Profimannschaft 12.03.2015, 14:29 Uhr

ZULECHNER VOR ADMIRA: „AN ZWEITE DERBY-HÄLFTE ANSCHLIEßEN!“

Lukas Rutpuller und Vance Shikov haben mit ihren jeweils ersten Bundesliga-Treffern im Viola-Dress den 2:1-Sieg im Derby fixiert. Die Tor-Premiere möchte früher oder später natürlich auch Philipp Zulechner feiern.

Zulechner vor Admira: „An zweite Derby-Hälfte anschließen!“

Am Samstag (16:00 Uhr) zum Auftakt des letzten Saison-Drittels in der tipico-Bundesliga hat unser Stürmer auswärts gegen Schlusslicht Admira Wacker dazu die nächste, seine ganz spezielle Chance. „Hoffentlich“, antwortete der Wiener auf die Frage, ob er sich seinen ersten Treffer gegen seinen Ex-Klub aufgehoben habe. „Zuli“, wie ihn seine Mitspieler rufen, hatte ab Sommer 2005 zwei Jahre im Nachwuchs der Südstädter gekickt.

Zwei Assists, jeweils beim 5:2 gegen SCR Altach, hat der Wiener nach fünf Partien (viermal in der Startelf, einmal eingewechselt) 2015 derzeit auf seinem Konto. „Natürlich hoffe ich, schön langsam ein Tor zu machen, das ist für einen Stürmer wichtig“, meint Zulechner.

Für ihn steht das Kollektiv und nicht die eigene Befindlichkeit im Vordergrund. Er wolle alles für die Mannschaft machen, wolle laufen und kämpfen. „Wichtig sind nicht meine Tore, sondern drei Punkte, der Erfolg der Mannschaft!“

Wir müssen nun einfach konstanter werden. Philipp Zulechner

Das 2:1 und die Leistung nach der Pause gegen Rapid sollte den Veilchen Auftrieb gegeben haben. „Wir müssen nun einfach konstanter werden. Wir müssen dort anschließen, wo wir im Derby zweite Hälfte aufgehört haben“, fordert unser Angreifer.

Wenn man so spiele wie da, könne die Austria gegen jeden Gegner bestehen, ist Zulechner optimistisch. Er sagt dies aus Überzeugung, fügt aber unmissverständlich hinzu: „Gegen Admira wird es eine harte Partie, das wird sicher kein leichtes Spiel.“

Die Südstädter haben zuletzt im „Keller-Derby“ immerhin in Wiener Neustadt ein 0:0 erreicht und blieben erstmals seit Oktober ohne Gegentor. Wir mussten uns im Süden Niederösterreichs hingegen 0:1 geschlagen geben. Das wertet nicht nur Zulechner als deutliches Warnsignal!

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Unserem 1,82 großen und 78 kg schweren Stürmer, der im ÖFB-Nachwuchs sechs Auswahlspiele (2 Tore) bestritten und ein Länderspiel (19.11.2013 beim 1:0 in Wien gegen USA) auf seiner Visitenkarte hat, sind vom Gegner einige aus seiner Admira-Zeiten noch in Erinnerung geblieben.

Mit Stürmer Issiaka Quedraogo hat Philipp später gemeinsam bei den RB Juniors gespielt und das Defensivduo Stefan Auer und Markus Lackner kennt er ebenfalls. Begonnen hatte „Zuli“ übrigens 1998 beim FAC, von wo er in den Austria-Nachwuchs wechselte. Weitere Stationen waren nach Admira und Salzburg noch Horn, Grödig und Freiburg.

Von dort kehrte der bald 25-Jährige, der am 12. April Geburtstag hat, an den Verteilerkreis zurück. „Austria ist in Österreich eine große Adresse und ich wollte dorthin, wo ich spiele und mich wohlfühle. Hier fühle ich mich wohl, ich bin wieder zuhause“, nannte er den Beweggrund für seine Rückkehr in die Heimat.

Jetzt hofft er, bald wieder an seine alten Stärken anschließen zu können und sein erstes Tor zu erzielen. Rotpuller (in seinem 62. Liga-Spiel) und Shikov (18) haben dazu länger gebraucht, mit Raphael Holzhauser und Patrizio Stronati (beide gegen Altach) trugen sich zwei von vier im Jänner verpflichtete Neue bereits in die Schützenliste ein.

Folgt jetzt Zulechner, der den Torriecher und die Schnelligkeit zu seinen Stärken zählt? Für Grödig erzielte er in 20 Partien 15 Liga-Tore. Und wo sieht er Steigerungspotenzial? Arbeiten müsse man immer, sich überall verbessern, sagte er. Als kleines Manko führt er an, dass er derzeit noch zu wenigen Torchancen komme.

„Das liegt auch an meiner Bewegung. Man muss beide Seiten betrachten, das ist nicht nur darin begründet, wie viele Bälle ich bekomme. Ich schaue speziell auf mich, wo ich mich steigern kann“, gibt Zulechner fairerweise zu. In den letzten zwölf Liga-Runden können alle beweisen, dass sie es besser können.
 
Nicht nur für die Austria im Hinblick auf eine Europacup-Teilnahme, sondern auch für den Stürmer selbst stehen wichtige Wochen an. Der Spieler ist vom SC Freiburg, der ihn bis 30.6.2017 unter Vertrag hat, an die Veilchen für ein halbes Jahr (30.6.2015) ausgeliehen. Austria besitzt danach eine Kauf- und Leihoption.