Profimannschaft 23.04.2015, 10:55 Uhr

DE PAULA VOR PREMIERE IM LÄNDLE

Sollte Austria-Trainer Andreas Ogris am Sonntag (16:30 Uhr/live ORFeins und Sky) David de Paula auch in der Cashpoint-Arena gegen SCR Altach das Vertrauen schenken, dann wird es für den Mittelfeldspieler ein ganz besonderer Auftritt.

De Paula vor Premiere im Ländle

Denn David de Paula hat noch nie gegen den Verein aus dem Ländle gespielt – weder zu seinen WAC-Zeiten, da kickten die Altacher nämlich noch in der „Ersten Liga“, noch als Spieler des FK Austria Wien. De Paula steht also vor einer Premiere.

In den bisherigen drei Saisonduellen mit den Vorarlbergern schaute er nur zu. Beim 0:0 und 5:2 jeweils in Wien saß der Spanier zweimal auf der Bank, und dazwischen beim 1:1 im Stadion Schnabelholz war er verletzt. Das erste Mal ist für ihn aber nichts Besonderes.

Geigt zur Zeit sowohl im Training als auch im Spiel auf: David de Paula

„Ich bin immer motiviert. Das Wichtigste sind für uns die drei Punkte und ich will der Mannschaft helfen, doch noch die Ziele zu erreichen“, sagt der Routinier, der am 3. Mai seinen 31. Geburtstag feiert. Er erwartet zum Abschluss der Runde eine interessante Partie.

„Die Altacher sind stark, in Form und weisen eine gute Serie auf. Wir benötigen drei Punkte für unser Ziel“, meint De Paula zur Ausgangslage vor dem Treffen des Tabellensiebenten mit dem viertplatzierten Aufsteiger, der vor eigenem Publikum eine Macht ist.

Vorarlberger Rekordhalter

Mit 10 Siegen sowie je 2 Remis und Niederlagen (26:11 Tore) ist die Canadi-Truppe sogar Liga-Primus. Mit 49 Punkten hat sie schon jetzt einen neuen Vorarlberger Rekord aufgestellt, den bisher SW Bregenz mit 45 Zählern, aber nach 36 Runden, innehatte.

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Mittwoch, 26. Juli 2017 17:30 Uhr ics Programm: Training (15 min. öffentlich) Ort: Steinbrunn
Donnerstag, 27. Juli 2017 21:05 Uhr ics Programm: FK Austria Wien - AEL Limassol Ort: Happel-Stadion
Freitag, 28. Juli 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Samstag, 29. Juli 2017 16:00 Uhr ics Programm: Training (nicht öffentlich) Ort: Steinbrunn

Trotz dieser Zahlen und des Acht-Punkte-Rückstands auf Rang fünf haben der Baske und seine Kollegen die Hoffnung auf die Qualifikation für die Europa League über die Meisterschaft nicht abgehakt. De Paula dazu: „Man braucht uns nicht extra zu motivieren. Wir wollen nächste Saison international spielen, auch wenn wir wissen, dass es schwer wird.“

Glaube nicht verloren

Ja, meint er, alle würden daran glauben. „Wir haben rechnerisch dazu noch die Möglichkeit, aber es wird klarerweise schwieriger, je näher es dem Saisonende zugeht“, ist sich nicht nur unsere Nummer 23, die im Mittelfeld auf allen Positionen einsetzbar ist, voll bewusst.

David, der seit Jänner 2014 ein Veilchen ist, blüht im Frühjahr regelrecht auf, stand in allen bisherigen Liga-Partien des Jahres zumindest im Kader. So gut 2015 begonnen hat, so schlecht klang das alte Jahr für ihn aus. Eine Erklärung für die Wandlung zum Besseren hat er nicht.

„Keine Ahnung, dazu kann ich nicht viel sagen. Es entscheidet letztlich vor jedem Spiel der Trainer, wer im Kader steht. Ich trainiere immer gleich. Wahrscheinlich hat sich im Herbst der Trainer für andere Spieler entschieden“, mutmaßt der „Rückkehrer“, der ab Mitte Oktober , auch weil er „ein bisschen verletzt war“, zu keinem Einsatz mehr kam.

Ich bin wieder da und fühle mich sehr wohl, das ist das Wichtigste David de Paula

Wenn man nicht spiele, sei es persönlich nicht zufriedenstellend, komme der Spielrhythmus abhanden. De Paula hat dann aber im Winter eine gute Vorbereitung absolviert und sich gut in den Testspielen präsentiert. „Ich habe sehr gut trainiert, ich bin wieder da und fühle mich sehr wohl, das ist das Wichtigste“, sagt er.

"Für den Erfolg des Klubs"

Der Legionär denkt dabei überhaupt nicht an seinen Vertrag, der im Juni 2015 ausläuft und eine vereinsseitige Option für eine weitere Saison beinhaltet. „Ich wäre dumm, würde ich das tun. Vielmehr konzentriere ich mich darauf, in jedem Training und in jeder Partie mein Bestes zu geben für den Erfolg des Klubs“, versichert der Spanier.

Zuletzt beim 1:1 gegen den WAC am Sonntag in der Generali-Arena hat er das bewiesen. De Paula hatte in der 52. Minute mit einer Maßflanke auf den Kopf von Alex Grünwald unser Ausgleichstor vorbereitet. „Ich glaube, wir hätten uns da mehr verdient, hätten drei Punkte gebraucht“, resümierte er das Match gegen seinen Ex-Klub.

„Das Resultat war nicht gut“, aber phasenweise habe die Austria gut gespielt, viele Torchancen kreiert. „Leider fehlte uns ein bisschen das Glück in entscheidenden Momenten. Und der Gegentreffer fiel unglücklich, die Wolfsberger hatten nicht viele Tormöglichkeiten“, stellte der laufstarke De Paula fest.

Gegen den WAC spielte er in der Liga zum sechsten Mal in dieser Saison durch. Für die Austria kam der Spanier in der Meisterschaft bisher 30-mal (4 Tore/3 Assists) zum Einsatz, in der laufenden Saison 16 mal (2 Tore/1 Assist). Im ÖFB-Samsung-Cup hält er vor dem Wiedersehen mit den Kärntnern am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) im Semifinale bei drei Partien (1/1).