Profimannschaft 21.05.2015, 12:42 Uhr

EIN SCHWER ERKLÄRBARER AUFTRITT...

Das 0:1 gegen Admira Wacker, die erste Niederlage im vierten Liga-Heimspiel unter Trainer Andreas Ogris, schmerzte Zuschauer Alexander Gorgon mehr als seine Handverletzung.

Ein schwer erklärbarer Auftritt...

„Es tut sehr weh, dass wir nicht in der Lage sind, einen Abstiegskandidaten zuhause zu schlagen. Die Leistung spiegelt die komplette Saison wider“, resümierte unser Offensivspieler den Auftritt seiner Kollegen.

Es seien bei der Austria derzeit viele Baustellen offen, gab der Wiener, der sich im Derby eine starke Prellung an der linken Mittelhand zugezogen hatte, zu. Sein Einsatz gegen Admira hätte am Mittwoch keinen Sinn gemacht.

„Da ich in keinen Zweikampf wirklich reingehen hätte können“, begründete der 26-Jährige sein Fehlen. Im Hinblick auf die 35. Runde am Sonntag (17:45 Uhr) auswärts gegen die SV Ried könnte „Gogo“ aber wieder an Bord sein.

„Es wird sich weisen. In den vergangenen Tagen ist schon ziemlich viel weitergegangen, mit einem guten Stützverband sollte es kein Problem sein“, meinte Gorgon zuversichtlich, dass er zum „Schaulaufen“ der Spieler für das Cup-Finale zurückkehrt.

Die von Trainer Andreas Ogris so bezeichnete „Qualifikation“ für den 3. Juni im Klagenfurter Wörthersee-Stadion (ÖFB-Cup-Finale gegen RB Salzburg) hat sowohl im Derby (1:4) als auch gegen die Südstädter seitens der Spieler keine große Wirkung gezeigt.

„Wir haben uns schon vor dem Derby vorgenommen, dass die Spiele bis zum Cup-Finale richtige Gradmesser sind, sie dazu beitragen können, das Selbstvertrauen zu heben “, sagte Gorgon.

Nach dem Admira-Spiel gab der Führungsspieler daher einen Appell aus: „Eine letzte Generalprobe kann jetzt noch Ried werden. Es wird ein Gradmesser sein!“ Im letzten Liga-Spiel (31. Mai daheim gegen RB Salzburg) ist ein Pokern bei der Aufstellung ja nicht ausgeschlossen.

Die Leistung und das Ergebnis gegen die Südstädter an einem nasskalten Abend machten Ogris nachdenklich. „Es ist einfach sehr enttäuschend“, erklärte der 50-Jährige zur Art und Weise, wie das 0:1 zustande gekommen war.

Dass von den sieben neuen Spielern, die er im Vergleich zum Derby in der Startelf aufgeboten hatte, einige wenig bis gar keinen Spielrhythmus haben, solle und dürfe nach den Worten des Trainer überhaupt keine Ausrede sein.

„Sie trainieren jeden Tag und wenn man sie im Training sieht, ist es es nur verwunderlich, dass sie am Spieltag die Leistung nicht auf dem Platz bringen. Aus welchem Grund, dem werden wir nachgehen“, sagte unserer frühere ÖFB-Teamstürmer. Über das müsse man sich bis 3. Juni Gedanken machen.

Einer der sieben „Neuen“ in der Startelf gegen die Südstädter war Florian Mader, der von einer „bitteren Niederlage“ sprach. Warum es dazu kam? „Wir haben das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht zu 100 Prozent auf den Platz gebracht. Daher reichte es nicht. Die Admira kämpft ums Überleben und hat alles gegeben.“

Das Treffen mit den Riedern wird nach Ansicht des Mittelfeldspielers „genauso schwer“ werden. Ob der Tiroler gegen seinen Ex-Klub, mit dem er 2011 den ÖFB-Cup gewonnen hat, wieder mit von der violetten Partie sein wird, entscheidet der Trainer.

Mader hofft, obwohl er recht selbstkritisch zugab, dass seine „Leistung keine große Werbung“ gewesen war. Eine Steigerung muss von fast allen Spielern kommen, will man im Innviertel den Rückstand von derzeit vier Punkten auf den Tabellensechsten verkürzen.

„Es gibt für uns keine leichten Spiele mehr. Man sieht ja, wie schwer wir uns momentan in den Partien tun. Dementsprechend intensiv müssen wir uns vorbereiten und die Köpfe nach den zwei Niederlagen frei bekommen“, meinte der 32-jährige Routinier Mader vor der 35. Runde in der tipico-Bundesliga.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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