Austria für Österreich 24.03.2015, 13:23 Uhr

SUTTNER HOFFT AUF GUTEN START INS LÄNDERSPIELJAHR

Fast eine komplette Mannschaft stellt der FK Austria Wien dieser Tage für diverse Team-Auswahlen ab. Zwei davon, Torhüter Heinz Lindner und Kapitän Markus Suttner, gehören dem heimischen A-Nationalkader an.

Suttner hofft auf guten Start ins Länderspieljahr

„Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen. Das wollen wir nun gegen Liechtenstein bestätigen“, sagte Markus Suttner vor dem Treffen in der EM-Qualifikation am Freitag (20:45 Uhr/live ORF eins) in Vaduz. Dort möchte man an das Heim-1:0 vom November gegen Russland anknüpfen.

„Ein Dreier wäre sehr wichtig, um gut ins neue Jahr zu starten“, meinte unser Verteidiger mit einem Blick auf die Tabelle in Gruppe G. Österreich möchte die Tabellenführung (10 Punkte aus 4 Spielen) in Vaduz festigen, um dann so gut gerüstet nach Russland (14. Juni/18:00 Uhr MESZ in Moskau) fliegen zu können.
 
Die Liechtensteiner, die daheim gegen Montenegro remisierten (0:0) und in Moldawien gewannen (1:0) werden von den ÖFB-Kickern keineswegs auf die leichte Schulter genommen. Im Gegenteil, man sei vor dem Gegner gewarnt, versicherte Suttner.
 
An das hart erkämpfte 2:1 im jüngsten Treffen mit dem Nachbarn am 6. Oktober 2006 im Rheinpark Stadion möchte er keinen Gedanken verlieren „Das ist schon ein paar Jahre her“, sagt „Sutti“ zurecht. Damals war uns nach 0:1-Rückstand eine Blamage durch zwei Tore im Finish erspart geblieben.

Suttner: "Müssen geduldig sein"

Seither hat sich auf beiden Seiten viel zum Besseren gewandelt. Sie hätten sich zuletzt gut präsentiert, meint Suttner, der die Gastgeber in etwa so erwartet: „Sie bunkern sich ein und sind bedacht, gut zu verteidigen. Wir müssen da geduldig sein. Wir werden ein paar Chancen vorfinden und die müssen wir nützen.“
 
ÖFB-Teamchef Marcel Koller, der viele Videos vom Gegner studiert hat, ergänzte: „Sie spielen ab und zu dann doch ganz frech und versuchen, Fußball zu spielen. Wenn du denkst, man könne locker ins Spiel gehen, ist das schon der erste Fehler.“ Man brauche so eine Einstellung wie gegen Russland. „Mit Aggressivität und Tempo Gegner unter Druck setzen“, lautet seine Devise.
 
Die Partie gegen Liechtenstein wird nicht das einzige ÖFB-Länderspiel bleiben. Am Dienstag geht es im Happel-Stadion (20:30 Uhr/live ORF eins) freundschaftlich gegen Bosnien-Herzegowina.
 
„Ich werde mich in dieser Woche anbieten. Danach wird der Trainer entscheiden, ob ich zum Einsatz komme“, meinte Suttner, der zuletzt am 30.5.2014 beim 1:1 in Innsbruck im Test gegen Island das Teamtrikot getragen hatte. Lindner stand zuletzt am 3.6.2014 in Olmütz beim 2:1 gegen Tschechien zwischen den Teampfosten.

Wohlfahrt von seinem Nachfolger kontaktiert

Klaus Lindenberger, der Nachfolger unseres nunmehrigen Sportdirektors Franz Wohlfahrt als ÖFB-Tormann-Trainer, gewann von allen drei einberufenen Torleuten - neben Heinz Lindner Robert Almer und Ramazan Özcan – „hervorragende Trainingseindrücke“. Alle drei seien topfit, sagte der Ex-Teamkeeper.
 
Lindenberger, der zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten für den FC Al-Wahda Abu Dhabi tätig war und nach sechs Jahren in seine frühere Funktion zum ÖFB zurückkehrt ist, hat mit seinem Vorgänger Wohlfahrt über die aktuelle Situation im Team intensive Gespräche geführt, weil sich inzwischen „einiges verändert“ habe im ÖFB-Lager.
 
Der Oberösterreicher hat in den vergangenen Wochen seine Kandidaten genau unter die Lupe genommen. „Heinz Lindner habe ich dreimal beobachtet“, erzählte er über unsere Nummer eins. Der 57-Jährige hat sich viele Anwärter angesehen und kam zu dem Schluss: „Es gibt sehr viele gute Torleute in Österreich. Jeder der gut spielt, ist für uns interessant.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 20 42
2. FC Red Bull Salzburg 20 40
3. SK Puntigamer Sturm Graz 20 39
4. FK Austria Wien 20 37
5. SK Rapid Wien 20 27
6. FC Admira Wacker Mödling 20 23
7. RZ Pellets WAC 20 22
8. SV Guntamatic Ried 20 20
9. SKN St. Pölten 20 18
10. SV Mattersburg 20 14
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