ÖFB-Cup 29.04.2015, 15:16 Uhr
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STEIGERUNG IM CUP-HALBFINALE NÖTIG

Der ÖFB-Samsung-Cup ist für den FK Austria Wien wohl die letzte realistische Chance, sich 2014/15 doch einen Titel zu sichern, damit in Europa mitzuspielen und die Saison einigermaßen versöhnlich zu beenden. Zur violetten „Endstation Sehnsucht“ fehlen dem Rekordsieger zwei Siege, ist vor allem eine Leistungssteigerung erforderlich.

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Den ersten Schritt zu einem positiven Ende im „Cup der letzten Hoffnung“ will der 27-fache Trophäen-Gewinner (zuletzt 2009) am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) in der Lavanttal-Arena gegen den WAC setzen. „Natürlich haben wir dort eine Chance, ins Finale zu kommen“, meint unser Mittelfeldspieler David de Paula.

Pokal-Spiele seien im Vergleich zur Liga immer spezielle Partien, da könne alles passieren. „Wir wollen den Sieg, um unsere Titelchance zu wahren“, kündigte der Ex-Wolfsberger an. Die Kärntner hätten in dieser Saison drei gute Spiele gegen die Austria zeigt, „aber im letzten waren wir die Besseren.“
 
Damit spielte der Legionär auf das 1:1 vor zehn Tagen in unserer Generali-Arena an. „Da fehlte uns auch das Glück, das der WAC zuvor in Klagenfurt beim 1:0 mit zwei von uns vergebenen Elfmetern hatte“, erinnert sich De Paula, der das erste Austria-Tor gegen die Kärntner in dieser Saison vor eineinhalb Wochen mustergültig vorbereitete.
 
„Wir wissen, wie wichtig diese Partie für den Klub ist. Der Bewerb hat da hohe Tradition“, rüttelt De Paula seine Mitspieler nach der dürftigen Darbietung am Sonntag in Altach wach. Und Trainer Andreas Ogris sagt: „Das WAC-Spiel ist für uns das erste Finale vor dem Finale.“

Im Cup kann wirklich alles passieren, wie die Historie immer wieder bewies. Im jüngsten Cup-Spiel zwischen dem WAC und der Austria (Viertelfinale) am 17.4.2013 spielte De Paula übrigens noch in den Reihen der Lavanttaler. Damals siegten die Veilchen 2:1, mit einem Resultat, das wir auch diesmal dankend mitnehmen würden.
 
„Klar, das Ergebnis würde ich gerne nochmals haben“, so De Paula und Alex Grünwald, der damals die wichtige 2:0-Führung besorgt hatte, pflichtete seinem Mitspieler bei: „Natürlich ist das ein gutes Omen, ein 2:1 mit einem Treffer von mir würde ich sofort ebenfalls unterschreiben!“
 
Der Kärntner könnte in seiner Heimat zwei Tage vor dem 26. Geburtstag ein verfrühtes Präsent mitnehmen. „Könnte ich mir etwas wünschen, dann wäre das natürlich der Aufstieg. Leider ist das Leben kein Wunschkonzert“, meint unser Regisseur.
 
Nach dem 0:2 in Altach übernachteten die Veilchen von Sonntag auf Montag in Grödig, reisten dann nach Wolfsberg weiter, wo man sich eineinhalb Tage auf den Cup vorbereitete. „Wir werden die Partie in Altach schonungslos aufarbeiten“, erklärte Ogris, der im „Ländle“ vor allem Herz und Leidenschaft vermisst hatte.
 
„Wir versuchen, das Spiel aus den Köpfen zu bringen“, kündigte Alex Gorgon an, der in Altach ab der 46. Minute sein Comeback gegeben hatte. Egal, ob die Auslosung der Austria SV Grödig oder Meister RB Salzburg beschert hätte, gibt Gorgon zu bedenken: „Wir sind derzeit leider nicht in der spielerischen Verfassung, in der wir sagen können, da fahren wir hin und sind dann im Finale.“ Einerlei, gegen welchen Gegner.
 
Weil man in dieser Saison eben nicht so richtig zum Spielerischen finde, müsse man umso mehr das Kämpferische zeigen, betonte der Wiener und fügte hinzu: „Solche Mannschaften blühen dann vielleicht im Cup noch mehr auf als sonst.“ Bleibt zu hoffen, dass unsere Veilchen in Kärnten zur Blüte finden.
 
Nachdem unser Rückstand in der Liga auf den fünften Rang (derzeit WAC) am Wochenende auf elf Punkte anwuchs, ist der Cup für die Austria vielleichtder letzte Weg zum internationalen Geschäft. Aber auch dieser wird schwer genug, weil auch der Gegner das gleiche Ansinnen hat.
 
WAC-Kapitän Michael Sollbauer dazu: „Der Heimvorteil ist extrem wichtig. Ich bin guter Dinge, dass wir ein besseres Spiel zeigen werden als zuletzt in Wien.“
 
Das 80. Endspiel um den ÖFB-Samsung-Cup steigt am 3. Juni (20:30 Uhr/live) im Klagenfurter EM-Stadion. Mit Titelverteidiger Salzburg steht bereits ein Finalist fest.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 34 75
2. FK Austria Wien 34 60
3. SK Puntigamer Sturm Graz 34 57
4. CASHPOINT SCR Altach 34 53
5. FC Flyeralarm Admira 34 46
6. SK Rapid Wien 34 40
7. SV Mattersburg 34 40
8. RZ Pellets WAC 34 38
9. SKN St. Pölten 34 36
10. SV Guntamatic Ried 34 32
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