Profimannschaft 16.04.2015, 15:20 Uhr
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HADZIKIC: "FROH, TEIL DES TEAMS ZU SEIN"

Mit Osman Hadzikic hat in der letzten Woche ein weiterer junger Mann des FK Austria Wien seine Profi-Premiere in einem Pflichtspiel gefeiert. „Ich bin einfach nur froh, dass ich Teil dieser Mannschaft bin“, resümierte unser Tormann-Talent bescheiden.

© Bildagentur Zolles KG Hadzikic: "Froh, Teil des Teams zu sein"

Am 7. April ab der 58. Minute im ÖFB-Samsung-Cup-Viertelfinale gegen Kapfenberg von Trainer Andreas Ogris für unseren verletzten Torhüter Heinz Lindner ins kalte Wasser geworfen, bestand „Ossi“ seine Feuertaufe mit dem 2:0-Erfolg mit Auszeichnung ohne Gegentor.

Vier Tage später gab Hadzikic in Grödig (1:1) gleich auch sein Startelf-Debüt. Mit dem er, obwohl abermals ohne Fehl und Tadel agierend, doch etwas kritischer umging. Zufrieden wäre er nur dann gewesen, wenn er zu null gespielt hätte, verriet Hadzikic.

„Es war okay“, meinte er, aber es gebe immer etwas zu besprechen, was man verbessern könne. „Ich muss weiter an mir hart arbeiten und das in jedem Training“, meinte der in Klosterneuburg geborene und in Schwechat wohnende Niederösterreicher.

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Nach seinem gelungenen Einstand blieb der Tormann mit beiden Beinen auf dem Boden. Freilich vermochte unser Mann mit der Rückennummer 31, der plötzlich zu unserem Einser geworden war, seine Freude nicht völlig zu verbergen. Warum auch?

„Für mich ist es unglaublich, weil ich habe schon immer davon geträumt, einmal in der Bundesliga für die Austria, einen sehr großen Verein in Österreich, zu spielen“, schüttete er sein violettes Herz und seine Emotionen aus.

„Werden um Europa League kämpfen!“

Hadzikic ist ein positiv denkender Mensch, sieht optimistisch in die Zukunft. „Wir merken, dass es von Woche zu Woche besser wird“, stellte er fest. Jedenfalls glaubt er fest an drei Punkte am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali-Arena zur Heim-Premiere von Ogris gegen den WAC. „Die Mannschaft wird alles geben, denn wir haben ein Ziel und das heißt: Europa League! Wir werden dafür kämpfen“, versprach Hadzikic.

Dass der Zug Richtung internationales Geschäft schon vor der 29. Runde zur tipico-Bundesliga ohne die Veilchen abgefahren sei, davon möchte der Schlussmann, der 2016 die Matura ablegen möchte, nichts hören: „Ich will nicht sagen, dass es vorbei ist. Es sind noch acht Runden, da kann sehr viel passieren.“

Die Violetten benötigen jedenfalls eine Leistungssteigerung. Gegen die Wolfsberger haben wir vorige Saison kein Match verloren, aber in diesem Spieljahr auch noch kein Tor erzielt und keinen Zähler geholt. Die Austria ist nur gegen den WAC 2014/15 noch ohne Punkt.

Ich will nicht sagen, dass es vorbei ist. Es sind noch acht Runden, da kann sehr viel passieren. Osman Hadzikic

Das sollte sich nach einer intensiven Vorbereitung nun ändern. „Der WAC ist ein starker Gegner, das zeigt auch die Tabelle“, warnte Hadzikic. Die Kärntner haben zuletzt im ÖFB-Samsung-Cup unseren Stadtrivalen eliminiert und kreuzen am 29. April (20:30 Uhr/live ORFeins) daheim im Semifinale die Klingen abermals mit der Austria.

Ob Hadzikic im Liga-Treffen mit dem WAC zu seinem dritten Einsatz in Serie kommt, hängt von Heinz Lindners Fitness ab. Unser Einser-Goalie musste zuletzt in Grödig nach 122 Liga-Spielen in Serie, die er am 6.11.2011 mit dem 2:2 gegen Wacker Innsbruck gestartet hatte, in der Bundesliga pausieren.

Lindner Austrias Rekord-Serien-Torhüter

Lindner, der bisher insgesamt 162 Mal unser Gehäuse in der Meisterschaft hütete, ist damit Austrias Serien-Rekord-Torhüter. Ihm am nächsten kamen unser aktueller Sportdirektor Franz Wohlfahrt, der 86 Liga-Spiele in Folge absolvierte, und Hubert Baumgartner (73).

Die längste Serie im Kreis der Feldspieler in der Punktekampagne sieht Robert Sara, unseren jetzigen Co-Trainer der Profis, mit 109 Partien en suite an der Spitze. Austria-Ikone Herbert Prohaska brachte es übrigens auf 81 Partien am Stück.

Hadzikic wünscht Lindner, dem in Kapfenberg der rechte Hüftbeuger zwickte, baldige Genesung und nie mehr eine Verletzung. „Ich bin mit ihm sehr gut befreundet, ich verstehe mich mit ihm bestens“, versicherte der 18-Jährige, der Heinz und den Spanier Iker Casillas (Real Madrid) zu seinen Vorbildern zählt.

Ogris kennt Hadzikic aus Zeiten bei den Amateuren, er hatte überhaupt keine Bedenken, den jungen Torhüter einzusetzen. Dieser gab ihm das Vertrauen zurück. „Dafür danke ich dem ganzen Trainerteam und der Mannschaft“, weiß der sympathische Jungspund seine bisherigen Einsätze zu schätzen.

Denn für ihn war die erste Partie nicht leicht. Er wäre auch ein bisschen nervös gewesen, wie der junge Tormann zugab. Doch die Mannschaft, seine Eltern, Brüder und seine Freundin Adna hätten ihm geholfen. Die Familie wird „Ossi“ wie in Grödig auch am Sonntag in Wien auf der Tribüne die Daumen drücken.

Im Sommer wartet mit der U19-EM in Griechenland (6. bis 19. Juli) ein weiterer Karriere-Höhepunkt auf Hadzikic. „Das ist meine erste Endrunde, das ist ein Traum jedes Teamspielers. Ich freue mich schon jetzt darauf“, sagt der Keeper. Bis dahin vergeht noch viel Zeit, die möchte er nützen, um sich „immer zu empfehlen“.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 19
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. FK Austria Wien 9 15
4. SK Rapid Wien 9 13
5. LASK 9 13
6. FC Flyeralarm Admira 9 13
7. CASHPOINT SCR Altach 9 12
8. RZ Pellets WAC 9 11
9. SV Mattersburg 9 6
10. SKN St. Pölten 9 2
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