Profimannschaft 15.03.2015, 08:15 Uhr

DIE AUSTRIA-FAMILIE FEIERT 104. GEBURTSTAG

Ein Freudentag! Heute, am 15. März 2015, auf den Tag genau vor 104 Jahren am 15. März 1911 wurde die Wiener Austria offiziell gegründet. Wie hat es begonnen? Was hat sich geändert? Wir liefern die Antworten.

Die Austria-Familie feiert 104. Geburtstag

Schon bei den Feierlichkeiten der Austria zum 100-Jahr-Jubiläum am 29. Oktober 2010 erinnerten wir uns bei einer Veranstaltung in der Urania unserer Wurzeln ganz genau. Und damit an jenen Tag, an dem im Keller der Urania die Abspaltung innerhalb des „Vienna Cricket and Football Club“ stattfand. Zwanzig Prozent der Funktionäre und die B-Mannschaft verblieben beim Ursprungsverein, der Rest gründete an diesem Tag den Fußballverein die Wiener Cricketer“ mit den Klubfarben violett-weiß.

Mit dem Namen Wiener Cricketer “gab es aber auch wieder Schwierigkeiten, da der Ursprungsverein sofort dagegen auftrat und das Namensrecht auf Cricketer“ für sich in Anspruch nahm. Daher erfolgte am 30. November 1910 eine weitere Umbenennung in Wiener Amateur Sportverein, kurz die Amateure“ genannt.

Es dauerte aber bis zum 15. März 1911, bis sich die Amateure beim Österreichischen Fußballbund anmeldeten. Zwischen Dezember 1910 und 15. März 1911 war die sogenannte illegale Zeit der Amateure. Es konnte kein offizieller Spielverkehr durchgeführt werden (wenngleich auch verschiedene Spiele gegen andere Wiener Vereine stattgefunden haben), auch die „Anerkennung“ fehlte, da der Verein nicht offiziell registriert war. So fand z.B. am 12. März 1911 ein Spiel zwischen den Amateuren und Rudolfsheim statt, das 1:1 endete. Der Torschütze der Amateure war der spätere Ehrenkapitän Luigi Hussak.

Ab 15. März 1911, also mit der offiziellen Registrierung des Vereins beim Fußballverband, konnte auch ein offizieller Spielverkehr gestartet werden, wodurch auch eine Teilnahme an Meisterschaften ermöglicht wurde. Der „illegale Spielverkehr führte aber dazu, dass aufgrund der bereits bekannten Spielstärke der Amateure diese bei der Aufnahme in den Österreichischen Fußballverband als so stark eingeschätzt wurden, dass ihnen sofort die „Erstklassigkeit und die Teilnahme in der obersten Spielklasse zuerkannt wurde.