Bundesliga 06.03.2015, 07:54 Uhr

ROBERT SARA: "WIR KÖNNEN RAPID SCHLAGEN!"

Ein Blick auf die Tabelle genügt – vor dem 312. großen Wiener Derby zwischen Austria und Rapid am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali-Arena ist klar: Dieses Spiel ist extrem wichtig.

Robert Sara: "Wir können Rapid schlagen!"

Dem Schlager der 24. Runde wird in beiden Lagern mit Spannung entgegen gefiebert. Ein Derby habe seine eigenen Gesetze, heißt es. „Für dieses Partie braucht man niemanden zu motivieren, da will jeder unbedingt gewinnen“, sagt Austria-Legende Robert Sara aus langer Erfahrung.

Der 55-fache ÖFB-Teamspieler (drei Tore), der seit Sommer 2008 als Co-Trainer unserer Amateure erfolgreich tätig ist, erwartet eine „schwierige“ Aufgabe für unsere Veilchen. „Grundsätzlich ist ein Derby immer offen, doch sind unsere Burschen momentan verunsichert und der Gegner hat ein bisschen ein Hoch“, meint Sara.

Bilder des letzten Debys (3:2)

Keine Frage, ein violetter Sieg wäre ideal, wünschenswert und könnte wie ein Befreiungsschlag wirken. „Dann ginge ein Ruck durch die ganze Mannschaft.“ Der frühere Rechtsverteidiger hat am Dienstagabend via Fernsehen die unglückliche 1:2-Niederlage in Graz gegen SK Sturm verfolgt und sich so sein eigenes Bild gemacht.

Unter dem Strich standen für ihn Verkrampfung und Unsicherheit, beides hervorgerufen durch die Drucksituation des Gewinnen-Müssens. Dass dann das entscheidende Tor der Steirer in letzter Sekunde und das noch dazu nach einer Abseitsstellung fiel, gesellte sich als Pech hinzu.

Ein Dreier aus den ersten vier Pflichtspielen des Jahres ist nicht die beste violette Referenz für den Lokalhit. Am Sonntag kann die Welt aber wieder positiver aussehen. „Wenn du den Lokalrivalen schlägst, ist der nächste Tag leiwand. Wenn du verlierst, muss du unterirdisch gehen“, erinnert sich der Wiener.

Besonders im Gedächtnis ist ihm noch das Jahr 1974. „Damals schoss uns Hans Krankl in der Liga vier Tore, fünf Tage nach dem 0:4 haben dann im Cup die Rapidler sechs Stück (Anm.: 6:2) bekommen“, erzählt Sara. Derbys seien immer ein Hin und Her, interessant und eng gewesen.

Wir haben uns damals gesagt, ‚wem das erste Tor gelingt, der hat die Chance, das Derby zu gewinnen. Robert Sara

Die Duelle wären immer in Ordnung, nie unfair gewesen. Oft habe damals auch nicht der vermeintliche Favorit gewonnen. „Wir haben uns damals gesagt, ‚wem das erste Tor gelingt, der hat die Chance, das Derby zu gewinnen‘. Oft waren es enge Spiele, ab und zu haben uns die Grünen erwischt, aber das nächste Mal waren sie wieder dran.“

Sara hat von 1965 bis 1985 das violette Trikot getragen, alle Höhen bis zum Europacup-Endspiel 1978 in Paris (0:4 gegen RSC Anderlecht) und Tiefen erlebt, die man als Austrianer durchmachen kann. „Die Derbys habe ich dabei gar nicht gezählt. Man kann sich aber ausmalen, wie viele es in 20 Jahren waren.“

Ein spezielles Duell zwischen Violett und Grünweiß, in dem er als Spieler dabei gewesen war, blieb ihm nicht in seinem Kopf haften. Es seien jedenfalls etliche gute Derbys dabei gewesen. Sara spricht unserer Mannschaft Mut zu und traut ihr natürlich das von allen so sehnlichst gewünschte Erfolgserlebnis zu.

Profis» alle Termine
Donnerstag, 23. März 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn
Donnerstag, 23. März 2017 15:00 Uhr ics Programm: Test gegen FC Gyirmot Ort: Steinbrunn
Freitag, 24. März 2017 10:00 Uhr ics Programm: Training Ort: Steinbrunn

Auch wenn er vor den Hütteldorfern warnt, die nichts zu verlieren hätten und als Tabellenzweiter munter drauflos spielen könnten, räumt er unseren Veilchen durchaus gute Chancen ein. „Wir können Rapid schlagen!“ Das haben Gerald Baumgartners Schützlinge am 9.11.2014 im Prater mit dem 3:2 eindrucksvoll bewiesen.

Sara hat als aktiver Spieler für die Austria in fast 21 Saisonen an die 700 Pflichtspiele (562 in der Meisterschaft/31 Tore, 72 im ÖFB-Cup/12 Tore und 63 im Europacup) bestritten. Er wurde neunmal Meister und sechsmal Cupsieger und war WM-Teilnehmer 1978. Er ist Ehrenkapitän des Klubs und Mitglied unserer „Jahrhundert-Mannschaft“.

Der geborene Waldviertler, der in seiner Laufbahn nur eine einzige Rote Karte gesehen hat, wurde auch gerne als „stürmender Außenverteidiger“ bezeichnet. Er saß übrigens später bei den Profis auch als Interimstrainer auf der Austria-Bank. Im Herbst 1988 nach dem Abgang von Gustl Starek und im Frühjahr 1998 als vorübergehender Nachfolger von Wolfgang Frank.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 26 56
2. CASHPOINT SCR Altach 26 49
3. FK Austria Wien 26 47
4. SK Puntigamer Sturm Graz 26 45
5. FC Flyeralarm Admira 26 33
6. RZ Pellets WAC 26 32
7. SK Rapid Wien 26 30
8. SKN St. Pölten 26 27
9. SV Mattersburg 26 24
10. SV Guntamatic Ried 26 23
» zur Gesamttabelle