonntag/16:30 Uhr) in der 33. Runde, steht dann im Happel-Stadion das 313. Wiener Derby gegen Rapid auf dem Programm.

„Uns hat nicht zu interessieren, welche Ambitionen die anderen haben. Wir müssen unsere restlichen Spiele so positiv wie möglich gestalten. Egal, ob der Gegner Sturm, Rapid, Admira, Ried oder Salzburg heißt. Wir müssen uns einzig auf unsere Leistung konzentrieren“, sagt Lukas Rotpuller klipp und klar.

„Wir spielen zuhause, werden versuchen voll zu punkten. Sturm ist zwar in der Tabelle drei Plätze vor uns, aber jedes Match beginnt bei 0:0, jeder hat die gleichen Chancen“, meint unser Innenverteidiger zur Ausgangslage vor der 152. Bundesliga-Auflage gegen die Steirer.

Die Grazer, gegen die wir fünf Spiele (0-2-3) oder seit 3.12.2013 (3:2 in Wien) nicht gewonnen haben, sind nach 31 Partien Dritter, nur zwei Zähler hinter Rapid (54), und gleichauf mit Aufsteiger SCR Altach. Der WAC als Fünfter liegt auch nur drei Zähler hinter diesem Duo.

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Dass den „Blackies“ in Wien mit Roman Kienast, Michael Madl (beide gesperrt) und Marko Stankovic (verletzt) drei Ex-Violette fehlen und mit Anel Hadzic (gesperrt) noch ein weiterer wichtiger Spieler in Wien ausfällt, stuft Rotpuller als „völlig unwichtig“ ein.

„Durch gute Leistungen Fans zum Zuschauen animieren“

Vielmehr baut er da schon auf den eigenen Anhang. „Natürlich hoffen wir, dass uns die Fans lautstark unterstützen“, sagt unser Innenverteidiger.

„Das können wir mit guten Leistungen beeinflussen. Wir stehen auf dem Rasen und müssen dort alles geben, sodass der Funke auf die Fans überspringt“, appelliert der 24-Jährige im Hinblick auf die letzten fünf Spiele in der Meisterschaft. Siege tun nicht nur den Zuschauern, sondern auch den Spielern gut.

Für den nächsten Sieg arbeiteten die Schützlinge von Trainer Andreas Ogris diese Woche hart. Das fiel durch das 2:1 zuletzt gegen SC Wr. Neustadt sicher etwas leichter. „Es war ein schweres Spiel, eines zum Überwinden“, resümierte Rotpuller den Abschluss der „englischen Woche“ mit dem Finaleinzug im ÖFB-Samsung-Cup als Höhepunkt in Wolfsberg.

Es sei bitter, dass die Austria in der Meisterschaft leider so weit weg ist von den Europacup-Startplätzen, jedoch habe die Mannschaft die Pflicht, sich für den Ausklang zusammenzuschweißen, meint Rotpuller: „Wir müssen so wie im Cup-Finale auch in der Meisterschaft ans absolute Limit gehen.“

Abwehrmann vor 60. Pflichtspiel für Austria

Gegen Sturm steht unser Abwehrmann vor seinem insgesamt 60. Pflichtspiel (Liga, Cup, Europacup) für die Veilchen. Gegen die Steirer weist er als Austrianer eine ausgeglichene Bilanz (3-1-3) auf. In dieser Saison brachte er es bisher auf 23 Liga-Einsätze (davon 22-mal in der Startelf, spielte immer durch und erzielte ein Tor).

Austrianer freute sich über Hosiner-Comeback

Das war ein riesiger Sieg für ihn, wahrscheinlich sein größter überhaupt. Denn die Gesundheit steht über allem. Rotpuller über Hosiner

Überaus erfreulich ist für „Luki“ das Comeback seines Schwagers in spe, Philipp Hosiner. „Das war ein riesiger Sieg für ihn, wahrscheinlich sein größter überhaupt. Denn die Gesundheit steht über allem“, kommentierte Rotpuller, dessen Schwester Julia mit unserem einstigen Stürmer seit vielen Jahren liiert ist.

Austrias Torschützenkönig der Meistersaison 2012/13, der am 15.5. seinen 26. Geburtstag feiert, spielte am vorigen Samstag erstmals nach der vor rund elf Wochen erfolgten Entfernung seiner linken Niere (Tumor) wieder wettkampfmäßig Fußball. Er wirkte auswärts beim 0:1 seines Klubs Stade Rennes (Reserve-Elf) gegen Dinan-Leon eine Stunde mit.

Hosiner berichtete danach, dass er keine Schwierigkeit gehabt oder Schmerzen gespürt habe, er sogar 90 Minuten hätte spielen können. Er sei einfach froh, wieder zu spielen. Rotpuller über Philipp, der eine schwere Zeit hinter sich hat: „Es ist einfach sensationell, was der Körper nach einer solchen OP zustande bringt. Das zaubert in jedes Gesicht ein Lächeln.“

Und es zeige, so unser Rechtsfuß, dass man nie aufgeben dürfe, egal, was auch immer passiert. „Wenn man dann die Bestätigung hat, wieder auf dem Rasen zu stehen, zu trainieren und spielen zu können, dann ist das einer der schönsten Augenblicke, die man haben kann. Weil man davor die andere Seite des Lebens kennengelernt hat“, meint Rotpuller.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
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